Baby Gesundheit Schwangerschaft

Schlaf, wo bist du?

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Von der Balance zwischen Arbeit, Kind und Schlaf.

Schon im normalen Alltag ist es nicht leicht zwischen Job, Freizeit und Familie genügend erholsamen Schlaf zu finden. Aber während und nach der Schwangerschaft ist dies noch deutlich schwieriger und der chronische Schlafmangel kann einem wirklich zusetzen. Damit Ihr wisst, was man tun kann, um dem entgegenzuwirken, haben wir für euch ein paar hilfreiche Tipps bei Schlafmangel in der Schwangerschaft und Stillzeit zusammengestellt.


Während der Schwangerschaft

Besonders in der Schwangerschaft ist gesunder Schlaf sehr wichtig. Ihn zu finden ist aber gar nicht immer so leicht. Besonders wenn der Bauch immer größer und damit das Liegen unangenehmer wird. Um überhaupt Schlaf zu bekommen, ist es wichtig, dass ihr euch wohlfühlt und entspannen könnt. Ein erster Schritt hierbei kann bereits das Tragen der richtigen Schlafkleidung sein. Vor allem Stillnachthemden bieten ein angenehmes Tragegefühl und sind auf Dauer eine gute Investition. Hierfür eignet sich so gut wie jedes Nachthemd oder -shirt, das vorne Knöpfe hat.

Aber noch viel bedeutsamer für einen erholsamen Schlaf in der Schwangerschaft ist die richtige Schlafposition. Wie aber findet man die? Als Bauchschläfer muss man sich besonders umgewöhnen, das ist verständlich. Aber auch auf dem Rücken zu schlafen wird mit der Zeit nicht nur unangenehmer, sondern in den letzten Monaten der Schwangerschaft auch gefährlich für euch und euer Ungeborenes, da das Gewicht eures Babys auf die Wirbelsäule und wichtige Blutgefäße drücken kann. Deswegen ist die Seitenlage eigentlich am optimalsten und nach ein paar Nächten wird sich euer Körper auch an die neue Situation gewöhnt haben. Bequemer machen es ein paar Kissen, mit denen ihr eure Liegeposition stabilisieren und euren Körper entlasten könnt. Hilfreich sind vor allem ein festes Kissen im Rücken, um den Druck auf eure Hüfte zu verringern, und ein großes (Still-)Kissen, welches – zwischen die Beine geklemmt – den Bauch bestmöglich von unten stützt.

Schlafmittel sind in der Schwangerschaft und der Stillzeit natürlich absolut tabu, aber eine warme Milch mit Honig oder ein beruhigender Kräutertee – besonders Lindenblüten, Hopfen oder Johanniskraut – können wahre Wunder bewirken. Ebenso schlaffördernd sind entspannende Yogaübungen oder ein Spaziergang vor dem Zubettgehen.

Nach der Geburt

Wenn euer Baby endlich das Licht der Welt erblickt hat, wird sich euer gesamter Schlafrhythmus umstellen müssen. Für keine Mutter ist es leicht, mit erheblichem Schlafmangel umzugehen. Er schlägt sich auf das Gemüt nieder und eure Konzentration leidet auch darunter, deswegen ist es umso wichtiger, dem Schlaf etwas nachzuhelfen.

Eine kurze Auszeit kann schon von großer Bedeutung sein, insofern solltet ihr euch diese Pause einfach gönnen, wenn euer Baby ebenfalls schläft. Direkt nach dem Stillen ist hierfür die beste Zeit, auch wenn ihr diese Zeit vielleicht lieber nutzt, um Aufgaben im Haushalt zu erledigen. Ein Baby erfordert in den ersten Lebensmonaten die vollständige Aufmerksamkeit der Mutter bzw. der Eltern. Da geht es einfach nicht, auch noch den Haushalt perfekt zu schmeißen. Und: Je mehr Schlaf ihr bekommt, desto besser könnt ihr euch um euren kleinen Sonnenschein kümmern.

Erlaubt euch auch, wenn möglich, eure Eltern und Freunde um Hilfe zu bitten. Wenn ihr schlafen könnt, während die Großmutter mit dem Kinderwagen spazieren geht, tut das allen gut. Am förderlichsten ist aber immer noch der Nachtschlaf. Damit ihr auch dann die Möglichkeit habt, etwas länger am Stück zu schlafen, wechselt euch mit eurem Partner beim Füttern und Wickeln ab. Geteilte Freude ist schließlich doppelte Freude. Wenn ihr vor dem Schlafengehen etwas Milch abpumpt, kann euer Partner das „Stillen“ mal für euch übernehmen und ihr bekommt mehr Schlaf, um etwas ausgeruhter in den Tag zu starten.

Außerdem hat ein regelmäßiger Tagesablauf einen positiven Einfluss auf die Schlafgewohnheiten eures Babys. Wichtig ist natürlich, dass sich der „Stundenplan“ auch nach den Bedürfnissen eures Kleinen richtet, ihr solltet es nicht zum Schlafen zwingen. Wenn euer Baby erst einmal seinen Rhythmus gefunden hat, wird sich das auch in einem gesünderen Schlafverhalten zeigen. Natürlich werdet ihr zwischendurch trotzdem immer wieder müde sein, das steht außer Frage. Hier helfen am besten Traubenzucker oder auch ein Glas kaltes Wasser. Und wenn Ihr direkt nach dem Stillen eine Tasse Tee oder Kaffee trinkt, ist das auch nicht schädlich für euer Baby. Aber immer daran denken: Nur in Maßen genießen.

Bild: © Svetlana Fedoseeva – Fotolia.com

Über den Autor

Redaktion ma-gazin

Redaktion ma-gazin

3 Kommentare

  • Das stimmt wohl! Am Anfang war es bei uns so richtig stressig. Ich kann mich noch an die Zeit erinnern als wir nochmal extra eine Woche ins Krankenhaus mussten wegen der Gelbsucht. Das war extrem. Da hab ich geschätzte 2 Stunden pro Nach hinter mir… Aber was tut man nicht alles für die Kleinen. Später mit ca. 2 Monaten hatte sich dann gegeben und ich konnte schon gute 8 Stunden nachts durchschlafen. Man braucht also im Prinzip nur Geduld und muss sich die Zeit nehmen selbst auch zu schlafen und einfach mal den Haushalt so zu lassen wie er ist…

  • „Aber auch auf dem Rücken zu schlafen wird mit der Zeit nicht nur unangenehmer, sondern in den letzten
    Monaten der Schwangerschaft auch gefährlich für
    euch und euer Ungeborenes, da das Gewicht eures
    Babys auf die Wirbelsäule und wichtige Blutgefäße
    drücken kann.“

    Hierzu möchte ich anmerken, was mir im Geburtsvorbereitungskurs und von meiner Hebamme erklärt wurde;
    Wenn man auf dem Rücken liegt (oder auch auf der rechten Seite, auch hier kann die Hohlvene abgequetscht werden) und das einem nicht gut tut, macht sich der Körper durch Schwindel u.ä. bemerkbar.
    Gerade nachts kann kein Mensch verhindern, sich doch irgendwie auf den Rücken zu drehen, man wird dann von selbst wach, wenn etwas abgedrückt wird und dreht sich automatisch zur Seite. Passiert mir derzeit selbst öfters.

    Diese ausführlichere Erklärung hat mir in dem Artikel hier leider gefehlt.

    Stillkissen sind auf jeden Fall ganz toll um eine angenehme Schlafposition zu finden.

    • Hallo Kathrin,

      Danke für dein Feedback. Du hast Recht – natürlich werden wir in der Regel wach, wenn die Schlafposition ungesund ist. Am besten ist es aber, wenn man eben nicht ständig nachts aufwacht. Dabei sollen die Kissen direkt am Rücken helfen.

      Vielen Dank für deine Erfahrungen!

      Liebe Grüße,
      Susanne

Hinterlasse ein Kommentar