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Wie viel sollten Kleinkinder trinken?

wie viel sollten Kleinkinder trinken
Saskia
Geschrieben von Saskia

Ab der Beikost immer ein Glas Wasser.

Bei Kleinkindern ist es gar nicht so einfach, immer dafür zu sorgen, dass sie ausreichend trinken. Bei Babys müsst ihr euch dafür weniger Sorgen machen, denn ihr Flüssigkeitsbedarf wird meist vollständig über die Milchnahrung gedeckt. Generell bedeutet das, dass ihr ihnen bis zum Beginn der Beikost keine zusätzlichen Getränke anbieten müsst. Wann solltet ihr Ausnahmen machen? Welche Getränke sind überhaupt empfehlenswert und woran erkennt ihr, dass euer Kind nicht genug trinkt? 


Hitze und Krankheit

Ist euer Baby starker Hitze ausgesetzt oder krank und verliert mehr Flüssigkeit als sonst, solltet ihr es mit zusätzlichen Getränken wie Wasser oder ungesüßten Kräutertees probieren. Gerade bei einer Erkrankung, die mit hohem Fieber oder Durchfall verbunden ist, solltet ihr mit eurem Kinderarzt besprechen, wie viel euer Schatz neben der flüssigen Nahrung zusätzlich trinken sollte.

Beikostmenge ist entscheidend

Ist euer Baby bereit für die Beikost, wird es natürlich auch weniger Milch zu sich nehmen. Denkt aber daran, dass sich euer Kind erst an das zusätzliche Getränk gewöhnen muss und zwingt es nicht, wenn es das trinken verweigert. Gewöhnlich startet ihr mit einer festen Mahlzeit pro Tag und euer Schatz nimmt daher immer noch genug flüssige Nahrung zu sich. Seid ihr aber bereits bei der dritten Beikostmahlzeit angelangt, gehört zu jeder Mahlzeit auch ein Glas (stilles) Wasser. Ist euer Kleines ein schlechter Esser, vermeidet es, ihm kurz vor dem Essen ein Getränk zu geben. Dieses würde den Appetit nur zusätzlich bremsen. Zudem sollte es während des Essens nur Wasser geben, da Säfte und Tees den Hunger auf Gemüse und Co. ebenfalls mindern könnten.

Mengenempfehlungen: 

  • Im ersten Lebensjahr sollte ein Kind pro Tag ungefähr 500 Milliliter Flüssigkeit zu sich nehmen.
  • Kleinkinder zwischen 12 und 36 Monaten benötigen zwischen 600 und 800 Milliliter pro Tag.
  • Kinder zwischen 4 und 6 Jahren sollten mindestens 850 Milliliter täglich trinken.

Bei den Mengenangaben werden Milchnahrung und stark wässrige Gemüse- und Obstsorten mit eingerechnet. Je älter euer Kind ist, desto stärker kann die empfohlene Menge variieren. Ist euer Kind zum Beispiel in einem Sportverein, im Sommer laufend in der Natur oder tobt generell sehr viel, wird es auch mehr Flüssigkeit benötigen. Ist euer Kind fiebrig oder hat es Durchfall, gilt natürlich immer die Devise: viel trinken!

Welche Getränke sind geeignet?

Die meisten von euch werden sich die Frage bereits selbst beantworten können. Wasser und (ungesüßte) Kräutertees eignen sich hervorragend. Bei Pfefferminztee solltet ihr vorsichtig sein, da dieser Menthol enthält. Kauft am besten nur Bio-Tees, da sie ansonsten zahlreiche ungesunde Spritzmittel enthalten können. Je früher ihr eure Kleinen an Säfte, Limos und Co. gewöhnt, desto eher werden sie die unbedenklichen Getränke auch verschmähen. Und so schwer es euch auch fällt, geht als gutes Beispiel voran und trinkt vor euren Kindern im besten Falle die gleichen Getränke, die ihr ihnen anbietet. Dann entsteht auch keine Neugier oder Neid. Soll es doch mal Wasser mit Geschmack sein, mischt den Fruchtsaft im Verhältnis 1:3 mit Wasser. Damit haltet ihr den Fruchtzucker und die Säure sehr gering und der Durst wird noch besser gelöscht. Zudem werden dadurch auch die Milchzähne nicht zu sehr strapaziert. Hat euer Kleines Durchfall, verzichtet auf Früchtetees und Säfte, da sie den Darm nur noch mehr reizen und zusätzlich für einen wunden Popo verantwortlich sein können.

Wenn Kinder nicht trinken wollen

Wenn euer Kind hin und wieder zu seinen Beikostmahlzeiten nicht trinken will, müsst ihr euch noch keine Sorgen machen. Ist eine Erkrankung mit im Spiel und euer Kind möchte partout nicht trinken, besprecht weitere Schritte mit eurem Kinderarzt. Setzt euren kranken Hasen auf keinen Fall unter Druck oder schimpft mit ihm. Auch wenn ihr es aus Sorge macht, wird es euer Kind nicht als solche verstehen, sondern das Trinken als Zwang empfinden. Versucht es mit viel Geduld, leisem Zureden und trinkt in seiner Gegenwart regelmäßig (und ohne es zu groß zu thematisieren) selbst ein Glas Wasser oder Tee. Je kleiner ein Kind ist, umso besser könnt ihr kontrollieren, ob es genügend getrunken hat. Dennoch können vor allem in den Sommermonaten, im Urlaub oder bei Krankheiten Unsicherheiten entstehen und ihr fragt euch, ob euer Kleines wirklich genug Flüssigkeit zu sich genommen hat.

Anzeichen einer Dehydrierung

Achtet darauf, wie häufig ihr am jeweiligen Tag die Windel wechseln musstet. War diese ausreichend nass und ist der Urin eher geruchslos und hell, müsst ihr euch keine Sorgen machen. Einen Kinderarzt solltet ihr aber zur Sicherheit dann aufsuchen, wenn euer Kind trockene Lippen hat, über Schwindel klagt oder beim Weinen keine Tränchen mehr fließen. In diesen Fällen bringen Infusionen oder Elektrolytlösungen meist schnelle Besserung.

Titelbild: © Aliaksei Lasevich

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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