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Kinderwagen im Test: Zu kleine Taschen und Schadstoffbelastung

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Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Einer der ständigen und längerfristigen Begleiter einer Mama ist mit Sicherheit der Kinderwagen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass das gekaufte Exemplar nicht nur gut ist, sondern auch verlässlich. Wir haben für euch die aktuellen Testergebnisse 2015.


Wie auch in den vergangenen Jahren hat Stiftung Warentest im Februar die neusten Kinderwagen-Modelle auf Eigenschaften und Verarbeitung geprüft. Leider sind auch dieses Mal wieder viele Modelle negativ aufgefallen – von 14 getesteten Wagen bekam nur eines die Gesamtnote „gut“ und zwei sind sogar mit „mangelhaft“ komplett durchgefallen. Ein Problem, das häufiger auftrat, war Platzmangel: Nicht wenige der geprüften Wagen waren eindeutig zu klein für die längerfristige Nutzung, da vor allem die Taschen oft viel zu knapp bemessen waren.

Nicht immer sagt der Preis etwas über die Qualität aus

Dass teuer nicht immer mit gut gleichzusetzen ist, beweisen bedauerlicherweise die Testergebnisse von einigen der beliebtesten und hochpreisigsten Kinderwagen. Beispielsweise sind aktuelle Modelle von Maxi-Cosi und Bugaboo nur mit einem „ausreichend“ bewertet worden. Bei ihnen und anderen Kombi-Wagen waren insbesondere die Tragetaschen zu schmal oder insgesamt zu klein. Große Babys hätten nach ungefähr vier oder fünf Monaten keinen Platz mehr. Und das bei einem Anschaffungspreis von rund tausend Euro. Auch die Verstellmöglichkeit von Sitz und Lehne war bei einigen nicht gegeben, Babys können in diesen Wagen also nicht gerade liegen.

Am erschreckendsten war jedoch, dass im Kinderwagen der allseits beliebten und eigentlich vertrauenswürdigen Marke Stokke krebserregende Stoffe gefunden wurden.

Testsieger Britax Go

Am besten und als Einziger mit der Note gut (2,4) hat der Britax Go abgeschnitten. Für das gute Ergebnis waren vor allem die Handlichkeit, die große Tragetasche sowie gute Noten in den Bereichen Sicherheit und Schadstoffbelastung verantwortlich. Den einzigen Minuspunkt gab es für den Sitz, der sich nicht flachlegen lässt.

Preis-Leistungs-Sieger Turbo S von ABC-Design

Er hat zwar „nur“ eine befriedigende Note bekommen, konnte aber in Sicherheit und Handling gut abschneiden. Für seine gute Haltbarkeit bekam er sogar eine 1,0. Kritikpunkt beim Turbo S ist allerdings die unhandliche Tragetasche, doch bei einem relativ günstigen Preis von 330 Euro ist das wohl noch eher zu verkraften als bei den deutlich teureren Alternativen.

Noten-Überblick

Britax Go (gut)
Knorr Baby Voletto Sport (befriedigend)
ABC-Design Turbo 6S (befriedigend)
Hauck Malibu XL All in One (befriedigend)
Bugaboo Cameleon3 Base (ausreichend)
Gesslein F6 Air+ (ausreichend)
Hartan Topline S (ausreichend)
Maxi-Cosi Mura 4 Plus (ausreichend)
Mutsy Evo (ausreichend)
Naturkind Terra Plus (ausreichend)
Peg Perego Book Pop-Up Modular (ausreichend)
Teutonia BeYou V2 (ausreichend)
Joolz Day Earth (mangelhaft)
Stokke Trailz (mangelhaft)

Weitere und detailliertere Infos bekommt ihr auf Stiftung Warentest sowie in diesem Video:

Zum Vergleich findet ihr hier einen Überblick über die getesteten Kinderwagen 2012.

 

Titelbild: © Ljupco Smokovski – Fotolia.com

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