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Wenn das Kind Medikamente verweigert: Probiert diese 6 Tipps!

Kind verweigert Medikamente
Helena
Geschrieben von Helena

Säfte, Zäpfchen und Tropfen? Ab jetzt ein Klacks!

Wenn Kinder krank und Medikamente unausweichlich sind, geraten Eltern schon mal an den Rand des Wahnsinns. Gerade bei Säften, Zäpfchen und Augentropfen wehren sich Kinder manchmal mit Händen, Füßen und großem Geschrei gegen die „bittere Medizin“. Wir geben euch einige Tipps, damit euer Kind Medikamente nicht mehr verweigert und ihr eure Nerven behaltet.


Mal ehrlich: Habt ihr als Kleinkind oder Grundschulkind ohne Theater Medikamente genommen? Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, fallen mir gleich vier Horrorszenarien ein: Augentropfen, Zäpfchen, Säfte und Salben, die riechen.

Für Eltern ist solch ein „Kampf“ sicher genauso stressig wie für das Kind. Und je häufiger das Kind ein Medikament verweigert, desto stärker prägt es sich dieses Szenario ein und desto größer werden Angst und Aufstand. Mit den folgenden Tipps könnt ihr euch und eurem Kind die Situation erleichtern.

Das hier sind übrigens die häufigsten Kinderkrankheiten, durch die die meisten Kinder und Eltern durchmüssen. Hier findet ihr außerdem Tipps gegen Erkältungen.

Euer Kind verweigert Medikamente? Probiert diese 6 Tipps!

1. Tropfen und Säfte hinter die Backenzähne spritzen

Verweigert euer Kind Tropfen und Säfte, gebt ihm diese nicht auf einem Löffel. Dadurch verteilt sich der Geschmack im gesamten Mund. Verwendet stattdessen eine Spritze oder Pipette (aus Kunststoff – nicht aus Glas!) und spritzt eurem Kind die Medizin hinter die Backenzähne. Dadurch gelangt der Geschmack gar nicht erst zu den Geschmacksnerven und es schluckt die Tropfen oder den Saft sofort herunter.

2. Augentropfen ins geschlossene Auge

Auch Erwachsene kennen diesen Reflex: Man schaut nach oben und während man die Tropfen ins Auge träufeln möchte, schließt sich das Auge automatisch wieder. Dieses Problem könnt ihr ganz einfach umgehen. Bittet eure Kinder, sich hinzulegen und die Augen zu schließen. Gebt die Augentropfen dann in den Augenwinkel und zieht einfach das Unterlid herunter. Durch das Blinzeln verteilen sich die Tropfen über den Bindehautsack ganz von selbst. Achtet aber darauf, ob die Flüssigkeit auch wirklich im Auge geblieben ist.

3. Zäpfchen müssen flutschen

Wärmt zuerst eure Hände und das Zäpfchen leicht an und schmiert es ein wenig mit Vaseline oder Babycreme ein. Legt euer Kind auf den Rücken und winkelt seine Beine etwas an. Meist kneifen Kinder dann die Pobacken zusammen und nix geht mehr. Das könnt ihr verhindern, indem ihr euer Kind bittet, leicht dagegen zu drücken. Also quasi wie beim Stuhlgang – allerdings nur leicht! Und schon flutscht das Zäpfchen …

4. Ohrentropfen anwärmen

Zwar sollten Medikamente nicht zu warm gelagert werden, sind Tropfen allerdings zu kalt, kann das Kinder erschrecken. Wärmt die Flasche also am besten kurz an, bevor ihr die Tropfen ins Ohr träufelt. Besprecht den Tipp zur Sicherheit noch mal mit eurem Arzt. Er kann euch noch mal ganz genau sagen, wie warm die jeweiligen Tropfen werden dürfen, damit sie wirken.

5. Ruhig, bestimmt und ohne Gewalt!

Wichtig ist, dass ihr ruhig, aber ohne Diskussionen eurem Kind das Medikament gebt. Seid entschlossen, aber droht eurem Kind keine Gewalt an, wenn es das Medikament nicht nimmt. Es ist ebenfalls nicht hilfreich, eurem Kind Angst zu machen, indem ihr ihm sagt, dass es noch kränker wird, wenn es die Medizin nicht nimmt. Lässt sich euer Kind gar nicht überzeugen, besprecht die Problematik noch mal mit eurem Kinderarzt. Dieser hat häufig richtig gute Tricks auf Lager, um Kinder gekonnt abzulenken.

6. Medikamente bei älteren Kindern

Ist euer Kind schon älter, könnt ihr ihm erklären, wieso es die Medizin benötigt und ihn fragen, ob es ihm beispielsweise leichter fällt, diese zu nehmen, wenn andere Personen bei der Medikamenteneinnahme behilflich sind. Es will keine Hilfe? Dann traut ihm zu, dass es die Augentropfen, den Saft oder das Zäpfchen selbstständig einnimmt. In manchen Fällen kann der Saft auch schon durch Tabletten ersetzt werden. Diese lassen sich ja meist problemlos dosieren. Das müsst ihr dann individuell mit dem Kinderarzt entscheiden.

Titelbild: © Anke Thomass

Über den Autor

Helena

Helena

Ganz egal, ob wir selbst Eltern sind oder nicht - Kinder sind das Wertvollste, das uns das Leben bescheren kann. Und genau so möchte ich und sollten wir alle sie behandeln. Als gutes Vorbild vorangehen, ihnen Liebe und Aufmerksamkeit schenken und genug Raum zur freien Entfaltung geben. Das klingt nach einem schwierigen Unterfangen? Keine Sorge! Alle Einzelheiten klären wir schließlich auf ma-gazin.de! :)

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