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So wird das Angeln mit Kindern zum Erlebnis!

Angeln Kinder
Saskia
Geschrieben von Saskia

In der Ruhe liegt die Kraft!

Die Sommerferien stehen vor der Tür und was liegt da näher, als euch mit euren Kids in der freien Natur aufzuhalten?! Ihr habt einen Angelschein? Umso besser! Dann kommen hier die wichtigsten Tipps zum Angeln mit Kindern!


Natürlich solltet euren Sprössling nicht dazu zwingen, euch zum Angeln zu begleiten. Viele Kinder reagieren sehr sensibel, wenn es darum geht, ein Lebewesen zu fangen und zu töten oder finden das Angeln einfach nur gähnend langweilig. Haben sie Interesse, tastet euch langsam heran und lasst sie am besten erstmal nur zuschauen und erklärt ihnen Schritt für Schritt, wie man angelt. Und vergesst nicht: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Gebt euren Kindern Zeit, mit der Angel zurecht zu kommen und erwartet nicht, dass sie gleich mucksmäuschenstill sind und die gesamte Zeit ruhig sitzen bleiben.

Ab wann dürfen Kindern angeln?

Selbst wenn ihr einen Angelschein habt, solltet ihr euren Kindern nicht einfach die Angel in die Hand drücken.

Es gelten folgende Richtlinien:

Kinder unter 9 Jahren

Kinder, die noch nicht neun Jahre alt sind, können noch keinen Jugendfischereischein oder Erlaubnisschein erwerben. Daher darf ein Kind bis zu diesem Alter offiziell auch noch keine eigene Angel bei sich führen und auch keinen Fisch abködern oder diesen töten. Allerdings darf es die Angel eines Erwachsenen auswerfen und unter Aufsicht den sogenannten Drill durchführen. Letzteres heißt so viel wie „den Fisch müde machen“. Die erfahrene Aufsichtsperson sollte zudem immer direkt zur Stelle sein und zur Not eingreifen können.

Kinder zwischen 9 und 16 Jahren

Kinder zwischen 9 und 16 Jahre können einen Jugendfischereischein (ohne Fischereiprüfung) erhalten. Dieser gilt allerdings nur in Begleitung eines Erwachsenen, der ebenfalls über einen Fischereischein verfügen muss. Eine Ausnahme gilt dann, wenn der Jugendliche seit mindestens einem Jahr einem Angelverein angehört. Zudem benötigt das Kind/ der Jugendliche einen gültigen Erlaubnisschein.

Ab 14 Jahren kann euer Kind die staatliche Fischereiprüfung ablegen und einen Fischereischein erhalten. Zusammen mit einem gültigen Erlaubnisschein darf er dann ganz offiziell ohne Aufsichtsperson angeln.

Zur Ruhe kommen

Es gibt einige Gründe, weshalb das Angeln mit Kindern förderlich für euch und euren Nachwuchs ist. Ihr seid nämlich nicht nur über einen längeren Zeitraum gemeinsam in der freien Natur, sondern müsst auch lernen, euch im Stillsein zu üben. Außerdem lernt euer Sprössling, sich auf eine Sache zu konzentrieren und dabei die Ruhe zu bewahren. Falls euer Kind beispielsweise sehr rastlos ist oder bei ihm eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung diagnostiziert wurde, kann das Angeln ein sinnvolles Hobby sein. Falls es sich lieber sportlich betätigen möchte, findet ihr hier empfehlenswerte Sportarten bei ADHS. Auch das Wandern mit Kindern kann zu einer beliebten Beschäftigung werden, sofern ihr es richtig anstellt. 😉

5 Tipps für das Angeln mit Kindern

1. Morgens oder abends

Die beste Zeit zum Angeln ist ja bekanntlich am frühen Morgen oder die Abenddämmerung. Dann beißen nicht nur am ehesten die Fische an. Auch die Natur präsentiert sich zu diesen beiden Tageszeiten von ihrer schönsten Seite. Licht, Geräusche und Gerüche könnt ihr dann in vollen Zügen genießen und eure Kids bekommen ein Gespür dafür, welche Schätze es in freier Natur zu entdecken gibt.

2. Genug Zeit

Damit ihr auch wirklich einen Fisch fangt und ihr die besonders Atmosphäre genießen könnt, solltet ihr euch mindestens zwei Stunden Zeit für das Angeln mit Kindern nehmen. Denkt daher auch an Proviant und kleidet euch nicht zu luftig. Ihr habt trotzdem keinen Fisch gefangen? Macht gar nichts! Schließlich sammelt ihr trotzdem ganz besondere Eindrücke und verbringt mit euren Kindern eine tolle Zeit.

3. Flache und ruhige Gewässer

Je jünger euer Kind ist, desto wichtiger ist es, dass ihr euch für eure ersten Angelausflüge für flache und ruhige Gewässer wie Seen oder Kanäle entscheidet. Dort könnt ihr dann entspannt die Angel auswerfen und eure Füße vom Steg baumeln lassen.

4. Sicherheit geht vor

Zieht euren Kindern zur Sicherheit immer eine Schwimmweste an und lasst sie keine Sekunde allein. Auf festem Boden sind sie natürlich am sichersten. Wollt ihr von einem Steg, einer Brücke oder sogar von einem Boot aus angeln, steigt auch das Risiko, dass euer Kind die Balance verlieren und ins Wasser fallen kann. Gerade wenn ihr auf einem Boot unterwegs seid und euch neben dem Angeln auf das Fahren konzentrieren müsst, sollten eure Kids bereits älter sein und im besten Fall erste Angelerfahrung haben und schwimmen können. Übrigens sollten sie auch dann eine Schwimmweste tragen, wenn sie bereits Schwimmen und Tauchen können. Tiefe Gewässer und Strömungen sind nämlich immer gefährlich.

5. Respekt vor der Natur

Mit der Natur umsichtig umzugehen, versteht sich eigentlich von selbst. Kinder müssen diesen Umgang allerdings erst lernen. Dazu gehört nicht nur der Respekt vor einem gefangenen Fisch, sondern auch der Umgang mit Pflanzen, anderen Tieren und Insekten sowie den Angelplatz sauber und ohne größere Blessuren wieder zu verlassen. 😉

Titelbild: © A.KaZaK

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von alldem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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