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Spielend lernen: Pädagogisches Spielzeug

pädagogisches Spielzeug
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Wusstet ihr, dass Spielzeug eben nicht gleich Spielzeug ist? Vor allem für die ganz Kleinen ist Spielen nicht nur ein Zeitvertreib, sondern auch gleichzeitig Lernen. Deswegen ist es wichtig nicht nur auf die Materialien zu achten, sondern auch auf den Mehrwert, den sie euren Kindern bieten. Außerdem muss Spielzeug nicht unbedingt teuer im Laden gekauft werden. Viele Alltagsgegenstände eignen sich bereits als pädagogisches Spielzeug. 


Als Allererstes: Spielsachen haben einen direkten Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns und essenzielle Fähigkeiten – um zum Beispiel später besser lernen zu können. Besonders pädagogisches Spielzeug, welches je nach Altersgruppe unterschiedliche Fähigkeiten und deren Entwicklung fördern soll, kann einen starken positiven Effekt auf die Hand- und Augenkoordination sowie den Gleichgewichtssinn und musikalisches Empfinden haben.

Pädagogisches Spielzeug

Form, Farbe, Klang, Geschmack –  Die Sinne einbeziehen

Kleinkinder haben ein schnell wachsendes Auffassungsvermögen, deswegen eignen sich Spielsachen, die das Verständnis von Form, Farbe, Oberflächenbeschaffenheit aber auch Klang und Geschmack herausfordern und dadurch der Entwicklung der Sinne guttun. Je vielfältiger und unterschiedlicher die Spielsachen sind, die ihr euren Kindern gebt, desto interessanter sind diese. Zu überladen ist dabei allerdings genauso ungünstig wie zu trist.

Dabei gibt es natürlich für jede Altersgruppe verschiedene Spielzeuge, die besonders beliebt sind. Babys sind zum Beispiel von allem fasziniert, was Geräusche macht, wie Rassel, Bälle mit Glöckchen drin oder quietschende Puppen und Teddybären. Ihr könnt solche Spielzeuge aber auch ganz einfach selbst herstellen, indem ihr eine 0,5l PET-Flasche nehmt (bitte das Etikett abmachen), diese mit kleinen Steinchen oder Deko-Sand füllt und ganz fest zuschraubt (wohlmöglich noch den Deckel abkleben, damit wirklich nichts pasieren kann).

Für Kleinkinder, die sich krabbelnd oder schon laufend fortbewegen können, bieten sich vor allem Spielzeuge an, die das Erkennen von Formen und Farben fördern. Das kann folgendes sein: Formen-Sortiere und einfache Puzzles mit großen Teilen, andererseits oder auch große Lego-Steine und andere Spiele zum Zusammenstecken und –schrauben, denn das unterstützt zusätzlich die Entwicklung der Kreativität. Auch Knete ist hierfür super. Insbesondere neutrale Teile, die sich immer wieder anders zusammenbauen lassen, sind geeignet, weil der Fantasie und Spielfreude hier keine Grenzen gesetzt werden. Im Gegensatz zu Spielsachen, die nur eine ganz bestimmte Verwendung vorgeben oder die Kinder zum passivem Zuschauer machen (Aufziehautos).

Je älter eure Kleinen werden, desto wichtiger wird auch die Förderung von Erinnerung, Sprach-Fähigkeit, sowie Zählen und erstes Erkennen von Buchstaben immer wichtiger. Hierfür gibt es auch eine Vielzahl an pädagogischem Spielzeug – unter anderem einfache Alphabet-Puzzles oder Brettspiele.

Individuell reagieren

Um euren Kindern einen echten Mehrwert zu bieten und sie nicht zu überfordern, werdet zum Beobachter während die Kleinen spielen – womit beschäftigen sie sich am liebsten? Was können sie besonders gut oder wo sind noch Schwierigkeiten? Und vor allem: welche Interessen haben sie?

Natürlich macht ungezwungenes Spielen am meisten Spaß und so lernen eure Kleinen am einfachsten neue Dinge und entwickeln ihre Fähigkeiten am besten. Spielt zusammen mit euren Kindern! Auf diese Weise wird nicht nur eure Beziehung zueinander gestärkt, sondern auch eine positive Einstellung zum Lernen und Üben aufgebaut.

Titelbild: © olesiabilkei – Fotolia.com

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