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Kinderbetreuung: Welche Varianten gibt es?

Kinderbetreuung
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Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Kita, Tagesmutter oder doch lieber Au-Pair?

So schön die ersten Monate mit dem Kind auch sind – eines Tages kommt der Zeitpunkt zur Rückkehr in die Arbeitswelt. Sei es, weil euch der Beruf fehlt oder weil die finanzielle Situation keine längere Auszeit zulässt. Grundvoraussetzung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eine angemessene Kinderbetreuung.


Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren

Was in Frankreich, Schweden und Holland schon längst selbstverständlich ist, gibt es in Deutschland noch nicht: ein ausreichend großes Angebot an bezahlbaren Betreuungsplätzen für Kleinkinder. Bund und Länder bemühen sich seit einigen Jahren um ein größeres Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren. Heute hat mit Vollendung des ersten Lebensjahres jedes Kind einen Rechtsanspruch auf einen Platz in der Kindertagespflege oder Kindertageseinrichtung. Worum es sich dabei genau handelt und welche Kosten auf euch zukommen, erfahrt ihr hier.

Tipp: Die Betreuungskosten für eure Kinder könnt ihr als Sonderausgaben absetzen. Mehr Infos zum Thema gibt es in diesem Beitrag.

Betreuung in Kindergarten oder Krippe ist die Regel

In Kindergärten oder Krippen werden Kinder ganz- oder halbtags in Gruppen von sozialpädagogisch geschulten Kräften betreut, wobei die Betreuungsschlüssel je nach Einrichtung und Kommune sehr verschieden ausfallen können. In der Regel liegen die Öffnungszeiten zwischen 7:30 Uhr und 16:30 Uhr. Wie hoch die Beiträge für die Eltern ausfallen, ist von Bundesland zu Bundesland recht unterschiedlich und zum Teil stark vom Einkommen abhängig – das ist zum Beispiel in Hamburg der Fall. Zusätzlich fallen in den Einrichtungen häufig weitere Beiträge an, etwa für die Verpflegung oder aber für Bastelmaterialien.

Alternativen zu Kita und Krippe

Die Kindertagespflege wird von vielen Eltern bevorzugt, da sie diese als familiärer und persönlicher empfinden, was insbesondere an den besseren Betreuungsschlüsseln liegt. Beliebt sind zudem Tagesmütter, die nicht selten flexibler sind als die Betreuungseinrichtungen. Eine weitere Alternative ist ein Babysitter, ein Au-Pair oder eine Kinderfrau. Diese betreuen die Kinder bei den Eltern zu Hause und festgelegte Abholzeiten fallen weg. Ein Nachteil ist, dass das Kind weniger soziale Kontakte zu Gleichaltrigen hat.

Folgende Varianten gibt es:

Tagesmutter

In der Regel eine mit einer speziellen vom Jugendamt erteilten Pflegeerlaubnis ausgestattete Privatperson, die bei sich Zuhause in einer kleinen Gruppe Kinder betreut.

Kinderfrau

Die Kinderfrau oder Nanny beschäftigt ihr in der Regel auf Minijobbasis selbst. Sie kommt zu euch nach Hause und betreut das Kind in euren eigenen Räumen.

Au-Pair

Wenn ihr zu Hause ausreichend Platz habt, wäre auch ein Au-Pair aus dem Ausland eine Lösung. Allerdings sind Au-Pairs in der Regel noch sehr jung und nicht unbedingt für eine ganztägige Betreuung geeignet. Daher ist ein Platz in einer Kita zur Ergänzung sinnvoll. Hierbei fallen keine Kinderbetreuungskosten an, jedoch wohnt ein Au-Pair bei euch, wird von euch verpflegt und erhält hierfür ein Taschengeld.

Babysitter

Ein Babysitter wird meistens nur stundenweise engagiert. Eine gute Alternative sind die sogenannten Leihomas und -opas, die auch stundenweise Betreuungen übernehmen und oft mit der Zeit echte Familienmitglieder werden.

Private Initiativen

In größeren Städten gibt es für die Betreuung kleiner Kinder sehr oft private Initiativen. Diese Betreuungsmöglichkeit wird nicht öffentlich gefördert und ist daher recht teuer. Allerdings gibt es auch hier flexiblere Öffnungszeiten und kleinere Gruppen.

Bild: Irina Schmidt

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