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Kinderyoga: Bewegung, Entspannung und Entwicklung!

Kinderyoga
Geschrieben von Helena

Für Kinder ab vier Jahren

Eure Kinder wissen durch den Lockdown nicht mehr, wohin mit ihrer Energie und sind sehr impulsiv und unkonzentriert? Kein Wunder. Sportunterricht und Vereinssport fallen derzeit flach und stattdessen gilt es, sich fast unentwegt zu Hause zu beschäftigen. Es steht daher außer Frage, dass Kinder immer stärker unter der Corona-Krise leiden und das bedeutet: Stress für Körper und Seele. Das ist doch der ideale Zeitpunkt, um euch eine neue Beschäftigung zu suchen, mit der sich eure Kinder zu Hause bewegen und gleichzeitig entspannen können. Wie wäre es mit Kinderyoga?


Ab ungefähr vier Jahren können Kinder spielerisch an Kinderyoga herangeführt werden. Durch die Corona-Pandemie benötigen Kinder mehr denn je ein Ventil, um ihre Energie loszuwerden und sich gleichzeitig entspannen und negative Emotionen aufgrund der Situation verarbeiten zu können. Anders gesagt ist Kinderyoga (in Kombination mit meditativen Elementen) ideal, um all die negativen Emotionen fließen zu lassen und sich regelmäßig zu bewegen. Doch Kinderyoga kann noch viel mehr!

Was lernen Kinder beim Kinderyoga?

Laut des Psychologen Prof. Dr. Marcus Stück bringt Kinderyoga viele Vorteile für die kindliche Entwicklung mit sich. Er fordert deshalb die Integration von Kinderyoga in Bildungsinstitutionen. Seit 1993 gilt er als Pionier der Kinderyogaforschung und entwickelte das erste wissenschaftlich geprüfte Kinderyoga-Programm „Entspannungstraining mit Yogaelementen (EMYK)“, das heute bereits in vielen Kinderhorteinrichtungen in Leipzig angewandt wird. Hier geht es zu einem Interview mit Prof. Dr. Stück.

Die Vorteile von Kinderyoga:

  • Körperbewusstsein
  • Gleichgewichtssinn
  • Beweglichkeit
  • Sinneswahrnehmung/Achtsamkeit
  • Konzentration
  • Ausgeglichenheit/bessere Regulierung der Emotionen
  • Stärkung der psychischen Stabilität (Resilienz)
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Stärkung des Selbstbewusstseins

Diese Fähigkeiten wirken sich natürlich nicht nur in der Corona-Pandemie, sondern auch generell positiv auf die körperliche und seelische Gesundheit und den gesamten Alltag eurer Kinder aus. Dazu zählt beispielsweise auch, dass eure Kinder in der Schule in puncto Unterrichtsstoff, aber auch mit Konfliktsituationen besser klarkommen und stressresistenter sind. Auch kann Kinderyoga therapiebegleitend bei hyperkinetischen sowie bei Hyperaktivitätsstörungen (ADS/ADHS) eingesetzt werden. Lest auch noch mal unsere Beiträge Die besten Sportarten für Kinder mit ADHS und Sportarten für Kinder!

Integriert die Yoga-Übungen am besten in eure Morgenrituale für Kinder oder macht sie kurz vor dem Schlafengehen.

Unterscheidet sich Kinderyoga von Erwachsenenyoga?

Um dem natürlichen Bewegungsdrang eines Kindes gerecht zu werden, steht beim Kinderyoga der spielerische Aspekt im Fokus. Auch sind die einzelnen Übungen (Asanas) kürzer gehalten als bei Erwachsenen, um den Kinderkörper nicht zu überlasten und meist werden die Yogaeinheiten durch kleine Geschichten noch kindgerechter.

Kinderyoga-Kurse in der Corona-Pandemie

Sport mit anderen Kindern – und das gilt natürlich auch für Kinderyoga – ist gewiss viel schöner und motivierender als Sport allein zu Hause. Auch wenn derzeit keine Kurse stattfinden, könnt ihr euch dennoch schon mal erkundigen, welche Kinderyoga-Kurse es in eurer Nähe gibt und möglicherweise schon mal Kontakt aufnehmen. Vielleicht habt ihr die Möglichkeit, mit einem Online-Kurs zu starten. Zudem findet ihr beispielsweise auf YouTube eine Vielzahl an Kinderyoga-Videos. Am einfachsten ist es für eure Kinder natürlich, wenn ihr gemeinsam Yoga macht oder zumindest darauf achtet, dass eure Kinder die Übungen vorsichtig und richtig ausführen. Wenn sie etwas Training und Spaß daran haben, können sie natürlich auch allein Yoga machen. Übrigens gibt es auch schon Yoga-Kurse für Babys und Eltern. Für beide Arten gilt: Auch ihr Väter seid herzlich willkommen, mit euren Kindern gemeinsam Yoga zu machen. Sofern ihr allerdings Unsicherheiten habt, ob euer Kind beispielsweise alle Yoga-Übungen ausführen darf, besprecht euer Vorhaben am besten zuerst mit eurem behandelnden Kinderarzt oder Orthopäden.

Ihr und euer Kind seid bei BIG direkt gesund versichert? Dann könnt ihr die Teilnahme an einem zertifizierten Kinderyoga-Kurs (ab 6 Jahren) im Bonusprogramm BIGtionär anrechnen lassen. Ob solche Kurse in eurer Nähe angeboten werden, erfahrt ihr über die Präventionskurssuche auf der BIG-Website.

Wo findet man Kinderyoga-Übungen?

Hier findet ihr eine tolle Übersicht für Kinderyoga-Übungen. Diese könnt ihr zum Beispiel mit leiser und beruhigender Musik oder Naturgeräuschen untermalen.

Gerade zu Anfang kann so eine ruhige Yoga-Session für Kinder sehr herausfordernd sein. Dann probiert es entweder mit eigenen Geschichten oder zum Beispiel mit Videos, bei denen Kinderyoga mit abenteuerlichen Geschichten kombiniert werden:

Video: YouTube

Titelbild: © New Africa

Über den Autor

Helena

Ganz egal, ob wir selbst Eltern sind oder nicht - Kinder sind das Wertvollste, das uns das Leben bescheren kann. Und genau so möchte ich und sollten wir alle sie behandeln. Als gutes Vorbild vorangehen, ihnen Liebe und Aufmerksamkeit schenken und genug Raum zur freien Entfaltung geben. Das klingt nach einem schwierigen Unterfangen? Keine Sorge! Alle Einzelheiten klären wir schließlich auf ma-gazin.de! :)

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