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Kinderwunsch: Vom Hibbeln und Warten

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Carolin wünscht sich ein Kind. Monatelang haben Carolin und ihr Partner Philipp hin- und herüberlegt, bis sie sich endlich entschieden haben. Sie haben den Kinderwunsch lange und sorgsam abgewägt, sind alle Für und Wider zuerst im Kopf, dann im Herzen ausführlich durchgegangen und sich letztendlich gemeinsam entschieden: es wird Zeit für ein neues Familienmitglied. Carolin ist 26 Jahre alt und Philipp zwei Jahre älter, und schwanger zu werden, schien – zumindest in der Vorstellung – für beide ein Kinderspiel zu sein…


„Es ist eigentlich alles normal“

Philipp und Carolin wissen, dass sie sich beim Kinderwunsch keinen Stress machen sollen. Daran versuchen sie sich auch bestmöglich zu halten: Alles soll ablaufen wie immer. Der Sex soll ungezwungen und schön wie bisher bleiben, das Zusammenleben soll auf keinen Fall unter irgendeinem Druck leiden, Stress soll so gut wie möglich vermieden werden. Die Aufregung ist nach jedem intimen Zusammensein groß, am liebsten würde Carolin direkt vom Bett in die Toilette rennen und einen Test machen. Ein Monat ist vergangen, die Hoffnung bei Philipp und Carolin groß. Dann kam die erste Monatsblutung, die zweite, die dritte, und obwohl beiden klar war, dass es völlig normal ist, wenn man – bzw. frau – nicht direkt schwanger wird, machte sich leichte Verzweiflung bei den beiden breit.

Kinderwunsch: Zwischen hoffen und bangen

Carolin und Philipp fällt es mittlerweile gar nicht mehr leicht, sich „keinen Stress zu machen“ und die Sorge darüber, warum die Schwangerschaft einfach nicht klappen will, lässt sich nur schwer ignorieren. Liegt es an Carolin? Oder an Philipp? Wäre es übertrieben, jetzt schon entsprechende Tests zu machen? Das Paar ist hin und hergerissen zwischen Unsicherheit, Hoffnung, Sorge und Vorfreude. Die Stimmung bei beiden wechselhaft. Immer wieder rufen sie sich ins Gedächtnis, dass es völlig normal ist, bis zu ein Jahr auf eine erfolgreiche Schwangerschaft zu warten. Immer wieder ist die Enttäuschung groß, wenn der Test erneut ein negatives Ergebnis anzeigt. Und immer wieder hibbeln und warten die beiden voller Vorfreude, dass es endlich klappt.

Was sag’ ich bloß der Familie?

Besonders schwierig sind die Fragen der Familie, der das Paar von ihrem Kinderwunsch erzählt hat. Ständige Nachfragen, wann es denn endlich soweit sei, setzen die beiden zusätzlich unter Druck. Manchmal überlegen die beiden, ob es nicht besser gewesen wäre, einfach zu schweigen und die Familie erst am Glück teilhaben zu lassen, wenn es dann wirklich funktioniert hat. Aber was, wenn es nicht funktioniert? Was sagen die beiden ihren Eltern und Carolins Schwester, wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt? Wird es nicht schwierig genug, selbst damit klarzukommen? Die negativen Gedanken nehmen langsam Überhand und Philipp und Carolin denken immer ernsthafter darüber nach, sich ausführlich testen zu lassen. Eigentlich haben sie sich eine Ein-Jahres-Grenze auferlegt. So lange wollten sie sich Zeit lassen, ohne schlechte Gedanken, ohne Sorgen und ohne Stress in Ruhe abzuwarten. Dass die Sorgen bereits mit dem ersten Monat kamen, konnten sie sich vorher nicht einmal vorstellen.

Was lange währt…

… wird leider nicht immer gut, doch Carolin und Philipp haben Erfolg gehabt. Nach über einem halben Jahr hat es schließlich geklappt. Warum erst jetzt? Das wissen die beiden nicht. Doch nun gibt es nicht Schöneres mehr für die beiden, als Carolins Bauch und dem kleinen Leben darin beim Wachsen zuzusehen. Das Hibbeln ist zwar noch nicht vorbei, doch die Unsicherheit des Wartens ist genommen. Nun können sich die beiden ganz auf die Vorfreude und die Vorbereitungen konzentrieren.

Titelbild: © sharpshutter22 – Fotolia

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