Schwangerschaft Vorsorgeuntersuchungen

Mit sanften Methoden die Beckenendlage verhindern

Beckenendlage verhindern
Saskia
Geschrieben von Saskia

Euer Baby ganz sanft überlisten.

Bevor ihr euer Baby durch einen (Not-)Kaiserschnitt oder in vaginaler Steißlage auf die Welt bringen müsst, habt ihr eine Vielzahl an sanften Möglichkeiten, um bis ungefähr zur 36. Schwangerschaftswoche eine Beckenendlage verhindern zu können. Kein einfaches Unterfangen, aber bevor ihr eine “äußere Wendung” in Betracht zieht, solltet ihr euch von einer Hebamme eures Vertrauens oder eurem Frauenarzt hilfreiche Tipps geben lassen, die euren Knirps vielleicht schon ganz mühelos überlisten.


Auch unsere Gastbloggerin Fran musste sich bei ihrer Tochter Olivia mehr oder weniger Sorgen machen, dass die kleine Maus sich in der Beckenendlage zu wohl fühlt und hat von ihren Erfahrungen berichtet. Schlussendlich entschied sich die werdende Mama für die “äußere Wendung“. Kurz bevor es losgehen sollte, wendete sich das Blatt allerdings wie von Zauberhand. Hier könnt ihr noch mal alles nachlesen.

Beckenendlage verhindern

Zuvor holte sich Fran allerdings auch noch bei einer erfahrenen Osteopathin hilfreiche Tipps und die Hebamme riet ihr, häufig schwimmen zu gehen, unter Wasser Saltos zu machen und häufiger mal die Hüften auf einem Gymnastikball kreisen zu lassen. Ganz gewiss war einer (oder gar alle) dieser Tipps sehr beliebt bei der kleinen Olive 🙂

Ich bin überzeugt, dass der Besuch bei der Osteopathin geholfen hat! Ein oder zwei Tage nachdem die Blockade im Becken gelöst wurde, war sie in Schädellage.

Hier sind weitere Tipps

Akupunktur
Durch das Stechen der Meridianpunkte, die für die Gebärmutter und das kleine Becken zuständig sind, soll euer Baby den Impuls bekommen, sich zu drehen. Allerdings müsst ihr dabei vorsichtig sein, da diese Vorgehensweise nicht von allen werdenden Müttern vertragen wird.

Haptonomie
Was sanfte Berührungen bewirken können, wird euch bei dieser Möglichkeit bewusst. Nehmt über eure Hände und euren Bauch Kontakt zu eurem Baby auf. Durch gleiche und regelmäßige Bewegungen (siehe Titelbild) schmiegt sich euer Kleines quasi in eure Handflächen und folgt vielleicht sogar euren Versuchen, es mit den Händen zu einer Drehung zu “überlisten”.

Akupressur
In Tönnchenstellung und durch das Massieren des Meridianpunktes an eurem kleinen Zeh kann sich euer Baby möglicherweise auch zu einer Drehung beflügeln lassen. Bei der Tönnchenstellung geht ihr in einen tiefen Vierfüßlerstand, legt euren Kopf entspannt auf die Arme und eure Gebärmutter kann sich weiten. Somit bekommt euer Wurm genügend Raum, um sich zu drehen und wird dazu angeregt, seine Lage doch noch mal zu ändern.

Lichtstrahl
Auch Lichtreize können euer Kind zu einer Drehung bringen. Führt euren Winzling mit dem intensiven Strahl einer Taschenlampe in die optimale Geburtsposition. Intensiv deshalb, weil sich das Licht erstmal den Weg durch die Muskelschichten eurer Gebärmutter und das Fruchtwasser bahnen muss.

Moxibustion
Hier kommt definitiv eure Hebamme (oder der erfahrene, werdende Vater) mit ins Spiel 🙂 Mit einer brennenden Zigarre, die aus Beifußblättern gedreht wurde, wird durch die Wärme euer Meridianpunkt am kleinen Zeh stimuliert. In jedem Fall sollte der/die Helfer/in hellwach dabei sein 😉

Klangkugel
Dass euer Stimme und Musik euer Baby bereits im Bauch beeinflussen kann, wisst ihr sicher schon. Auch eine Klangkugel kann wahre Wunder bewirken. Rollt die Kugel mehrmals über euren Bauch. Und zwar von der Richtung des Köpfchens in die Richtung, in die sich euer Baby drehen soll (also zum Schambein hin). Oder ihr hängt sie euch als Kette um den Hals und lasst sie genau da hängen, wo das Köpfchen hinwandern soll.

Reise in die Gebärmutter
Hier ist vor allem das Vertrauen in euer Unterbewusstsein und eure Fantasie gefragt. Begebt euch unter Anwesenheit eurer Hebamme ganz entspannt auf eine gedankliche Reise in eure Gebärmutter und fragt euer Kleines, wie es ihm geht und warum es bisher keine Lust hatte, sich zu drehen. Somit könnt ihr euch auf euer Kind und vor allem auf eure unterbewussten Wünsche und möglichen Ängste konzentrieren, die ihr mit der Hebamme besprechen könnt. Dies kann mögliche Blockaden in euch lösen und euren Schatz vielleicht auch in die richtige Geburtsposition bewegen und damit die Beckenendlage verhindern zu können.

Titelbild: © haveseen – Fotolia.com

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von alldem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

2 Kommentare

  • Manchmal hat es auch Organische Gründe wenn sich das Kind nicht dreht! In meinem Fall hatte meine Tochter nur eine 5 cm lange Nabelschnur! Aufgrunddessen konnte sie sich nicht drehen! Nachdem meine Hebamme mich gemoxt hatte ging es mir und dem Baby total schlecht! Wehen haben sich ständig eingeleitet und meine Tochter hing auf meinem Harnleiter fest! FOLGE: Nierenstau! Dieser entzündete sich schließlich! Nicht immer ist es in unserer Macht, Dinge zu bewegen! Manches sollte man einfach auch mal natürlich laufen lassen! Der Kaiserschnitt war im Übrigen weder für mich als noch für meine Tochter schlimm.

    • Liebe Simone, danke für deinen Kommentar. Organische Gründe haben wir tatsächlich erstmal ausgeklammert und werden diese gerne noch mal gesondert aufgreifen. Natürlich hast du vollkommen Recht! Ein Kaiserschnitt ist grundlegend nichts Schlimmes. Allerdings spricht dennoch nichts dagegen, wenn sich eine werdende Mama eine natürliche Geburt wünscht. Jeder Körper reagiert eh auf alle äußerlichen und innerlichen Eingriffe unterschiedlich und Komplikationen können immer und überall auftreten. In deinem Fall war der Kaiserschnitt also die beste und aufgrund der kurzen Nabelschnur die einzige richtige Lösung. Jede Mutter sollte dabei sicherlich in erster Linie auf ihr Bauchgefühl hören und sich für einen individuellen Weg entscheiden. Vor allem sollte man sich von niemandem (egal ob Hebamme, Arzt oder Familie) zu einem Entschluss, beziehungsweise einer speziellen Methode (sofern es gesundheitlich vertretbar ist), drängen lassen. Ich hoffe, dass deine Entzündung wieder schnell abgeklungen ist und danke dir nochmals für deine ehrlichen Worte. Mit herzlichen Grüßen, Saskia 🙂

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