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Wiedereinstieg: Mögliche Probleme

mum with baby and mobile
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Den Wiedereinstieg nach der Babypause erfolgreich meistern, aber wie? Wir erzählen euch im zweiten Teil unserer Serie, welche Probleme auftauchen können und wie ihr dagegen vorgeht.


Nachdem wir im ersten Teil unserer Wiedereinstiegs-Serie darüber gesprochen haben, wie ihr am besten die Zeit vor eurer Babypause organisiert und strukturiert, geht es dieses Mal um die Probleme, die sich nach der „Auszeit“ entwickeln können und wie ihr ihnen entgegensteuern könnt.

Denn, sind wir mal ehrlich: Die Wahrscheinlichkeit, dass alles komplett reibungslos und ohne Stolpersteine wieder losgeht, ist doch leider geringer, als wir es gern hätten.

Es ist eure Entscheidung

Für viele Frauen bedeutet ein Baby zu bekommen, eine längere Pause von ihrem Job zu nehmen. Natürlich wollt ihr als junge Mama möglichst viel Zeit mit eurem Sprössling verbringen, ihn versorgen und am liebsten jeden Tag bei ihm sein, bis er in den Kindergarten geht – oder vielleicht doch bis zur Einschulung? Andere von euch setzen sich das Ziel, nach einem halben Jahr oder neun Monaten ihre Arbeit wieder aufzunehmen, weil der kleine Sprössling bis dahin nicht mehr durchgestillt werden muss und so auch von jemand anderem betreut werden kann.

Das Rückkehrgespräch

Egal, wie ihr euch auch entscheidet, eines Tages kommt ein Termin auf euch zu, der sowohl für euch als auch euren bisherigen Arbeitgeber sehr wichtig ist: das Rückkehrgespräch. In diesem Gespräch werdet ihr mit eurer Personalbetreuerin oder eurem Personalbetreuer besprechen, welche Möglichkeiten es für euch momentan in dem Unternehmen gibt. Besprochen und organisiert werden müssen nicht nur euer zukünftiger Aufgabenbereich, sondern genauso Arbeitszeiten, Kinderbetreuungsmöglichkeiten oder auch die Chance darauf, einen Teil der Arbeit zu Hause zu erledigen. Es geht also darum, die Weichen für eure berufliche Zukunft zu stellen.

Aus diesem Grund solltet ihr schon vor dem Gespräch einige Punkte klären und euch über eure Situation im Klaren und vor allem sicher sein. Was ist relevant für euch? Wann wollt ihr wieder einsteigen, wie lange wollt ihr arbeiten, und so weiter. Wie ihr seht, sind diese Punkte ähnlich wie bei dem Gespräch, welches ihr vor eurer Babypause mit eurem Vorgesetzten führt.

Außerdem gehört zur Vorbereitung auch, dass ihr eine vollständige Liste erstellt, in denen alle Aufgaben aufgeführt sind, die ihr bisher für das Unternehmen erledigt habt. So braucht es nur einen schnellen Blick, um eure Aufgabenbereiche und Tätigkeiten zu clustern und zu besprechen, welche Aufgaben sie in Zukunft wieder übernehmen und für welche vielleicht jemand anderes verantwortlich sein wird.
Und als letzten Punkt: wie flexibel seid ihr in eurer Planung? Natürlich ist das mit einem Baby oder Kleinkind schwer zu sagen, schließlich kann die Betreuung mal ausfallen oder euer Kleines wird krank. Dennoch ist es für euren Arbeitgeber wichtig zu wissen, wie sehr er sich auf euch verlassen kann.

Kinderbetreuung

Natürlich setzt ein erfolgreicher Wiederstieg eine sichere Kinderbetreuung voraus. Keiner von euch will arbeiten gehen, wenn ihr euch nicht hundertprozentig sicher sein könnt, dass euer Schatz gut versorgt ist, während ihr im Büro seid.

Aber was, wenn eine passende Betreuungsstelle nicht so einfach zu finden ist? Leider kommt das immer noch viel zu häufig vor. Fehlende Betreuungsangebote oder Ganztagsschulen zwingen viele Mütter in eine Teilzeitstelle. Das bedeutet nicht nur weniger Verantwortungsbereiche, sondern vor allem auch deutlich weniger Gehalt. Eine Existenzsicherung kann dadurch schnell mal gefährdet werden, wenn der Partner diese finanzielle Lücke nicht ausfüllen kann oder man alleinerziehend ist.

Nicht selten erhalten junge Frauen auch nur zeitlich befristete Arbeitsverträge, wodurch die Rückkehr ins Unternehmen nicht mehr gewährleistet ist. Der Arbeitgeber hat kein Interesse an einer weiteren Anstellung oder der Vertrag existiert schon länger nicht mehr. Ein weiteres Problem kann sein, dass ihr durch eure Babypause thematisch nicht mehr auf dem neusten Stand seid oder der Kontakt zum Arbeitsmarkt ziemlich geschrumpft ist.

Deswegen ist es wichtig, dass ihr euch rechtzeitig um eure berufliche Rückkehr kümmert und nicht erst ein paar Wochen vor eurem Wunschantrittstermin mal schaut, was es für Möglichkeiten gibt. Je länger ihr im Voraus plant, desto leichter wird es euch fallen, einen passenden Job zu eurem Wiedereinstieg zu finden.

Hier findet ihr nochmal den ersten Teil zum Thema Planung vor der Babypause.

Im dritten Teil zum Thema Wiedereinstieg lest ihr dann, welche Möglichkeiten der Kinderbetreuung und Hilfe bei der Jobsuche es gibt, um nach eurer Babypause wieder erfolgreich in das Berufsleben zu starten.

 

 

Titelbild: © diego cervo – Fotolia.com

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