Kleinkind Schulkind

Wiedereingewöhnung in Kita und Schule in Corona-Zeiten

Wiedereingewöhnung
Saskia
Geschrieben von Saskia

Fremdeln, Angst und Schüchternheit

Dass Kitas und Schulen wieder öffnen, sorgt für gemischte Gefühle. Auf der einen Seite ist es eine große Entlastung für euch Eltern und der Nachwuchs kann endlich wieder in seinem gewohnten Umfeld mit Gleichaltrigen spielen und lernen. Auf der anderen Seite fragt ihr euch vielleicht, ob die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus (noch) zu groß ist. Doch es kommt noch eine weitere Herausforderung auf Kinder und Eltern zu: Die Wiedereingewöhnung in Kita und Schule in Corona-Zeiten.


Wochenlang wurden Kinder aus ihrem gewohnten Kita- und Schulalltag gerissen und von euch zuhause betreut. Nun geht es langsam wieder zurück. Da Corona immer noch allgegenwärtig ist, gelten für euren Nachwuchs strenge Hygiene- und Verhaltensregeln. Je nachdem, wie viel eure Kinder schon verstehen und hinterfragen und wie gut sie mit der derzeitigen Situation umgehen, kann die Wiedereingewöhnung für sie und euch mit einigen Hürden verbunden sein.

1. Telefonische Beratung durch Kitas und Schulen

Um den Sprung von der häuslichen Isolation zurück in den Kita- und Schulalltag zu erleichtern, bieten einige Kitas und Schulen telefonische Beratungssprechstunden an. Dort könnt ihr von euren Bedenken und möglichen Problemen berichten und Erzieher und Lehrer können euch Tipps geben, wie ihr diese als Familie bewältigen könnt.

2. Kita- und Schulklassen-Meetings per Video

Um die Bindung zu den Erziehern und Lehrern nicht zu verlieren, sind regelmäßige Gruppen-Meetings per Video förderlich. Außerdem können sich hier auch die Kinder untereinander austauschen und man erfährt aus erster Hand, wie andere mit den Materialien zurechtkommen. Pädagogen können sich außerdem einen groben Überblick über den Gemütszustand der Kinder verschaffen.

Darüber hinaus können auch Briefe geschrieben und/oder Bilder gemalt und verschickt werden, an einigen Tagen pro Woche in den Kitas Mittagessen zum Abholen gekocht und den Eltern zum Abholen bereitgestellt, ein YouTube-Kanal eingerichtet werden und ähnliches.

3. Freundschaften aufrechthalten

Die meisten Kinder vermissen ihre Spiel- und Schulkameraden sehr. Bietet ihnen regelmäßig die Möglichkeit, miteinander zu chatten und/oder sich per Video auszutauschen. Das lässt die Vorfreude steigen und eure Kids sind motivierter, um die restliche Zeit der Isolation gut zu überstehen. Außerdem sorgen diese positiven Erfahrungen dafür, auf den Wiedereintritt weniger ängstlich oder schüchtern zu reagieren.

4. Geduld und Verständnis

Je nach Alter eurer Kinder und wie ängstlich sie dem Corona-Virus und den Schutzmaßnahmen gegenüberstehen, werden sie sich dementsprechend fühlen und agieren. Bereitet euch gemeinsam und mit regelmäßigen Gesprächen auf die Wiedereingewöhnung vor. Hat euer Kind Fragen oder Sorgen, nehmt diese ernst und beantwortet sie mit Ruhe und Verständnis. Fragt sie, ob sie sich Gedanken machen, und zeigt ihnen, dass ihr immer ein offenes Ohr für sie habt. Um die Örtlichkeiten der Kita oder Schule in Erinnerung zu behalten, könnt ihr regelmäßig gemeinsam daran vorbei spazieren und eure Kinder beispielsweise fragen, auf was sie sich am meisten freuen.

5. Die ersten Tage der Wiedereingewöhnung

Kita

Geht euer Kind erst seit wenigen Monaten in die Kita, kann es sein, dass es ihm bei der Wiedereingewöhnung geht wie bei seiner “ersten” Eingewöhnung in den Kindergarten. Gebt eurem Kind dann noch etwas mehr Zeit und habt Verständnis, wenn es ängstlich und unsicher ist. So kann es eurem Sprössling beispielsweise Angst machen, die Mimik der Erzieher durch das Tragen eines Mundschutzes nicht erkennen zu können. Und/oder es beginnt generell wieder zu fremdeln.

Schule

Natürlich können auch ältere Kinder plötzlich von Sorgen, Unsicherheiten und Ängsten heimgesucht werden, wenn sie mit Mundschutz und unter weiteren strengen Hygienevorschriften zurück in die Schule müssen. Reagiert auch hier mit Verständnis und erkundigt euch regelmäßig, wie es eurem Nachwuchs geht und fragt, was ihn beschäftigt.

6. Austausch mit Erziehern und Lehrern

Zudem haben in Zeiten wie diesen Erzieher und Lehrer ebenfalls ein noch wachsameres Auge als sonst. Geht daher zu Beginn des Wiedereintritts in Kita und Schule in einen regelmäßigen Austausch mit den zuständigen Erziehern und Lehrern, um eure Kinder bei der Wiedereingewöhnung bestmöglich zu unterstützen.

7. Wachsam, aber nicht ängstlich

Wie immer geht ihr euren Kindern als Vorbild voran. Reagiert ihr sehr besorgt auf das Coronavirus und die Wiedereingewöhnung, kann dieses Gefühl auch schnell auf eure Kinder übergehen. Versucht also, eure Kids so positiv und ruhig wie möglich auf Kita und Schule vorzubereiten und informiert sie dennoch altersgerecht und sachlich über die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen.

Hier findet ihr weitere Tipps, um eure Kinder dabei zu unterstützen, gestärkt aus der Corona-Krise hervorzugehen.

Titelbild: © polya_olya

Über den Autor

Saskia

Saskia

Ganz egal, ob wir selbst Eltern sind oder nicht - Kinder sind das Wertvollste, das uns das Leben bescheren kann. Und genau so möchte ich und sollten wir alle sie behandeln. Als gutes Vorbild vorangehen, ihnen Liebe und Aufmerksamkeit schenken und genug Raum zur freien Entfaltung geben. Das klingt nach einem schwierigen Unterfangen? Keine Sorge! Alle Einzelheiten klären wir schließlich auf ma-gazin.de! :)

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