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Wenn Kinder Kinder kriegen

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Viele Mädchen und sehr junge Frauen werden jedes Jahr schwanger. Während es noch in den 1990er-Jahren einen deutlichen Anstieg der Geburten bei Minderjährigen und unter 20-jährigen gab, ist die Geburtenrate in den letzten Jahren zurückgegangen. Warum sich trotzdem so viele Mädchen für ein Baby entscheiden und mit welchen Problemen die jungen Mütter zu kämpfen haben.


Rund 7.000 Babys jährlich wurden noch vor ein paar Jahren in Deutschland von Teenie-Müttern zur Welt gebracht. Diese Zahl ist in den letzten Jahren allerdings stetig zurück gegangen. Besonders häufig sind 15-17 jährige Mädchen von einer Schwangerschaft im Teenie-Alter betroffen, denn knapp 3 Prozent der Mädchen in diesem Alter werden in Deutschland schwanger.

Warum werden so viele Minderjährige heutzutage noch schwanger, in Zeiten der Aufklärung und der allgegenwärtigen Verhütungsmethoden? Viele der extrem jungen Mädchen haben häufig keine Kenntnis über die unterschiedlichsten Möglichkeiten und verhüten deswegen nachlässig oder gar nicht. Auch das Wissen über den eigenen Körper ist in diesem Alter noch sehr begrenzt, nur wenige wissen beispielsweise, wann sie ihre fruchtbaren Tage haben. Auch die Periode kommt bei ihnen noch unregelmäßig. Und die „Pille danach“ kennen nur knapp 50% der jungen Mädchen.

Darüber hinaus spielen insbesondere die familiären und sozialen Gegebenheiten eine große Rolle, in denen die Mädchen aufwachsen, ebenso wie der Bildungsgrad. Oft kommen jungen Mütter kommen aus zerrütteten Familien, wo sie selten Unterstützung erfahren. Diese Mädchen haben oft keine Lust mehr zur Schule zu gehen und sehen sich einer Zukunft ohne Job gegenüber. Deswegen erhoffen sie sich nicht selten vom Muttersein einen neuen Sinn in ihrem Leben zu bekommen, etwas worauf sie stolz sein können. Auch die Wunschvorstellung sich eine eigene kleine Familie und damit auch ein Stück „heile Welt“ zu erschaffen verleitet viele Mädchen in der Situation das Kind zu behalten. Dass das Aufziehen eines Kindes aber ohne Ausbildung, Job und Geld aber auch ohne Unterstützung von Außen extrem schwierig werden wird, ist ihnen zu diesem Zeitpunkt selten bewusst.

Neben den Schwierigkeiten, die vor allem häufig im finanziellen und schulischen bzw. beruflichen Bereich auftreten, gibt es aber auch gesundheitliche Risiken, die für das Neugeborene entstehen können. Denn Schwangere im Alter von 14 – 17 Jahren haben ein deutlich erhöhtes Risiko einer Frühgeburt, außerdem bringen sie viel häufiger untergewichtige Babys zur Welt als Erwachsene Frauen. Laut einer aktuellen britischen Studie liegt das Frühgeburtenrisiko der unter 18 jährigen Mütter bei 21% beim ersten Kind und sogar bei gravierenden 93% beim zweiten. Die Ursache dafür ist zwar noch nicht gänzlich aufgedeckt, allerdings vermuten Ärzte und Forscher, dass dieses Risiko durch die biologische Unreife der Teenager hervorgerufen wird. Aus diesem Grund ist eine medizinische Schwangerschaftsfürsorge sowie eine Gesundheitserziehung bei jungen schwangeren Mädchen überaus wichtig. So können weitere Schwangerschaften im Teenie-Alter und somit gesundheitliche Probleme für Mutter und Kind vermieden werden.

Titelbild: © st-fotograf – Fotolia.com

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2 Kommentare

  • Also Hallo erst mal ich bin auch früh Mutter geworden und das war mit 18 ich habe keine probleme und meine Tochter ist 16 Monate
    Ich hätte nie damals gedacht das ich das schaffe abba es klappt und ich bin stolz Mutter zu sein jedes mal kriegt Mann zu hören teeny Mütter haben es schwer stimmt nicht ich kenne viele Mütter die so alt sind odda jünger und die schaffen das auch heut wird Mann nicht mehr so alt Mutter alles ändert sich. ..und ich habe Hilfe viele andere Mütter auch. .immer diese Vorurteile. Studien und und und. ..LG natascha

    • Hallo Natascha,

      Vielen Dank für deinen Kommentar! Uns freut es sehr, dass du gute Erfahrungen mit einer frühen Schwangerschaft gemacht hast – das geht leider nicht allen so. Wie schön, dass du dich unterstützt fühlst und der Situation gewachsen bist!

      Liebe Grüße,
      Susanne aus der Ma-Gazin Redaktion

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