Gesundheit Schwangerschaft

Keine Panik vor dem Boss

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Es ist doch so: Die Wahrheit wird euch befreien und euch früher in den Genuss des Mutterschutzes kommen lassen. Die Bedenken, die berufstätige und neu-schwangere Frauen plagen, sind nicht unbegründet, denn natürlich gibt es einiges zu berücksichtigen. Wie bringe ich mein neues Glück beispielsweise meinem Arbeitgeber bei? Cool bleiben, Ruhe bewahren, Zen! Denn genau deshalb heißt es ja Mutter-SCHUTZ.


Das Beste kommt zuerst, Mädels: Als berufstätige und ganz frische und stolze Fast-Mamas solltet ihr euren Chef über eure Schwangerschaft unterrichten, müsst es jedoch nicht, was ins Arbeitsrechts-Deutsche übersetzt ungefähr so lautet: Bei der Mitteilungspflicht der Schwangerschaft an den Arbeitgeber handelt es sich um eine Soll-Vorschrift. Das fängt doch gut an, oder? Die Entscheidung über den Zeitpunkt trefft ihr allein. Und warum auch lange damit hinter dem Berg halten? Schreit euer Glück in die Welt hinaus! Oder macht einen Termin und sprecht mit dem Boss. Bevor es jemand anderes tut!

Gerüchte verbreiten sich nun einmal schneller als man Maxi-Cosi sagen kann und deshalb sollte man ein Gespräch mit dem Arbeitgeber terminlich planen, bevor den Kollegen die Morgenübelkeits-Sprints zur Toilette auffallen. Auch zwischen Tür und Angel sollte man nicht auf das Thema zu sprechen kommen. Ein vereinbartes Gespräch ist stressfreier und beide Parteien bringen genug Zeit mit, um alle Fragen und Unsicherheiten zu klären. Trotzdem sollte Frau sich nicht unter Druck setzen lassen: Die ersten drei Monate einer Schwangerschaft sind eine kritische Phase, in der ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten besteht. Und außerdem muss man sich doch selbst erst einmal an die neue Situation gewöhnen, bevor es der Chef tut.

Sobald die Katze aus dem Sack ist, kann man sich ohne schlechtes Gewissen in die wohlig-warmen Arme des Mutterschutzes begeben, auch wenn man das Pech hat für jemanden zu arbeiten, der maschinenhafte Workaholics ohne Privatleben bevorzugt. Also, don’t blush, be proud! Mutter zu werden ist schön und vor allem unser gutes Recht und Privileg. Leider haben vor allem Frauen in leitenden Positionen Hemmungen sich zu offenbaren, aus Angst ihre oft hart erkämpfte Stelle zu verlieren und verzichten damit aber auf wichtige Mutterschutzregeln. Unter anderem dürfen Schwangere nicht mit schweren körperlichen Arbeiten beschäftigt oder gesundheitsgefährdenden Stoffen oder Strahlen ausgesetzt werden. Auch dürfen werdende Mütter nicht mehr als acht Stunden täglich oder 45 Stunden in der Woche arbeiten.

Für alle schwangeren Angestellten gilt zudem ein besonderer Kündigungsschutz – nicht nur während der Schwangerschaft, sondern auch noch vier Monate nach der Entbindung und auch bezüglich der Probezeit, die beendet ist, sobald man dem Chef reinen Wein eingeschenkt hat. Nur ein befristeter Arbeitsvertrag lässt sich durch die baldige Mutterschaft nicht aufheben. Problematisch könnte es zwischen euch und eurem Chef aller Erfahrung nach eher dann werden, wenn ihr wieder in der Job einsteigen wollt. Veränderte, innerbetriebliche Strukturen oder der Wunsch der Frau nach einer Teilzeitstelle stehen der Wiederaufnahme des Arbeitsverhältnisses oft im Wege. Doch auch hier gilt die Devise: keine Panik! Auch der Wiedereinstieg kann früh mit dem Boss abgestimmt werden. Eine frühe Entscheidung eurerseits ist wünschenswert, jedoch nicht verbindlich. Ihr müsst nicht in die Höhle des Löwen zurück, wenn ihr nicht wollt.

Ist der König im Bilde, können auch die anderen Untergebenen eingeweiht werden. Denn schließlich gilt es nun, die Arbeit neu zu verteilen, denn eure Arbeitsausfälle, wie z.B. durch Arztbesuche, müssen jetzt einkalkuliert werden. Außerdem ist es nun auch endlich an der Zeit euch Glückwünsche, Beifall und neidvolle Blicke der Kollegen abzuholen. Denn für euch beginnt jetzt die beste Zeit des Arbeitslebens. Nehmt sie euch!

Über den Autor

Redaktion ma-gazin

Redaktion ma-gazin

Hinterlasse ein Kommentar