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Hallöchen Popöchen: Weg mit Windeldermatitis

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Mit wenigen Kniffen zur schnellen Heilung

Wenn die volle Windel die Haut reizt, gibt es Rötungen, Ausschlag oder auch rissige Haut. Symptome, die auf eine unangnehme Windeldermatitis hindeuten. Wie es überhaupt zu dieser Entzündung kommt, welche Mittel helfen und wie ihr euer Baby am besten davor schützen könnt, haben wir für euch herausgefunden.


Was ist eine Windeldermatitis?

Das Kind quengelt, hat einen geröteten Popo und zuckt während des Wickelns nervös herum. Der Grund kann eine Windeldermatitis sein, also eine Hautentzündung im Bereich von Gesäß bis zu den Genitalien. Eltern entdecken dann meist kleine Hautrisse oder auch Pusteln und Knötchen. Diese entstehen, wenn die Haut durch Feuchtigkeit aufweicht. Der abgeschlossene Raum der Windel schafft ein warmes und feuchtes Milieu im Intimbereich des Kindes. Abgelassener Urin oder Stuhl schädigen die Barrierefunktion der Haut und die Dermatitis entsteht.

Mit Luft und Liebe heilen

Hat das Kind entzündete Stellen, lohnt es sich auf die Windel zu verzichten. Die sonst häufig feuchten Stellen trocknen an der Luft und die Haut kann sich erholen. Das Kind nach dem Wickeln einfach mal eine halbe Stunde ohne Hose spielen zu lassen, bewirkt meist eine enorme Besserung.

Hebammen empfehlen auch, die gereizten Stellen mit ein paar Tropfen Muttermilch einzureiben. In der Milch befinden sich Immunglobuline und Fette, die die Haut bei der Heilung unterstützen.

 

Ist die Entzündung akut, muss die Windel alle zwei Stunden und immer direkt nach jedem Stuhlgang gewechselt werden. So können sich keine Darmbakterien in der Haut einnisten und die Dermatitis damit verschlimmern. Scharfe und saure Mahlzeiten sollten jetzt vom Speiseplan des Kindes und der stillenden Mutter gestrichen werden.

Kommt es beim Baby häufiger zu Ausschlägen, lohnt sich ein Wechsel der Windelmarke oder auch ein Umstieg auf Stoffwindeln. Anstelle von Feuchttüchern und Puder ist es besser den Po mit Öl und Watte zu reinigen, da hier keine Duftstoffe enthalten sind und es auch nicht zu krümeligen Ablagerungen kommt, die die Haut weiter belasten.

Immer schön sauber bleiben

Damit es bestenfalls gar nicht zu einer Windeldermatitis kommt, hilft es, die oben genannten Tipps auch bei einem gesunden Popo zu berücksichtigen. Windeln mit Gelkern saugen den Urin zuverlässig auf und schützen vor Feuchtigkeit. Auf Autofahrten oder in anderen Situationen, in denen nicht immer sofort gewickelt werden kann, wenn es nötig ist, sind diese Windeln eine Hilfe.

Für die Reinigung reicht es, warmes Wasser ohne Zusätze zu verwenden.

 

Um die Haut schonend zu trocknen, ist es besser den Windelbereich abzutupfen statt trocken zu reiben. Behalten Sie die Haut Ihres Kindes im Auge, sodass sie schnell reagieren können, sollte es doch mal zu wunden Stellen kommen.

Kommt es neben Rötungen auch zur Schuppenbildung, kann es sich auch um Windelsoor, also einen Pilzbefall handeln. In dieser Situation sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wird die Reizung tatsächlich durch Pilze hervorgerufen, verschreibt der Kinderarzt meist eine nystatinhaltige Salbe. Dieser Wirkstoff tötet Pilze ab, indem er die Zellwand der Sporen aufbricht.

Wichtig für alle Mütter

Zu Windeldermatitis kann es immer mal wieder kommen. Das bedeutet allerdings nicht, dass ihr zwangsläufig etwas falsch macht. Das Baby ist noch neu in dieser Welt und somit muss sich auch der Körper erst mit allem auseinandersetzen und an die Einflüsse von außen gewöhnen.

Die Tipps im Überblick:

  • Regelmäßig Windeln wechseln. Bei aktuer Erkrankung, alle zwei Stunden.
  • Windelfreie Phasen am Tag einplanen.
  • Reinigung nur mit warmen Wasser, Öl und Watte.
  • Wunde Stellen mit Muttermilch einreiben.
  • ggf. Windelmarke wechseln oder Stoffwindeln ausprobieren.
  • Bei Schüppchen-/Bläschenbildung oder anhaltenden Beschwerden Kinderarzt aufsuchen.
  • Verzicht von sauren und scharfen Speisen bei Babys und stillenden Müttern.
Titelbild: ©Nastasia Froloff

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