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Kinderkram? Karies bei Babys

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Alles Wissenswerte zur richtigen Mundhygiene

Der Schnuller fällt auf den Boden und das Baby fängt an zu schreien. Bei den meisten Eltern löst das den Impuls aus, den Schnuller sofort aufzuheben, abzulecken und wieder in den Mund des Babys zu stecken. Dass dieses Verhalten Karies begünstigt, weiß laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa und MAM aber nur jeder Zweite. Die elterlichen Mundbakterien sind für die Kinder einfach zu viel. Es besteht noch kein ausreichender Schutz und Karies kann sich schnell ausbreiten. Deshalb lieber den Schnuller an einer Kette befestigen, damit er erst gar nicht im Dreck landet oder Klappschnuller besorgen, die sich automatisch schließen, wenn sie aus dem Mund rutschen.


Etwa jedes fünfte Kind leidet an frühkindlicher Karies, trotzdem machen sich 77 Prozent der 1.000 befragten Eltern kaum Sorgen darüber, dass ihr eigenes Kind Karies haben könnte. Deshalb gehen die meisten Eltern auch erst nach dem ersten Geburtstag ihres Sprösslings zum Zahnarzt. Ein halbes Jahr zu spät. Laut dem Bundesministerium für Gesundheit sollte der erste Zahnarztbesuch ab dem sechsten Lebensmonat erfolgen. Erste Anzeichen von Karies oder Kieferfehlstellungen können so früh erkannt und ihnen meistens entgegengewirkt werden.

Mach mal Aaaaa

Für Babys gibt es spezielle Produkte, die auf die ersten Zähne vorbereiten. Bevor die Beißerchen erscheinen, könnt ihr euren Kleinen Waschlappen anbieten. Meist kauen sie darauf herum oder saugen das Wasser aus dem Lappen. So gewöhnen sie sich spielerisch an die Mundhygiene. Beißringe und kleine Zahnbürsten helfen den Zähnen beim Durchstoßen des Zahnfleisches. Auch wenn noch keine Zähne in Sicht sind, empfiehlt es sich den Zwergen Zahnbürsten zu geben und gemeinsam das Putzen zu simulieren. Kinder empfinden den Druck beim Herumkauen auf den Gegenständen als angenehm und verknüpfen das Zähneputzen später mit einer positiven Erfahrung.

Erblicken die ersten Milchzähne das Tageslicht, muss wie bei Erwachsenen regelmäßig und richtig geputzt werden. Meistens ist das leichter gesagt als getan, denn die Kleinen haben ihren eigenen Kopf und nicht immer Lust auf Zähneputzen. Mama und Papa müssen sich durchsetzen. Für die Kinder gilt beim Putzen die KAI-Regel: Erst die Kauflächen, dann die Außen- und zum Schluss die Innenflächen der Beißerchen von rot nach weiß.

Videoquelle: ©Zahnarztpraxis Dr. Uwe Grosch / youtube.com

Auf den Zahn gefühlt

Um den ersten Zahnarztbesuch und auch das Putzen zu erleichtern, könnt ihr eure Kinder spielerisch an das Thema heranführen. Wenn der Nachwuchs selbst mal in Mamas oder Papas Mund gucken und fassen darf, lernt es schnell, dass dabei nichts Schlimmes passiert. Ein eigenes Zahnputz-Lied und eine bunte Sanduhr sorgen ebenso dafür, dass das Putzen zu einem spaßigen Ereignis wird, auf das sich die Kleinen freuen.

Trotz aller elterlichen Bemühungen kann es natürlich auch passieren, dass euer Sprössling mal keine Lust auf die Mundhygiene hat. Hier heißt es Ruhe bewahren und geduldig bleiben. Nehmt euch Zeit und bleibt standhaft. Mit kleinen Geschichten über die Zahnfee kommt die Begeisterung auch schnell zurück und hält den Nachwuchs bei Laune.

Alle Infos im Überblick:

  • Ab dem sechsten Monat das erste Mal zum Zahnarzt gehen.
  • Kinder mit Waschlappen und Beißringen auf die Mundhygiene vorbereiten.
  • Spezielle Zahnbürsten und -pasta für die Kinder besorgen.
  • Gewöhnen Sie Ihr Kind an die Gegenstände, die zum Putzen benötigt werden und lassen Sie sie ruhig damit spielen.
  • Verzichten Sie bei der Ernährung des Kindes auf süße Tees und Lebensmittel.
  • Nehmen Sie sich ausreichend Zeit um mit dem Kind die Zähne zu putzen.
  • Bleiben Sie standhaft, wenn ihr Kind nicht putzen will.

Weitere Infos zum Thema Zahngesundheit bei Babys und Kleinkindern findet ihr auf der Seite der BIG.

Titelbild: ©Oksana Kuzmina

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