Schwangerschaft

Schwangerschaftsmythen: Die Schönheitsvampire

Schwangerschaftsmythen
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Die Schwangerschaft einer Frau ist Gott sei Dank keine durchweg ernste Angelegenheit. Und am amüsantesten sind doch vor allem die vielen gut gemeinten Ratschläge und die grotesken Schwangerschaftsmythen, die über die Zeit vor der Niederkunft im Umfeld der werdenden Mutter kursieren. Raubt ein Mädchen z.B. schon vor der Geburt seiner Mutter die Schönheit? Und warum soll angeblich ein Junge im Uterus für strahlende Haut und tolle Haare sorgen?


Ist an dieser dubiosen Behauptung tatsächlich etwas dran? Natürlich ist es unglaublich spannend, Vermutungen über das Geschlecht eines ungeborenen Kindes anzustellen, wenn die Offenbarung durch den Gynäkologen noch auf sich warten lässt. Besonders Freunde und Verwandte sind meistens ganz vorne mit dabei und hauen einem die unglaublichsten Prophezeiungen und antiquiertesten Anhaltspunkte um die Ohren, an denen sie festmachen könnten, ob ein Junge oder ein Mädchen unterwegs ist. Die meisten Baby-Mythen haben unsere Großmütter schon nicht mehr geglaubt. Und dennoch tauchen sie früher oder später immer wieder auf.

Die Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe Doris Scharrel hält die meisten dieser Geschlechts-Prognosen für großen Unsinn, der sich bereits seit dem Mittelalter hartnäckig hält und für den es keinerlei medizinische Beweise gibt. Hinter dem Thema „Schönheitsraub“ stecke jedoch zumindest ein Fünkchen Wahrheit, räumt sie Frauenärztin ein. Nur wird eher umgekehrt ein Schuh daraus. Ab der 22. Schwangerschaftswoche produzieren die Hoden eines männlichen Fötus das Sexualhormon Testosteron. Dies kann u.U. dafür sorgen, dass ihr stumpfe Haare und unreine Haut bekommt.

Dafür, und das sollte doch ein Trost für all diejenigen sein, die einen kleinen Jungen erwarten, sind werdende Mamas durch das ausgeschüttete Testosteron angeblich um einiges fitter. Ansonsten sei das Geschlecht tatsächlich nur durch eine Untersuchung beim Frauenarzt festzustellen. Aber wären diese neun Monate nicht weit weniger unterhaltsam ohne die vielen Schwangerschaftsmythen und Prophezeiungen? Also, lassen wir die Leute doch einfach reden und lachen in uns hinein. Wir kennen ja jetzt die Wahrheit.

Ihr wollt weitere Mythen aus dem Weg räumen? Dann lest unseren Beitrag „Sex in der Schwangerschaft: Die 5 größten Irrtümer„! 😉

Titelbild: © Kaarsten – Fotolia.com

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