Baby Gesundheit

So beruhigt ihr euer weinendes Baby

weinendes Baby
Saskia
Geschrieben von Saskia

Dreifache Geborgenheit der Mutter

Die ersten Lebenswochen eures Babys sind unglaublich schön, aber auch unendlich herausfordernd. Ein wenig kennt ihr euch zwar schon, aber weshalb euer Kind beispielsweise schreit, müsst ihr besonders in den ersten Wochen immer wieder aufs Neue und mit viel Feingefühl herausfinden. Eine Studie belegt, wie ihr euer Baby in den ersten sechs Lebenswochen am besten beruhigen könnt.


Die schlechte Nachricht gleich mal vorweg: Bei Neugeborenen und Babys ist es vollkommen normal, wenn sie täglich zwischen 1,5 bis 2,5 Stunden schreien. Allerdings liegen dafür unterschiedliche Gründe vor, wie zum Beispiel Hunger oder eine volle Windel. Auch eine Erkältung oder andere mögliche Erkrankungen können Grund für das Schreien oder Weinen sein. Sind jedoch alle Grundbedürfnisse gestillt und liegt keine Erkrankung vor, lassen sich Babys in den ersten sechs Lebenswochen mit einer lang erprobten Methode ganz einfach beruhigen.

Körperliche Nähe hilft Neugeborenen

Ein Team aus Neurobiologen und anderen Wissenschaftlern hat anhand verschiedener Ereignisse während des Spazierengehens von Mutter und Baby belegt, welchen Einfluss die Anwesenheit der Mutter, ihre Stimme und die direkte körperliche Nähe auf ihr Baby haben kann. Tatsächlich bestätigte sich die altbekannte Lösung, dass sich Kinder am einfachsten beruhigen lassen, wenn man sie in seinen Armen wiegt beziehungsweise sie direkt am Körper trägt. Körperliche Nähe allein reicht allerdings noch nicht vollständig aus, damit ein Baby aufhört zu weinen.

Herzfrequenz des Babys verlangsamt sich

Das Schreien führt dazu, dass sich die Herzfrequenz eures Babys erhöht. Nehmt ihr es in den Arm, werdet ihr schnell einen ersten, beruhigenden Effekt bei ihm feststellen, da es die Wärme und Geborgenheit bereits wahrnimmt und beginnt, diese zu genießen. Noch besser beruhigen lässt sich ein Baby unter sechs Wochen allerdings erst, wenn ihr euch währenddessen auf und ab bewegt. Der Rhythmus des wippenden Gangs sorgt laut der Forscher also dafür, dass das Baby aufhört zu strampeln und sich sein Herzschlag messbar verlangsamt.

Dreifache Geborgenheit der Mutter

Die Wissenschaftler konnten somit feststellen, dass sich Neugeborene am besten trösten lassen und entspannen, wenn sie die beruhigende Anwesenheit der Mutter und ihrer Stimme sowie die direkte Nähe am Körper der Mutter erfahren dürfen. Einen optimalen Effekt erzielt ihr allerdings erst, wenn ihr dabei einen leicht wippenden Gang praktiziert.

Tipp der Redaktion: Wir empfehlen allerdings auch allen Vätern, die Methode auszuprobieren. 😉

Lasst euer Baby niemals schreien

Selbst wenn ihr euch noch so sicher seid, dass ihr alle Grundbedürfnisse eures Kindes gestillt habt und mit eurer Geduld an eure Grenzen kommt – lasst euer Baby trotzdem niemals einfach so schreien. Das gilt nicht nur für Neugeborene und Babys, sondern auch noch dann, wenn sich euer Kind bereits sprachlich mitteilen kann. Geborgenheit und Verständnis helfen schlichtweg immer, wenn es jemandem nicht gut geht. Das gilt natürlich auch für euch selbst. 🙂

Quelle: Current Biology

Titelbild: © Make_story Studio

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von alldem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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