Ausflug & Reise Schulkind

Jugendfreizeit: Zum ersten Mal allein verreisen

Jugendfreizeit
Saskia
Geschrieben von Saskia

Auch Heimweh gehört dazu!

Kurz bevor die Schulzeit beginnt, haben eure Kinder schon einige Urlaube mit euch gemeinsam erlebt. Ab ungefähr fünf Jahren könnt ihr sie sogar ohne euren Beistand in die große weite Welt schicken. Natürlich nicht allein, sondern mit einer Jugendfreizeit-Gruppe!


Je jünger euer Nachwuchs während seiner ersten Jugendfreizeit ist, desto aufregender ist es natürlich für eure Knirpse und für euch. Das sollte euch dennoch nicht davon abhalten, eure Kinder loszulassen. Wie verraten euch, wie ihr euch gemeinsam vorbereiten könnt und wieso das Ferienlager eine wertvolle Erfahrung ist.

Bereit für die erste Jugendfreizeit?

Natürlich solltet ihr euren Nachwuchs niemals zwingen, alleine zu verreisen. Ihr kennt euer Kind und wisst meist ziemlich gut, ob es die Trennung von euch gut verkraftet oder ob es eher anhänglich ist. Entscheidet gemeinsam, ob die Zeit reif ist und lasst euer Kind ebenfalls mitentscheiden, in welches Ferienlager es gehen soll. Zudem ist es wichtig, ein Kind auf die erste Zeit ohne Eltern vorzubereiten beziehungsweise es sensibel daran gewöhnen. So bieten beispielsweise Jugendfreizeiten – die von Kirchen organisiert werden – vor der Reise Treffen an, bei denen sich die Kids kennenlernen können. Informiert euch rechtzeitig, ob es diese Möglichkeit gibt und nehmt sie wahr. Natürlich ist es toll, wenn der beste Freund oder die beste Freundin oder noch weitere bekannte Kinder mitkommen, dann ist nicht alles neu und unbekannt. Zudem ist es sinnvoll, wenn euer Nachwuchs vorher mindestens über ein verlängertes Wochenende bei Freunden, den Großeltern oder anderen Verwandten oder Bekannten übernachtet.

Heimweh und jetzt?

Auch wenn ihr euer Kind noch so gut vorbereitet habt: Gerade der erste Urlaub ohne Eltern kann für großes Heimweh sorgen. Dann ist es wichtig, dass ihr erreichbar seid und Verständnis habt. Vielleicht hilft es eurem Zwerg dann bereits, wenn ihr morgens und/oder abends ein kurzes Telefonat haltet. So hat euer Knirps die Möglichkeit, sich auszutauschen und kann hoffentlich mit einem positiven Gefühl die Nachtruhe einläuten. Allerdings kann der regelmäßige Kontakt auch das Heimweh verstärken. Da heißt es, individuell passend zu reagieren. Auch das Lieblingskuscheltier oder Rituale, wie etwa eine heiße Milch am Abend oder ähnliche Dinge können eurem Kind helfen, das Heimweh zu besiegen. Sprecht vor der Abreise auf jeden Fall mit den Gruppenleitern ab, wie sie euer Kind und euch dabei unterstützen können. Wisst ihr bereits vor der Abreise, dass euer Knirps unter starkem Heimweh leiden wird, könnt ihr außerdem einen Notfallplan vereinbaren. Geht es ihm nämlich jeden Tag schlecht und weint viel, kann es im Einzelfall besser sein, wenn ihr es nach der Hälfte der Ferienzeit besucht oder – sofern es die Zeit ohne euch gar nicht mehr aushält – wieder mit nach Hause nehmt und den Urlaub vorzeitig abbrecht. Das ist in der Regel natürlich nur möglich, solange das Ferienlager nicht zu weit von eurem Wohnort entfernt ist.

Vorteile eines Ferienlagers

Endlich mal für einige Tage nicht von euch ermahnt zu werden, ist eine Wohltat für euren Sprössling und für euch. 😉 Stattdessen wird es sich allerdings an die Regeln der Teamleiter halten müssen. Euer Kind lernt also frühzeitig, dass nicht nur Eltern für Orientierung sorgen, sondern dass sie sich ebenfalls an fremde Abmachungen halten müssen. Der Umgang mit Taschengeld sowie fernseh-und computerfreie Zeiten werden ebenfalls geübt. Speziell dann, wenn eure Kids ohne Freunde oder Bekannte die Jugendfreizeit antreten, sind sie darauf angewiesen, schnell mit Kindern in Kontakt zu treten. Das fördert ihre Kommunikation sowie ihr Selbstbewusstsein. Zudem lernen sie dadurch, sich gegenseitig zu unterstützen und sich vor anderen zu behaupten. Ein weiterer Vorteil ist, dass eure Kids beim Essenkochen, Tischdecken, Bettenmachen und Co. helfen müssen. Mahlzeiten werden immer mit der gesamten Gruppe eingenommen, wodurch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt wird. Auch in puncto Aktivitäten kann ein Urlaub mit den Eltern ein Ferienlager nur schwer toppen. In der Regel sind Kinder während einer Jugendfreizeit unentwegt an der frischen Luft, spielen gemeinsam, fahren Fahrrad, gehen schwimmen und am Abend folgen häufig tolle Aktionen wie Lagerfeuer, gemeinsames Musizieren, Stockbrot grillen und vieles mehr. Übrigens kann auch das Heimweh einen positiven Effekt haben. Selbst dann, wenn euer Kind früher als geplant wieder nach Hause kommt. Jeder Tag ohne euch bedeutet nämlich, dass es viele neue Erfahrungen und Eindrücke sammelt und dass es trotz Heimweh einige Tage ohne euch bestritten hat. Und das hat auf jeden Fall ganz viel Anerkennung und noch mehr Kuschelmomente mit euch verdient. 🙂

Titelbild: © New Africa

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von alldem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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