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Kind ans eigene Bett gewöhnen: So klappt’s!

Kind ans eigene Bett gewöhnen
Saskia
Geschrieben von Saskia

Geduld, Verständnis und Konsequenz!

Das Kind ans eigene Bett zu gewöhnen, verlangt sehr viel Feingefühl, Verständnis und Konsequenz. Wann der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist, sollten Eltern ganz individuell und ohne Druck entscheiden. In eurem Bett wird es zum Beispiel immer enger? Euer Nachwuchs beschwert sich ebenfalls, dass der Platz immer knapper wird und Mama und Papa in der Nacht manchmal so richtig nerven? Dann ist der Zeitpunkt gekommen, euer Kind Schritt für Schritt ans eigene Bett zu gewöhnen.


Wann die Zeit dafür reif ist, wisst ihr als Eltern am besten. Ihr kennt euer Kind und wisst, ob es mit dieser Situation umgehen kann. Euch fällt es schwerer als eurem Kind, sich vom Familienbett zu verabschieden? Wir sind überzeugt, dass auch ihr die Umgewöhnung vom Co-Sleeping zu getrennten Schlafzimmern mit Bravour meistert.

So gewöhnt ihr euer Kind ans eigene Bett

1. Ankündigung und Gründe

Je nachdem, ob euer Kind bereits im eigenen Gitterbettchen bei euch im Schlafzimmer oder jede Nacht bei euch im elterlichen Bett geschlafen hat, ist die Umgewöhnung ins Kinderzimmer und ans eigene Bett ganz unterschiedlich. Bei Gitterbettchen ist es wichtig, dass ihr immer noch ein Babyphone oder eine App parat habt, um für euer Baby da zu sein, wenn es euch braucht. Hatte es bislang noch kein eigenes Bett, könnt ihr ihm dieses nun richtig schmackhaft machen und ihm außerdem tolle neue Bettwäsche kaufen. Je nach Alter verstehen Kleinkinder auch schon die Gründe, die für ein eigenes Bett im Kinderzimmer sprechen.

2. Langsame Gewöhnung und viel Verständnis

Aller Anfang ist schwer. Erwartet nicht, dass euer Kind trotz eurer Erläuterungen und seiner Vorfreude auf das eigene Bett sofort jede Nacht alleine schläft. Jedes Kind ist anders und benötigt mal mehr und mal weniger Zeit, um sich an die neue Schlafsituation zu gewöhnen. Ihr könnt euch zum Beispiel darauf einigen, dass es in der ersten Woche alle zwei Tage im eigenen Bett schläft und sofern es wach wird und Angst hat, ihr so lange im Kinderzimmer bleibt, bis es wieder eingeschlafen ist. Setzt euch in den ersten Monaten einfach kleine und ganz individuelle Meilensteine.

3. Konsequenz und Ausnahmen

Habt ihr die ersten Wochen gut gemeistert und fühlt sich euer Kind im Kinderzimmer und in seinem eigenen Bett wohl, gilt es ab jetzt, die neue Schlafsituation konsequent einzuhalten. Natürlich gehören auch Ausnahmen dazu. Hatte euer Kind zum Beispiel einen Alptraum, ist krank oder hat es einfach unregelmäßig das Bedürfnis, wieder bei euch zu schlafen, ist das vollkommen ok. Mit der Zeit wird es von selbst immer häufiger ins eigene Bett gehen. Vor allem dann, wenn es weiß, dass ihr immer in der Nähe und zur Stelle seid, wenn es das Bedürfnis nach Nähe oder Angst hat.

4. Kinderzimmer

Das Kinderzimmer ist im Gegensatz zum elterlichen Schlafzimmer meist vollgestellter und unaufgeräumter. Auch die Matratze, Gerüche und Geräusche können sich von eurem Schlafgemach unterscheiden. Hinzu kommen unbekannte Schattenspiele an den Wänden und Decken, die eurem Nachwuchs in der Nacht Angst machen können. Das Kinderzimmer ist für euer Kind also ein komplett neuer Ort, an den es sich erst gewöhnen muss und das verlangt vor allem eins: Geduld. 🙂

5. Zubettgeh-Ritual

Statt euch gemeinsam ins Bett zu kuscheln, könnt ihr euch ab jetzt ein neues Einschlaf-Ritual überlegen, das ihr regelmäßig zelebriert. Sofern möglich, sollten sich Mama und Papa dabei abwechseln und sich genügend Zeit zum Vorlesen, Kuscheln oder Baden nehmen. Dann lernt euer Nachwuchs umso schneller, dass die Zubettgeh-Zeit trotz getrennter Betten immer noch ein ganz inniger und besonderer Moment mit den Eltern ist und schläft ganz sicher mit positiven Gedanken ein.

6. Schutzengel

Eine weitere sinnvolle Hilfe kann eine Art Schutzengel sein, der euer Kind begleitet, um sich trotz der nächtlichen Trennung von den Eltern wohl und sicher zu fühlen. Das kann beispielsweise ein neues Kuscheltier oder eine kleine Figur oder Puppe sein, die unters Kopfkissen gelegt wird. Auch ein besonderes Nachtlicht für die Steckdose oder den Nachttisch kann eine schöne Motivation sein. Eine weitere tolle Idee: Ihr klebt gemeinsam nach jeder Nacht, die euer Knirps im eigenen Bett geschlafen hat, einen leuchtenden Stern unter die Decke. Mit der Zeit entsteht daraus ein toller Sternenhimmel, euer Kind gewöhnt sich mit jedem Stern etwas mehr ans eigene Bett und ihr könnt nachzählen, wieviele Nächte es bereits „allein“ gemeistert hat.

Hier findet ihr unsere Einschlaftipps für Schulkinder.

Titelbild: © kaloriya

Über den Autor

Saskia

Saskia

Ganz egal, ob wir selbst Eltern sind oder nicht - Kinder sind das Wertvollste, das uns das Leben bescheren kann. Und genau so möchte ich und sollten wir alle sie behandeln. Als gutes Vorbild vorangehen, ihnen Liebe und Aufmerksamkeit schenken und genug Raum zur freien Entfaltung geben. Das klingt nach einem schwierigen Unterfangen? Keine Sorge! Alle Einzelheiten klären wir schließlich auf ma-gazin.de! :)

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