Pflege & Beauty Schwangerschaft

Sonnenschutz in der Schwangerschaft

Sonnenschutz Schwangerschaft
Saskia
Geschrieben von Saskia

Keine Chemie!

Im Sommer schwanger zu sein, hat viele Vorteile. Eure Laune ist besser und ihr fühlt euch ausgeglichener, ihr seid seltener erkältet und ihr könnt luftige und leichte Kleidung tragen. Worauf ihr allerdings noch stärker als sonst achten solltet – auf ausreichenden Sonnenschutz in der Schwangerschaft!


Hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft sorgen dafür, dass eure Haut noch sensibler als sonst auf UV-Strahlen reagiert. Um euch vor der Sonne zu schützen, bildet euer Körper vermehrt Pigmente – auch Melanine genannt. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn ihr euren Bauch bräunen möchtet. Je größer euer Bauch ist, umso dünner ist dort auch die Haut und ihr bekommt noch schneller einen Sonnenbrand als sonst. Außerdem neigen Schwangere häufig zur sogenannten Hyperpigmentierung. Das bedeutet, dass vorhandene Sommersprossen, Pigmentflecken und Muttermale durch Sonneneinstrahlung dunkler werden und dass neue Pigmentstörungen entstehen können.

Linea Nigra

Eine weitere Stelle, die sich an eurem Körper aufgrund von Sonneneinstrahlung verdunkeln kann, ist die Linea Nigra. Diese dunkle Linie bildet sich ebenfalls aufgrund vermehrter Pigmente ab ungefähr der 15. SSW mittig vom Nabel bis zum Schambein. Je dunkler eure Haare sind, umso dunkler ist übrigens meist auch diese Linie.

Ob ihr Sommersprossen und Pigmentflecken als störend empfindet, ist natürlich Geschmackssache. Schädlich sind sie jedenfalls nicht! Zudem verschwinden die Flecken sowie die Linea Nigra nach der Schwangerschaft wieder.

Welche Sonnencreme ist in der Schwangerschaft sinnvoll?

Achtet bei der Sonnencreme auf einen besonders hohen Lichtschutzfaktor (LSF). Verzichtet dabei am besten auf chemische Filter, da diese die UV-Strahlen in Wärme umwandeln und sich eure Haut stärker aufheizt. Zudem werden Konservierungsmittel und Duftstoffe über den Blutkreislauf direkt an euer Baby weitergegeben. Wählt stattdessen eine hypoallergene Creme mit physikalischem beziehungsweise mineralischem UV-Filter wie Zinkoxid und Titandioxid. Diese legt sich schützend auf eure Haut, reflektiert die UV-Strahlen und verhindert somit das Eindringen in die Haut.

Zusätzlicher Sonnenschutz in der Schwangerschaft

Euch zu bräunen bedeutet, dass ihr euch starker Hitze aussetzt. Damit es nicht zu Kreislaufproblemen kommt, solltet ihr euch daher – wenn überhaupt – nur am Morgen oder am Abend in die Sonne legen. Tragt luftige aber nicht zu knappe Kleidung und schützt euch mit einem Sonnenhut oder einer Cappy. Achtet außerdem darauf, täglich zwischen zwei und drei Liter Wasser zu trinken.

Falls ihr euch im ersten Trimester eurer Schwangerschaft befindet, solltet ihr euch noch stärker von der Sonne fernhalten. Die UV-Strahlen sorgen nämlich dafür, dass euer Körper Folsäure vermehrt abbaut. Diese ist im ersten Drittel der Schwangerschaft besonders wichtig.

In unserem Beitrag Schwanger im Sommer findet ihr weitere wichtige Tipps, um die warmen Monate mit Babybauch genießen zu können. 🙂

Titelbild: © _chupacabra_

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von alldem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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