Beruf & Finanzen Schwangerschaft

Schwanger: Wann sag ich es meinem Chef?

Chef
Saskia
Geschrieben von Saskia

Damit ihr beruhigt in den Mutterschutz gehen könnt.

Ihr seid schwanger und genießt die Nachricht über euren Nachwuchs erstmal mit eurem Partner und anderen nahestehenden Personen in eurem Leben. Spätestens nach den ersten zwölf Wochen eurer Schwangerschaft solltet ihr euer privates Glück allerdings eurem Arbeitgeber mitteilen. Denn nun stehen eure und die Gesundheit eures Babys an erster Stelle. Im ersten Teil erfahrt ihr, mit welchen Fragen euch euer Arbeitgeber konfrontieren wird.


Natürlich könnt ihr euren Vorgesetzten auch schon früher oder erst nach dem ersten Trimester informieren. Aber natürlich erledigt sich eure Arbeit nicht von selbst und daher freut sich euer Chef und eure Arbeitskollegen über diese Info. Ganz abgesehen von den Dingen, die sich für euch ab jetzt während der Arbeit ändern MÜSSEN! Daher solltet ihr nicht in jedem Beruf drei Monate bis zum Gespräch warten. Darauf gehen wir im nächsten Beitrag intensiver ein. Die Katze zu früh aus dem Sack zu lassen könnte aber für euch zu einer großen Belastung werden, wenn ihr eine Fehlgeburt erleidet und euren Arbeitgeber über diesen Schicksalsschlag in Kenntnis setzen müsst. Nach den ersten zwölf Wochen ist das Risiko deutlich geringer.

Chef vor Arbeitskollegen

Egal wie eng ihr mit euren Arbeitskollegen verbunden seid: Euer Chef sollte vor ihnen von eurer Schwangerschaft erfahren. Das Spielchen der Stillen Post ist euch sicherlich bekannt und selbst wenn euch keiner etwas Böses will. Der Vorgesetzte sollte aus erster Hand – und somit von euch persönlich darüber informiert werden und nicht durch ein zufälliges Gespräch, das ihm auf der Toilette oder in der Kantine zu Ohren gekommen ist. Gewiss gibt es Chefs, die nicht gerade erfreut über eure Nachricht sind, aber das sollte euch nicht davon abschrecken, ihm frühzeitig die Möglichkeit zu geben, die nahe Zukunft für alle Beteiligten planen zu können. Zu guter Letzt suggeriert ihr damit außerdem, dass ihr Verantwortung für euren Job und eure Arbeitskollegen übernehmt.

Mit diesen Chef-Fragen müsst ihr rechnen:

  • Wann ist der Geburtstermin und wann beginnt die Mutterschutzfrist? (sechs Wochen vor der Geburt)
  • Wieviel Resturlaub besteht noch? (Wollt ihr diesen vor oder nach Geburt dem Mutterschutz hinzufügen?)
  • Wie lange soll eure Babypause dauern? (Zwei Monate Mutterschutz oder eine Verlängerung durch die Elternzeit?)
  • Wollt ihr wieder in euren Beruf zurückkehren und unter welchen Voraussetzungen? (Voll- oder Teilzeit?)
  • Welche Projekte wollt ihr vor eurem Mutterschutz noch selbst abschließen?
  • Habt ihr bereits einen Vorschlag für euren Nachfolger (auf Zeit)?

Im nächsten Beitrag erfahrt ihr, auf welche Veränderungen ihr euch innerhalb eures Arbeitsalltags einstellen müsst.

Titelbild: © contrastwerkstatt

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von alldem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

2 Kommentare

  • Hallo Saskia. Dafür gibt es sicherlich keine Patentlösung. Ich finde der Chef sollte vor den Kollegen erfahren, bevor es die Runde macht. Etwa nach 12 Wochen muss der Chef eingeweiht werden. Vor allem kleineren Unternehmen stellt es Problem dar. Dort sind oft die Mitarbeiter ausgelastet und wenn einer fehlt, kann es schon problematisch werden. Die meisten Mitarbeiter machen sich darüber keine Gedanken, da sie Mutterschutz genießen. Dass die Chefs aber oft vor einem riesen Problem stehen wird oft nicht bedacht.

    Grüße. Alex.

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