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Kinder und Rituale: Regelmäßigkeit ist das A und O

Kinder und Rituale: Regelmäßigkeit ist das A und O
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Geschrieben von Tamara Jungbauer

Erfahrt, wieso für eure Kinder Rituale so bedeutsam sind.

Tamara erläutert euch heute, wieso regelmäßige Rituale für eure Kinder unerlässlich sind. Natürlich bedeutet das vor allem, dass auch ihr euch strukturieren müsst, um es an eure Kinder weitergeben und ihnen somit die Orientierung und den Halt geben zu können, den sie zum Heranwachsen dringend benötigen.


Wenn ich zum gefühlten 85. Mal innerhalb von drei Tagen die CD vom “Räuber Hotzenplotz” höre, die darin vorkommenden Lieder mich als Ohrwürmer den gesamten Tag hindurch verfolgen und meine kleinen Männer immer noch begeistert vor dem CD-Player sitzen, dann weiß ich wieder: “je öfter, desto besser” ist das Motto der kleinen Leute. Und das aus gutem Grund.

Rituale verhelfen zu Struktur und Orientierung

Von Beginn an ist es für die Kleinsten wichtig, Rituale zu haben. Schon bei Neugeborenen können wir dem Tag durch regelmäßige Abläufe Struktur verleihen. Auf diese Weise erkennt es sehr bald, was als Nächstes passiert und kann sich dementsprechend besser zeitlich orientieren. Es dauert einige Wochen, bis das Kind langsam einen eigenen Rhythmus in seinem Ess- und Schlafverhalten entwickelt. Rituale sind ihm dabei eine wertvolle Unterstützung.

Dabei geht es nicht um künstlich erstellte Abläufe, sondern vielmehr um kleine Handlungen, die möglichst immer gleich ablaufen und den kleinen Leuten Orientierung geben. Speziell beim Essen und Schlafen sind Kindern feste Rituale sehr wichtig. Diese sollten aber auch nicht zur Pflichtübung werden, meist entstehen sie ganz von selbst, wenn wir uns unserer eigenen Werte (des gesellschaftlichen Miteinanders) bewusst sind und diese auch unseren Kindern vermitteln wollen.

Strukturen geben Sicherheit und Halt

Struktur in Form von sich stets wiederholenden Abläufen gibt Kindern Sicherheit. Die Welt ist für die Kleinen ein undurchschaubar chaotischer Platz, der so viel Unbekanntes und zum Teil Beängstigendes in sich birgt, sodass sie dringend Halt brauchen. Ein weiterer Grund für Rituale ist die damit einhergehende Förderung der Selbstständigkeit. Ein Kind, das eine klare Struktur und Ordnung im alltäglichen Miteinander erfährt, findet sich in weiterer Folge auch besser selbst zurecht. Gemeinsame Rituale in der Familie (wie etwa gemeinsames Essen bei Tisch) stärken außerdem das Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Abgesehen von den Ritualen, die wir Erwachsenen den Kindern bieten, suchen Kinder aber auch ganz von selbst nach Wiederholung und Ordnung in ihrem Alltag. Wie eben auch beim Hörspiel oder der Gute-Nacht-Geschichte, die auch noch beim 123. Mal Freude bereitet. Es ist also sinnvoll, entsprechend auf das kindliche Bedürfnis nach Wiederholung einzugehen und sich auch zum 86. Mal auf den “Räuber Hotzenplotz” – oder was auch immer sonst – einzulassen.

Titelbild: © Monkey Business – Fotolia.com

Über den Autor

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Tamara Jungbauer

Ich bin Mutter zweier Söhne, lebe in Wien und habe Erziehungswissenschaften studiert. Mit meinem Erziehungsblog "www.erziehungskiste.net", biete ich neben Infos rund um das Thema Kinder und Familie auch eine kostenlose E-Mail Beratung an. Meine Beiträge beinhalten Tipps und nützliche Informationen für Eltern und andere Interessierte und ich freue mich, nun auch den ma-gazin-Lesern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

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