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They will survive

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Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Das Spermium – das unbekannte Wesen. Kein anderer Vorgang ist so sagenumwoben wie die Befruchtung. Keine Zelle wirft so viele Fragen auf wie die so genannte Samenzelle, das Spermatozoon oder Spermatozoid. Und leider existiert auch eine nicht ganz unerhebliche Anzahl von Fehlinformationen über diese kleine, bewegliche männliche Keimzelle. So halten sich immer noch die waghalsigsten Theorien über die Möglichkeiten ungewollt schwanger zu werden. Doch für einige müssten Spermien eine ausgesprochen lange Überlebensfähigkeit haben. Also, bitte, jetzt einmal die Fakten auf den Tisch: Wie lange überleben Spermien? Und wo halten sie sich am längsten?


Die Lebensspanne von Samenzellen, und somit ihre Befruchtungsfähigkeit, hängt davon ab, wo sie sich aufhalten und welche Bedingungen sie vorfinden. In einer größeren Menge Ejakulat bleiben sie länger am Leben als z.B. verteilt auf einem Bettlaken. Dort trocknen sie schnell aus. Spermien sind ausgesprochen empfindlich. Sie sind nur in ihrer Flüssigkeit bewegungs- und überlebensfähig. Somit sind sie auch nur als Bestandteil des Ejakulats fähig eine Eizelle zu befruchten.

An der Luft überleben Samenzellen nur wenige Minuten

Sobald das Ejakulat an der Luft ist, beginnen die Veränderungsprozesse in der Spermienflüssigkeit. Diese Veränderungsprozesse haben zur Folge, dass ein Spermium austrocknet und abstirbt. Besonders auf saugfähigen Stoffen (Kleidung, Bettlaken), sowie auf der Haut trocknet das Sperma innerhalb kürzester Zeit ein und stirbt ab, so dass keine Befruchtung mehr stattfinden kann. Solange die Spermien allerdings durch genügend Samenflüssigkeit geschützt sind, beispielsweise in einem verschlossenen, sterilen Behälter, können sie außerhalb des Körpers mehrere Stunden befruchtungsfähig bleiben.

Im Körper hält sich das Sperma mehrere Tage

Im weiblichen Körper sind die Überlebenschancen für Samenzellen unterschiedlich. Während sie sich in der Scheide nur wenige Stunden halten, überleben sie in der Gebärmutter und in den Eileitern dagegen drei bis sieben Tage. Diese „Haltbarkeit“ im weiblichen Körper spielt bei der Befruchtung der Eizelle eine wichtige Rolle. Die Eizelle ist nach dem Eisprung nur ca. 12 bis 24 Stunden befruchtungsfähig. Es ist also nicht zwingend erforderlich am Tag des Eisprungs Geschlechtsverkehr zu haben, um die Samenzellen mit der Eizelle zu vereinigen. Hat beispielsweise einige Tage vor dem Eisprung ein ungeschützter Geschlechtsverkehr stattgefunden, sind die in die Eileiter gewanderten Samenzellen immer noch in der Lage, in die Eizelle einzudringen. In diesem Beitrag erfahrt ihr noch mal genauer, wann die fruchtbaren Tage sind.

Die Vermischung mit Wasser tötet Spermien ab

Sobald ein Spermium mit Wasser in Berührung kommen, nimmt dessen Bewegungsfähigkeit schnell ab, da sich die Flüssigkeit mit dem Wasser vermischt. Spermien sind im Wasser somit nur wenige Sekunden überlebensfähig.

Ihr befürchtet, dass ihr, beziehungsweise euer Partner unter einer Fruchtbarkeitsstörung leidet? Hier findet ihr erste Informationen.

Titelbild: © panthermedia.net Jesper Klausen

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