Eltern Ernährung

Muttermilch abpumpen: Aber mit welcher Methode?

Muttermilch
Saskia
Geschrieben von Saskia

Ausstreichen mit der Hand versus Milchpumpe.

Ihr wollt euer Baby stillen und wisst, dass diese innige Zeit nicht nur eine sparsamere Möglichkeit ist, euren Schatz zu füttern, sondern das Muttermilch unglaublich gesund ist und die Abwehrkräfte eures Kindes schützt. Allerdings gibt es Situationen, in denen ihr euren Wurm nicht an die Brust legen könnt. Trotzdem müsst ihr deshalb nicht auf die natürlichste und gesündeste Art der Kinderernährung verzichten und könnt die Milch abpumpen. Aber welche Methode ist eigentlich die beste?


Fläschchen statt Brust

Studien haben ergeben, dass es keine bessere oder schlechtere Methode gibt und jede Mama austesten sollte, mit welcher sie sich am wohlsten fühlt. Gerade in der Anfangszeit kann regelmäßiges Stillen für entzündete Brustwarzen sorgen. Dann solltet ihr euer Kind nicht stillen. Seid ihr schnell wieder berufstätig oder an öffentlichen Orten unterwegs, an denen ihr nicht stillen könnt, bietet sich auch das Abpumpen an. Ist euer Kind ein Frühchen oder krank, kann es zu schwach für das Anlegen sein. Auch in diesen Fällen könnt ihr mit dem Fläschchen die Muttermilch füttern. Ganz egal, welche Variante ihr wählt, lasst euch dabei nicht stressen und nehmt euch Zeit, denn negative Stimmung beeinflusst auch euren Milchfluss.

Welche Methoden gibt es?

Ausstreichen mit der Hand

Die natürlichste Methode Muttermilch abzupumpen, ist das Ausstreichen mit der Hand. Durch spezielle Handgriffe könnt ihr den Milchfluss eurer Brust anregen. Ihr benötigt ansonsten nur ein Auffanggefäß und ein wenig Übung, um eine Routine dafür zu entwickeln. Dabei ist euch eure Hebamme, Stillberaterin oder eine euch vertraute Mutter behilflich. Klappt das Ausstreichen nicht auf Anhieb, versucht es häufiger und vor allem mit viel Geduld. Habt ihr das Gefühl, es dauert euch dennoch zu lange oder es mag gar nicht klappen, gibt es eine weitere Methode.

Abpumpen mit der Milchpumpe

Manche Mütter kommen mit einer Milchpumpe besser zurecht, statt die Brust von Hand auszustreichen. Eine Pumpe erzeugt einen Unterdruck an der Brustwarze, wodurch die Milch aus eurer Brust herausgesogen wird. Ihr könnt dabei zwischen hand- und elektronisch betriebenen Produkten wählen. Bei der ersten Methode müsst ihr einen Hebel oder Ballon betätigen, um einen Sog zu erzeugen. Damit es nicht zu anstrengend wird, achtet darauf, dass sich die Pumpe mit einer Hand bedienen lässt. So könnt ihr sogar zwei Geräte gleichzeitig verwenden. Elektrische Varianten sind meist mit einem Regler ausgestattet, mit dem ihr die Saugkraft einstellen könnt. Außerdem gibt es Pumpen, die in Intervallen pumpen und damit den Saugbewegungen eines Kindes sehr ähnlich sind. Auch die elektrischen Pumpen können häufig an beiden Brüsten gleichzeitig benutzt werden. Allerdings sind diese hochpreisiger, als die manuelle Variante. Erkundigt euch rechtzeitig bei eurer Hebamme, in einem Sanitätshaus oder einer Apotheke, bei denen ihr diese oft kostengünstig ausleihen könnt. Liegt ein medizinischer Grund vor, könnt ihr euch von eurem Arzt sogar ein Rezept für ein Leihgerät ausstellen lassen.

Hygiene und Haltbarkeit

Egal für welche Methode ihr euch entscheidet, achtet immer auf eine gute Hygiene, damit eure Brust und die Milch keinen Bakterien und schädlichen Keimen ausgesetzt werden. Wascht euch vor dem Abpumpen immer gründlich die Hände. Reinigt die Einzelteile der Milchpumpe nach jedem Gebrauch, indem ihr sie auskocht. Habt ihr die Milch abgefüllt, muss sie kühl aufbewahrt werden. Im Kühlschrank ist sie bis zu drei Tage haltbar. Benötigt ihr einen größeren Vorrat, verseht die Fläschchen mit dem Datum und packt sie dann in das Gefrierfach. Dort könnt ihr sie laut Nationaler Stillkommission maximal sechs Monate lagern.

Weitere Infos zur Studie und noch mehr Tipps bekommt ihr auf der Ratgeberseite der BIG.

Titelbild: ©  Africa Studio

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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