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Unerfüllter Kinderwunsch: Glücklich ohne leibliche Kinder

unerfüllter Kinderwunsch
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Viele zehntausende Frauen und Männer in Deutschland sind trotz Kinderwunsch ohne Nachwuchs. Doch ein bislang unerfüllter Kinderwunsch muss nicht bedeuten, dass euch ein ‘eigenes’ Kind verwehrt bleibt. Man kann ein Pflegekind zu sich nehmen oder sich für eine Adoption entscheiden. Die wichtigsten Fakten und Unterschiede haben wir für euch zusammengefasst.  


Unerfüllter Kinderwunsch

Experten und Ärzte empfehlen ja immer, dass man mit dem Thema Kinderwunsch nicht zu verkrampft umgehen sollte, denn der psychische Druck, den sich die Paare dabei machen, kann schnell dazu führen, dass ihre Beziehung leidet. Doch was, wenn es einfach nicht klappen will? Was, wenn auch mit Hilfe der künstlichen Befruchtung – welche für viele Frauen und Männer der letzte Anlaufpunkt ist – keine Schwangerschaft eintritt?

Natürlich ist es schwer zu akzeptieren, dass ein unerfüllter Kinderwunsch aus gesundheitlicher Sicht oft nicht zu ändern ist. Manchmal geht der Schmerz des Verlustes nie vorüber. Doch diese Paare müssen nicht den Rest ihres Lebens kinderlos bleiben. Einem Pflegekind oder Adoptivkind ein neues Zuhause zu schenken, kann eine ernsthafte Alternative sein und macht gleich mehrere Menschen glücklich.
Der größte Unterschied zwischen diesen beiden Formen ist, dass ein adoptiertes Kind rechtlich das Kind der Adoptiveltern ist und ihnen auch das alleinige Sorgerecht wie die Unterhaltspflicht zugesprochen ist. Bei Pflegekindern liegt die elterliche Sorge jedoch grundsätzlich bei den leiblichen Eltern, nur die Entscheidungsbefugnis in Angelegenheiten des täglichen Lebens liegt bei den Pflegeeltern.

Weil eine komplette Übersicht der Unterschiede zwischen Adoption und Pflegekindaufnahme eindeutig den Rahmen sprengen würde, haben wir für euch einen kleinen Einstieg die „Vor- und Nachteile“ der beiden Optionen zusammengefasst:

Adoption

  • Bei einer Adoption habt ihr alle Rechten und Pflichten gegenüber dem Kind übernommen. Ihr trefft also wichtige Entscheidungen selbst. Anders bei Pflegekindern, denn hier müsst ihr euch mit den leiblichen Eltern abstimmen.
  • Ein Adoptivkind wird ein Teil der Familie – ein Leben lang und es wird den gleichen Nachnamen tragen wie ihr, während die Aufnahme eines Pflegekindes auf eine bestimmte Zeit begrenzt ist. Es kann sogar sein, dass ihr euch wieder von ihm trennen müsst, falls die leiblichen Eltern doch wieder dazu entscheiden sollten, ihr Kind bei sich haben zu wollen.
  • Ihr seid dann richte Eltern, habt also auch Anspruch auch Elterngeld und Elternzeit, genauso wie bei einem leiblichen Kind. Elterngeld bekommt ihr zwar nicht, wenn ihr euch für ein Pflegekind entscheidet, aber stattdessen Pflegegeld.
  • Weil ein adoptiertes Kind eben genau dieselben Rechte hat wie ein leibliches, steht es in der gesetzlichen Erbfolge an erster Stelle und wäre somit für den Fall der Fälle auch abgesichert. Falls ihr eurem Pflegekind etwas hinterlassen wollt, müsst ihr dies unbedingt im Testament festhalten, damit es erbberechtigt ist.

Pflegekindaufnahme

  • Viele Frauen und Männer warten Jahre lang auf eine erfolgreiche Adoptionsvermittlung, weil sich nicht selten mehrere Paare für ein Adoptivkind bewerben. Außerdem sind eure Chancen auf die Vermittlung von einem Pflegekind deutlich höher, weil hier die Kriterien nicht ganz so streng geregelt sind.
  • Wollt ihr ein Kind adoptieren, wird jeder Kleinigkeit in eurem Privatleben auf den Grund gegangen, was sehr anstrengend und stressig sein kann.
  • Wenn ihr euch dafür entscheidet, ein Pflegekind in eure Familie aufzunehmen, dann werdet ihr dafür finanziell unterstützt. Diese Hilfe steht euch bei einer Adoption nicht zu.

Wie ihr seht, gibt es verschiedene Punkte zu beachten, wenn ihr ein Kind in eure Familie aufnehmen und ihm ein neues Zuhause geben möchtet. Doch das wichtigste ist, wie auch immer ihr euch entscheidet, schenkt dem Kind Liebe, Verständnis und Geborgenheit.

Titelbild: © Halfpoint

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