Kolumne

„Oh man, Mama jetzt nicht!“ „Ich bin kein Mann!“ – Wie Eltern richtig nerven

Geschwisterrivalität
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Alle Kinder sind von ihren Eltern ab und zu mal genervt, das ist ganz normal. Aber mit einigen Sprüchen lässt sich das allgemeine Genervtsein in ein „Ohh man, Mama du nervst“ steigern. Wir haben versucht, die zehn nervigsten Elternsprüche zusammenzustellen:

1. „Erst räumst du dein Zimmer auf!“

Gern auch in der Abwandlung: „Wir bekommen Besuch zum Abendbrot, räumst du bitte dein Zimmer auf!“, denn das Abendessen findet heute im Kinderzimmer statt – nein? Aber auf der Suche nach einem Grund, die Kleinen zum Aufräumen zu zwingen, werden wohl alle Eltern ziemlich kreativ! Dieser Satz folgt übrigens oft auf ein „Hier sieht’s aus, als hätte ’ne Bombe eingeschlagen!“

2. „Wer nicht hören will, muss fühlen!“

Ganz böse: „Der Ofen ist heiß, geh da nicht ran!“, „Zieh‘ dir einen Pullover an, sonst erkältest du dich!“, „Ärger‘ die Bienen nicht, sonst wirst du gestochen!“… diese Reihe könnte man wohl noch um einige Zitate fortsetzen, aber das wollen wir euch nicht antun. Aber eins haben sie gemeinsam: passiert ein größeres oder kleineres Missgeschick, kommt der höchst moralische und belehrende Satz… unsere Nummer Zwei!

3. „Erst denken, dann sprechen!“

Man sagt es seinen Kindern, dabei sollte man es sich selbst auch immer wieder mal sagen. Sei es wegen seinem Gegenüber, um einen vollständigen Satz herauszubekommen oder im Streit, wenn man keine Argumente bringen möchte, die man später bereuen würde.

4. „Und wenn Patrick* vom Dach springt, springst du dann auch!?“

(*durch Namen der besten Freundin/des besten Freundes zu ersetzen)

„Ja, würde ich!“, trauen sich die Kinder wohl eher selten zu sagen! Aber ein bisschen Ärger zu bekommen, gehört doch zum groß werden dazu. Haben wir denn nie etwas gemacht, nur weil es die beste Freundin/der beste Freund oder der coole Typ aus der höheren Jahrgangsstufe auch gemacht hat!?

5. „Bist du dumm oder tust du nur so?“

Ein Spruch, der den Eltern herausrutscht, wenn sie genervt oder im Stress sind. Eigentlich möchte man seine Kinder nicht als dumm bezeichnen, aber wenn sie die – für uns – einfachsten Dinge nicht fertig kriegen, kann man doch schneller gereizt sein, als es einem lieb ist.

6. „Wie heißt das Zauberwort?“

Das hat wohl jeder schon mal gehört und wahrscheinlich haben wir unsere Eltern dafür gehasst. Aber was passiert ein paar Jahre später? Sobald wir unseren Kleinen beibringen wollen, dass sie möglichst immer „Bitte“ (und „Danke“) sagen, kommt uns diese böse Frage über die Lippen. (Übrigens dicht gefolgt von „Und was sagt man da?“, wenn die Kleinen etwas geschenkt bekommen und vor Staunen verstummt bleiben)

7. „Und, wie war’s heut in der Schule?“

Der Familien-Smalltalk nach einem langweiligen Schultag. Welche Antwort wird hier eigentlich erwartet? Hier ein paar Vorschläge, die Eltern überraschen würden: „Voll gut!! In Mathe haben wir Vektoren berechnet, das war voll spannend und dann haben wir in Physik eine Arbeit geschrieben, das hat total Spaß gemacht.“

8. „Der Schlaf vor Mitternacht ist der wichtigste!“

Stimmt leider nicht! Jeder hat seinen eigenen Bio- und Schlafrhythmus, einige Menschen kommen mit 6 Stunden Schlaf aus, andere sind nach 8 Stunden immer noch müde. Dieser persönliche Bio- und Schlafrhythmus ist von der Uhrzeit weitgehend unabhängig.

9. „Rufst du an, wenn du da bist!?“

Diese Frage ist auch nervig, dabei macht man sich nur Sorgen, wenn man lange nichts von seinem Kind hört. Wenn die Kinder jedoch nur zu ihren Freunden zwei Straßen weiter gehen, ist die starke Fürsorge übertrieben.

10. „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt.“

Egal ob es das Kind mag oder nicht! Spinat ist gesund, Kartoffeln braucht man zum Wachsen und im Obst sind wihtige Vitamine. Das man selbst nicht immer alles isst, was auf dem Tisch steht bzw. bei den eigenen Eltern auf dem Tisch stand, ist egal, denn man musste es sich auch runterzwingen! Und geschadet hat es niemanden!

Zusatz: „Wer lang feiern kann, kann auch früh aufstehen!“

Zugegeben: Der Spruch ist eher für die Großen, aber für die ist es wohl DER nervigste aller Elternsprüche. „Wir mussten auch immer früh raus!“, ist dafür wohl das Top-Argument. Aber haben wir damals nicht gesagt, dass wir unsere Kinder komplett anders erziehen wollen, als unsere Eltern uns? 😉

Titelbild: © auremar – Fotolia.com

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