Beruf & Finanzen Familie

Junge Familien: Väter in Elternzeit und berufstätige Mütter

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Wie sieht es aus mit Elternzeit, Elterngeld und dem Wiedereinstieg ins Berufsleben?

Die klassische Rollenverteilung innerhalb der Familie ist im Umbruch: Frauen sind nicht mehr ’nur‘ Hausfrau und Mutter, sondern können sich auch beruflich verwirklichen; Männer übernehmen zunehmend mehr Aufgaben in der Kinderbetreuung. Diesen Wandel unterstützt die moderne Familienpolitik unter Familienministerin Manuela Schwesig. 2015 sind einige Neuerungen bei Elternzeit und Elterngeld in Kraft getreten, mit denen beide Geschlechter Familie und Beruf besser vereinbaren können.


Um zugleich ein erfolgreiches Familien- und Arbeitsleben zu führen, bedarf es einer gemeinschaftlichen Organisation und Planung, bei der ihr von Beginn der Schwangerschaft bis zur Wiederaufnahme eurer Erwerbstätigkeit einige Dinge berücksichtigen solltet. Durch Mutterschutzregelungen kann es bei euch bereits frühzeitig zu Arbeitsausfällen kommen. Genauer heißt das, dass ihr in bestimmten Tätigkeitsgebieten bereits vor Beginn der Mutterschutzfrist ein Beschäftigungsverbot auferlegt bekommt. Hier erfahrt ihr mehr zu den beruflichen Veränderungen.

Bis zu drei Jahre Elternzeit

Nach der Geburt des Kindes stehen angestellten Müttern und Vätern zur Kinderbetreuung jeweils bis zu drei Jahre Elternzeit zu, die gemeinsam oder allein, am Stück oder mit Unterbrechungen teilweise sogar bis zum achten Lebensjahr des Kindes in Anspruch genommen werden können. Damit habt ihr als Eltern deutlich mehr Spielraum in der familieninternen Aufteilung und Planung der Kinderbetreuung.

Elterngeld und ElterngeldPlus

Eine finanzielle Unterstützung in Form von Elterngeld erhalten bis auf wenige Ausnahmen alle Eltern in unterschiedlicher Höhe für maximal die ersten 28 Lebensmonate des Kindes, auch bei Selbstständigkeit oder Erwerblosigkeit. Die Einführung des ElterngeldPlus und des Partnerschaftsbonus schafft Anreize für eine frühzeitige Wiederaufnahme eines Beschäftigungsverhältnisses neben dem Familienleben. Wer sich für das ElterngeldPlus entscheidet, kann den Bezugszeitraum des Elterngeldes nämlich verdoppeln und im Falle eines Teilzeiterwerbs mehr als nur den halben Elterngeldbetrag monatlich erhalten. Andernfalls wird der Betrag bei verlängertem Bezugszeitraum lediglich auf die Monate gestreckt. Mit dem Partnerschaftsbonus können vier zusätzliche ElterngeldPlus Monate beansprucht werden, sofern Mutter und Vater in vier Monaten gleichzeitig einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen. Je nach Erwerbssituation (Angestelltenverhältnis, Selbstständigkeit, Erwerbslosigkeit) und Familienstand (gemeinsame Kinderbetreuung oder alleinerziehend) ergeben sich Unterschiede in den gesetzlichen, finanziellen und steuerlichen Ansprüchen von Müttern und Vätern.

Wiedereinstieg frühzeitig planen!

Der Wiedereinstieg in den Berufsalltag stellt Eltern vor allerlei Herausforderungen, angefangen bei der Kinderbetreuung. Kindertagesstätten haben zum Teil lange Wartelisten, sodass sich auch hier eine frühzeitige Planung und das Bedenken von Alternativen wie Tagesmütter oder der Gestaltung des Arbeitsverhältnisses (etwa Heimarbeit oder Reduzierung der Arbeitszeit) lohnen. Mütter und Väter im Angestelltenverhältnis werden gesetzlich unterstützt und haben beispielsweise Anspruch auf Freistellungstage bei Erkrankung des Kindes. Der Staat fördert erwerbstätige Familien in vielerlei Hinsicht. Ein erfolgreiches Familien- und Berufsleben zugleich zu führen ist dennoch nicht einfach.

Stresst euch also keinesfalls damit, immer alles perfekt hinbekommen zu wollen. Denn das ist quasi unmöglich. 🙂

Ihr wollt mehr zu dem Thema Wiedereinstieg in den Beruf, Elternzeit und Elterngeld erfahren? Hier könnt ihr euch einen kostenlosen Ratgeber mit allerlei Tipps als E-Book herunterladen.

Titelbild: © Rob and Julia Campbell – stocksy.com

Über den Autor

Redaktion ma-gazin

Redaktion ma-gazin

Hinterlasse ein Kommentar