Eltern Ernährung

Stillphase – Dos and Don’ts für Mamas

Saskia
Geschrieben von Saskia

Das solltet ihr in der Stillphase beachten:

Ist euer Baby auf der Welt, gebt ihr alles, damit es ihm an nichts fehlt – und da Muttermilch unglaublich gesund ist und ihr gerne stillen wollt, werdet ihr damit besonders in den ersten Monaten viel Zeit verbringen. Damit ihr wisst, worauf ihr während der Stillphase achten solltet, haben wir die wichtigsten Fakten zusammengetragen und entkräften auch das eine oder andere No-Go, wenn es um den Verzicht bestimmter Lebensmittel geht.


Mehr Kalorien?

Das ist natürlich zuerst einmal davon abhängig, wieviele Kalorien ihr ansonsten zu euch nehmt. Bewegt ihr euch gerade mal bei der Mindestmenge, solltet ihr während des Stillens auch mehr Kalorien zu euch nehmen. Ungefähr 500 Kalorien verbraucht ihr nämlich alleine durch eure „Fütterungszeiten“ (und das sind rund 780 ml Muttermilch).

Kein Heilfasten!

Sofern der Körper auf alte Fettreserven (anstatt auf das Schwangerschaftsfett) zurückgreifen muss, verändert sich auch eure Milch. In alten Fettreserven verbergen sich nämlich Schadstoffe, die ihr auch an euer Kind weitergebt. Achtet also darauf, nicht unter euer Ausgangsgewicht vor der Schwangerschaft zu fallen und versucht, immer einen schnellen Snack griffbereit zu haben. Zu schnell braucht ihr euch im Normalfall allerdings keine Sorgen machen, denn in der Regel habt ihr ja ein kleines Polster durch die Schwangerschaft aufgebaut und das Stillen ist euch somit auch ein klein wenig beim Abnehmen behilflich.

Koffein, saures Obst und Co.

Verbotene Lebensmittel gibt es während des Stillens NICHT! Allgemein ist zu sagen, dass ihr quasi gemeinsam mit eurem Baby herausfinden müsst, was euch beiden bekommt und was eher nicht. Gerade bei Hülsenfrüchten, Zwiebeln, Kohl, grobem Getreide, saurem Obst und Kaffee (und anderen koffeinhaltigen Getränken) KANN es passieren, dass es eurem Baby und seiner Verdauung nicht bekommt oder es wund davon wird. Allerdings müsst ihr nicht gleich auf alles verzichten. Probiert es einfach in Maßen und am besten nicht erst abends, sondern gegen Mittag aus. Ansonsten habt ihr möglicherweise beide eine unruhige Nacht.

Sport ist erlaubt!

Neben den angeblich verbotenen Lebensmitteln hält sich ein weiteres Ammenmärchen immer noch recht hartnäckig. Sport führe angeblich dazu, dass die Milch sauer würde. Das stimmt so nicht. Sofern ihr langsam wieder mit dem Sport beginnt und diesen regelmäßig ausübt, verändert sich der Geschmack nur ganz minimal. Also keine Sorge und viel Freude beim Trainieren. 🙂

Viel Trinken

Wenn ihr regelmäßig stillt, werdet ihr selbst merken, dass ihr durstiger seid, als sonst. Gerade während dieser Phase gilt mal wieder die goldene Regel, mindestens zwei Liter Wasser und ungesüßten Kräuter- oder Früchtetee pro Tag zu trinken. Achtet dabei jedoch auf die Sorten. Pfefferminze und Salbei lassen den Milchfluss zurückgehen; Fenchel-Anis-Kümmel-Mischungen dagegen fördern die Milchbildung. Wie bereits erwähnt, könnt ihr 2-3 Tassen Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke pro Tag zu euch nehmen, sofern es eurem Kind bekommt. Ausreichendes Trinken führt allerdings dennoch nicht zu einer besseren oder schlechteren Milch, sondern wirkt sich ‚lediglich‘ auf euer Wohlbefinden aus.

Die absoluten No-Gos

Natürlich wisst ihr längst, dass ihr nicht nur während der Schwangerschaft auf einiges verzichten müsst, sondern auch während der Stillphase. Es ist nichts Neues, dass Nikotin und andere Suchtmittel ein absolutes No-Go sind und neben der Gesundheit eures Babys auch eure gefährden. Auch Alkohol gehört dazu und selbst wenn Ärzte mittlerweile sagen, dass mal hin und wieder ein Glas Wein, Sekt oder Bier nicht schädlich seien, sprecht dies IMMER mit eurem Arzt ab und macht euch bewusst, dass es nicht unbedingt ein schmerzlicher Verlust ist, wenn ihr damit erst wieder beginnt, wenn ihr euer Kind abgestillt habt. Gleiches gilt für die Einnahme von Medikamenten. Sofern ihr stillt, solltet ihr alle Medikamente, die ihr selbst einnehmt, von einem Arzt absegnen lassen.

Ihr würdet gerne stillen, aber ihr habt körperliche Beschwerden? Dann hilft euch vielleicht unser Beitrag über Brustentzündungen. Euer Baby möchte sich nicht anlegen lassen? Dann findet ihr hier vielleicht den passenden Tipp. Ihr sucht noch nach der perfekten Stillposition? Dann schaut hier vorbei.

Bild: © Karin & Uwe Annas – Fotolia.com

 

Über den Autor

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Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von alldem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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