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“Papa ante Portas”: Die Kliniktasche für den werdenden Vater

Kliniktasche
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Heute widmen wir uns endlich mal wieder allen werdenden Papis, denn schließlich seid ihr die stärkende und tapfere Schulter zum Anlehnen – und das bedeutet, dass nicht nur eure in den Wehen liegende Frau eine Geburtstasche benötigt, sondern auch ihr! Eine Kliniktasche für werdende Väter beziehungsweise Partner oder Partnerinnen? Nach unseren Tipps werdet ihr verstehen, warum.


Was eurer gebärenden Frau gebührt, benötigt ihr als mitleidender (fast) Vater ebenfalls. Die werdenden Mamis wissen es eh längst und euch Männern ist es doch auch schon klar wie Kloßbrühe: Wenn ein Mann kurz vor seiner Vaterschaft steht, sind Aufregung, Atemnot und eiskalte Händchen vorprogrammiert. Und damit ihr als zittriges Nervenbündel auch tapfer und fürsorglich eure Liebste bei der Geburt unterstützen könnt, solltet ihr auch für euch alles Nötige griffbereit haben. Denkt nur mal daran, wie lange sich eine Geburt hinziehen kann und dass ihr möglicherweise viele Stunden neben eurer Frau und wartend (aber bitte bloß nicht einschlafen oder gar ohnmächtig werden!!!) auf dem Krankenhausflur verbringt. Natürlich empfehlen wir die Kliniktasche für werdende Väter ebenfalls allen Partnern und Partnerinnen beziehungsweise allen Begleitpersonen der werdenden Mamas.

Was gehört in die Kliniktasche für werdende Väter?

Sicherlich werdet ihr nun bei einigen Tipps in herzhaftes Gelächter ausbrechen, denn vieles hält man eigentlich für selbstverständlich. Das sehen wir genauso, aber vergesst trotzdem nicht, dass es sich in dieser recht hektischen und aufregenden Geburtsphase um eine Ausnahmesituation für alle Beteiligten handelt. Also lest euch die Tipps aufmerksam durch, entscheidet, was für euch wichtig ist und dann ab in die Tasche damit!

1. Bequeme Schuhe

Ihr fahrt euren Schatz wahrscheinlich ins nächste Krankenhaus und stützt sie beim Laufen. Umso wichtiger ist es, dass ihr die Zeit des Wartens nicht gerade in euren unbequemen Büroschuhen oder schweren Baustellentretern verbringen müsst.

2. Kleingeld, um bei Kräften zu bleiben

Was nützt der werdenden Mami die haltende Hand von euch nervösen (fast) Papis, wenn ihr nach kurzer Zeit entkräftigt und wie ein Häufchen Elend und mit knurrendem Magen neben ihr sitzt? Also ihr lieben Männer, denkt an Kleingeld für Kaffee und Snack-Automaten.

3. Wichtige Telefonnummern

Sofern ihr die wichtigsten Telefonnummern von den werdenden Großeltern, Tanten und Onkel nicht eh schon in der Geburtstasche eurer Liebsten verstaut habt, solltet ihr sie in jedem Fall dabei haben oder in eurem Handy abspeichern, sofern Handys im Krankenhaus erlaubt sind. Dann ist natürlich auch ein Ladekabel wichtig. Falls Handys nicht erlaubt sind, denkt auch zum Telefonieren an ausreichend Kleingeld.

4. Digitalkamera für die allerersten Bilder eures Lieblings

Denn diese werden vor allem von Verwandten und Freunden sehnlichst erwartet. Denkt dabei aber bitte auch an Ladekabel, Batterien und genügend Platz auf der Speicherkarte (,sofern ihr nicht mit dem Handy fotografiert).

5. Ersatzbrille und frische Kleidung

Falls ihr Kontaktlinsenträger seid, denkt an eine Ersatzbrille oder wenigstens an ein Aufbewahrungsdöschen mit Linsenflüssigkeit. Ihr wisst ja nicht, wie lange ihr euch im Krankenhaus aufhaltet. Daher schadet es übrigens auch nicht, wenn ihr euch ein frisch gewaschenenes T-Shirt und eine Hose einpackt – vor allem, wenn ihr bei der Geburt direkt dabei seid.

6. Badehose im Fall einer Wassergeburt

Falls ihr euch eine Wassergeburt wünscht und ihr eure Liebste im Wasser unterstützen möchtet, dann sollte in eurer Kliniktasche auch eine Badehose zu finden sein.

7. Zahnbürste, Zahnpasta und Medikamente

Auch diese Utensilien mögen im ersten Moment unwichtig erscheinen. Aber nach Stress, Schweiß und Kaffee freut nicht nur ihr euch über einen frischen Atem, sondern auch eure Frau! Denkt außerdem an wichtige Medikamente, die ihr regelmäßig einnehmen müsst. Ihr wollt ja nicht plötzlich selbst das Krankenhausbett hüten müssen. 😉

8. Kopfpolster und Lesestoff zum Erholen

Je nachdem, wie lange ihr an der Seite eurer Frau seid, benötigt auch ihr zwischendurch mal eine kleine Pause. Deshalb gehört in eure Kliniktasche ein gemütliches Kissen und ein Buch, um mal kurz abzutauchen.

9. Massageöl, Thermalspray und ein Fächer

Die Schmerzen und  den Schweiß könnt ihr eurer Partnerin nicht nehmen. Aber ihr könnt ihr die Geburt ein wenig erleichtern, in dem ihr sie zwischendurch massiert, ihr Luft zufechelt oder sie mit pflegendem Thermalwasserspray erfrischt.

10. Auffrischung des gemeinsamen Geburtsvorbereitungskurses

Es schadet nicht, wenn ihr Väter euch noch einmal Stichpunkte zu wehenfördernden Mitteln und Atemübungen notiert. Und vielleicht schweißt das bei all dem Stress noch ein wenig mehr zusammen und ihr Papis werdet doch mehr in die Geburt involviert, als ihr es für möglich gehalten habt.

Corona-Schutzmaßnahmen auf Geburtsttstationen

Derzeit ist es aufgrund der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen leider meist nicht möglich, die werdende Mutter bei der Geburt zu begleiten. Überlegt trotzdem, ob ihr bestimmte Dinge für die Geburtsphase griffbereit haben wollt.

Titelbild: © Jasmin Merdan

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