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Zahnspangen-Alarm: Mit diesen Kosten müsst ihr rechnen

Zahnspangen
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Ist ein gewinnendes Lächeln unbezahlbar?

Natürlich wäre es schön, wenn aus euren Sprösslingen einmal ein Superstar wie Prinz Harry, der Rennfahrer Lewis Hamilton oder der Schauspieler Elijah Wood werden. Dann würdet ihr nicht nur für die Zukunft abgesichert sein, sondern könntet euch obendrein auch noch den ganzen Stress einer Zahnspange ersparen. Denn bei oben genannten wurden schiefe Zähne zum Markenzeichen. Da aber heutzutage ein strahlendes Lächeln mit geraden Zähnen die Eintrittskarte in der Gesellschaft ist, müsst ihr wohl in den sauren Apfel beißen, die Finanzen checken und in eine Zahnspange für die Kleinen investieren.


Was kostet eine Zahnspange?

Auf diese Frage zu antworten, ist selbst für einen Experten nicht ganz so einfach. Denn das ist abhängig davon, ob es sich um eine herausnehmbare oder festsitzende Zahnspange handelt, aus welchen Materialien die Brackets bestehen und über welchen Zeitraum die Behandlung erfolgt.

Habt ihr die Vermutung, dass euer Kind vielleicht eine Zahnspange benötigt, solltet ihr euch für einen ersten Besuch bei einem Kieferorthopäden entscheiden. Hier wird zuerst eine umfassende Untersuchung durchgeführt, bei der mithilfe von Röntgenaufnahmen, Messungen im Kiefer-, Zahn- und Mundbereich und einer eingehenden Begutachtung ein Heil- und Kostenplan aufgestellt wird. Mit diesem könnt ihr dann zu eurer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse gehen. Diese entscheiden dann, in welcher Höhe die Kosten übernommen werden. Zum Teil werden dazu auch eigene Gutachten von der Kasse erstellt. Solltet ihr mit diesen nicht einverstanden sein, könnt ihr bei der Landeszahnärztekammer um ein neutrales Gutachten bitten.

KIG-Richtlinien

Ein schönes Lächeln ist nicht billig. Ihr müsst bei der Behandlung Eurer Kinder mit mindestens 2.500 Euro rechnen. Soll die Spange schön aussehen, also zum Beispiel Brackets aus Kunststoff oder Keramik haben, die weniger zu sehen sind, können die Kosten auch schon einmal bis zu 8.000 Euro ansteigen. Die Krankenkassen übernehmen davon die Grundkosten, also einfach gesagt alles, was zu einer erfolgreichen Korrektur notwendig ist. Extras kosten nicht nur mehr, sondern müssen aus der eigenen Tasche beglichen werden.

Der rechtzeitige Abschluss einer Zahnversicherung, die auch kieferorthopädische Leistungen beinhaltet, kann deshalb durchaus sinnvoll sein. Die Grundlage der Ermittlung der Kostenübernahme bilden die KIG-Richtlinien. Dabei handelt es sich um fünf kieferorthopädische Indikationsgruppen, die die unterschiedlichen Probleme einordnen. Sollten eure Kinder in die Gruppe 1 und 2 eingeordnet werden, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse keine Kosten und ihr müsst alles aus eigener Tasche bezahlen. Erst ab der Gruppe 3 könnt ihr mit der kompletten oder teilweisen Erstattung der Kosten rechnen.

Ein sympathisches Lächeln – unbezahlbar?

Sollte euer Kind in die Indikationsgruppen 3 bis 5 eingeordnet werden, könnt ihr zwar mit der Erstattung der Kosten durch die Krankenkasse rechnen, müsst aber in der Regel erst einmal mit 20 Prozent der Kosten in Vorkasse gehen. Diese bekommt ihr aber nach Abschluss der Behandlung von der Krankenkasse zurückgezahlt. Bei eurem Gespräch mit dem Kieferorthopäden wird dieser euch eine passende Zahnspange für euren Nachwuchs empfehlen. Es ist natürlich gut, wenn ihr euch schon ein wenig im Vorfeld über die unterschiedlichen Zahnspangen informiert und vielleicht schon wisst, welche Zahnspange euer Kind benötigt.

Auch solltet ihr schon im Vorfeld klären, welche Kosten eine private Zahnzusatzversicherung übernehmen würde. Mit einer hundertprozentigen Kostenübernahme könnt ihr nur in den wenigsten Fällen rechnen, ihr solltet aber auch immer daran denken, dass ein gewinnendes Lächeln fast unbezahlbar ist.

Titelbild: © gpointstudio

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2 Kommentare

  • Vielen Dank für diesen Beitrag. Mein Kind soll auch bald eine Zahnspange tragen und nun weiß ich wenigstens mit welchen Kosten ich ca. beim Kieferorthopäden rechnen muss. Ich denke es ist sehr wichtig, dass die Kinder schöne Zähne haben und schon früh die Zahnspange bekommen, denn im Erwachsenenalter möchte niemand wirklich mit einer Zahnspange rumlaufen.

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