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Facebook ist Elternsache

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Lasst eure Kids im Umgang mit Facebook und Co. nicht allein!

Kinder sind unachtsam und besonders unkritisch im Umgang mit sozialen Netzwerken. Einige Klicks und das aktuelle Foto sowie der genaue Standort landen auf Facebook – zu oft ohne das Wissen der Eltern.


Facebook-Nutzer werden immer jünger

Offiziell ist Facebook erst für Kinder ab 13 Jahren erlaubt, doch die Überprüfung des tatsächlichen Alters findet nur sehr oberflächlich statt. Kinder können einfach ein anderes Geburtsjahr angeben und sich sofort Zugang zum sozialen Netzwerk verschaffen. In den USA sind 7,5 Millionen Facebook-Nutzer unter 13 Jahre alt. Dabei halten Experten die Altersgrenze aber für wirklich sinnvoll, denn Kinder gehen oft zu unbedarft mit ihren privaten Daten um.

Einer Studie des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) zufolge nutzen 86 Prozent der deutschen Kinder unter 13 Jahren das Internet. Die sogenannten Digital Natives, also die Generationen, die mit dem Internet aufgewachsen sind, haben einen anderen Bezug dazu als Erwachsene, die in ihrer Kindheit noch gar nicht in Kontakt mit Facebook und Co. kamen. Das Problem ist, dass personenbezogene Daten nicht den schützenswerten Stellenwert haben, den diese Informationen verdienen. Was geliked wird ist wichtig und was nicht, fliegt aus der Timeline – Privatsphäre spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Eine Umfrage der EU-Kommission zufolge wissen 40 Prozent der Elf- und Zwölfjährigen nicht, wie und wo man die Einstellungen der Privatsphäre ändert.

Unterstützung der Eltern ist wichtig

„Genauso wie die Eltern ihren Kindern immer wieder beibringen und sie daran erinnern, wie man sicher die Straße überquert, sollte es eine ebenso wichtige Lektion sein, über Sicherheit im Internet zu sprechen“, so Facebook-Sprecher Andrew Noyes. Die Privatsphäre-Einstellungen für Minderjährige auf Facebook sind sehr achtsam eingestellt und lassen sich bis zum 18. Geburtstag auch nur gering ändern, so sind beispielsweise Postings, die von allen Facebook-Nutzern eingesehen werden können, unmöglich. Trotzdem müssen Kinder und Jugendliche aufklärend an das Thema herangeführt werden.

Pädagogen raten: „So lange Sie ihr Kind nicht allein von München nach Hamburg fahren lassen, ist es auch noch nicht reif, sich alleine im Internet zu bewegen.“ Gute Hilfe für die Aktivitäten im Netz bietet die Aktion SCHAU HIN.

Allgemeine Kinderschutzprogramme für den generellen Umgang mit dem Internet, findet ihr hier.

Titelbild: © djoronimo – Fotolia.com

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