Schulkind

„Ich will aber auch ein Handy!“

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Egal, wo wir hingehen oder was wir unternehmen, ein kleiner Begleiter ist so gut wie immer dabei, denn er ist schlicht und einfach nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken: das Handy. Es ist klein, praktisch und kann heutzutage so gut wie alles – vom Gamecenter, über das Chatten mit Freunden, bis hin zum Teilen von Videos in Sozialen Netzwerken. Und auch für die meisten Kinder und Jugendlichen gehört es fest zum Alltag dazu. Aber mit welchem Alter sollten Kinder ein eigenes Mobiltelefon bekommen und was ist bei einem Kauf zu beachten?


Ob zum Verabreden mit Freunden oder um zu Hause anzurufen, wenn die Schule früher endet, aber auch für echte Notfälle wird das Handy mit zunehmendem Alter eurer Sprösslinge immer wichtiger. Früher oder später werdet ihr als Eltern mit dem Thema konfrontiert werden.

Spezial-Handys für Grundschüler

Ab wann Kinder ein eigenes Mobiltelefon haben sollten, ist umstritten und es herrscht keine Einigkeit über eine Altersgrenze. Generell braucht euer Kind während der Grundschulzeit noch kein Handy, wenn ihr euch dabei aber sicherer fühlen solltet, gibt es spezielle Notfallhandys, damit ihr euch keine Sorgen machen müsst. Diese Handys sind besonders für jüngere Kinder sinnvoll, da sie mit einer Notruftaste und einer Ortungsfunktion ausgestattet sind. So wisst ihr auch im Notfall, wo sich euer Kind aufhält. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Rufnummern zu beschränken, dadurch können eure Kinder nur telefonieren, wenn es wirklich nötig ist und nicht aus Langeweile. Beim Kauf solltet ihr auf die Inhaltsstoffe achten und am besten ein Handy kaufen, welches ein GS (geprüfte Sicherheit)-Zeichen hat, denn viele Einsteigermodelle sind nicht nur bunt und haben lustige Formen, sondern enthalten schädliche Weichmacher.

Es muss kein Smartphone sein

Wenn ihr schon ältere Kinder habt, werdet ihr ungefähr ab der fünften oder sechsten Klasse merken, dass ein Handy ab diesem Alter immer wichtiger für eure „Kleinen“ wird. Es klingt zwar übertrieben, aber Handys dienen der Kommunikation mit Freunden und wer in einer Clique oder unter Freunden als einziger ohne ein eigenes Handy dasteht, kann sich schnell als Außenseiter fühlen. Allerdings müsst ihr eurem Kind nicht das neueste und tollste Smartphone kaufen, denn der meiste Schnickschnack wird in diesem Alter noch nicht benötigt und die Gefahr verringert sich, dass  zu viel Medien wie Fernsehen und Internet konsumiert werden, ohne dass ihr dies wisst oder elterlich kontrollieren könnt.
Auch ist es völlig in Ordnung, ein gebrauchtes Modell als Ersthandy zu besorgen, dadurch ist es nicht nur kostengünstiger, sondern auch unattraktiv für potenzielle Diebe. Und es ist auch nicht ganz so furchtbar, wenn es verloren gehen sollte. Wenn ihr eurem Kind ein internetfähiges Handy kauft oder ihm vielleicht euer altes schenkt,  dann könnt ihr das Surfen und somit die damit verbundenen Kosten verhindern, indem ihr ganz einfach die Zugangsdaten aus den Einstellungen des Handys löscht.

Feste Absprachen und Verantwortung

Lasst euch in einem zuverlässigen Mobilfunk-Laden beraten, wie man teure 0137- oder 0900-Nummern sperren lässt und ob sich eher ein Vertrag oder ein Prepaid-Handy lohnt. Denn trotz der Flatrate-Option ist ein Vertrag meist unübersichtlich und kann zu mehr Kosten führen. Bei einer Prepaid-Karte dagegen weiß euer Kind, wann wie viel Geld noch zur Verfügung steht. Außerdem habt ihr so eine bessere Übersicht, wenn ihr die Karte wieder aufladen lasst. Wichtig ist aber auch, dass ihr mit euren Kindern offen darüber sprecht, welche Verantwortung ein Handy mit sich bringt und vor allem, welche Gefahren und Kostenfallen da draußen auf sie warten. Besonders Spiel- und Klingelton-Dienste haben oft versteckte Kosten, weil sich häufig ein Abonnement hinter den Angeboten verbirgt. Trefft feste Absprachen zur Nutzung und erklärt euren Kindern, dass zum Beispiel der Versand von peinlichen oder intimen Fotos von Mitschülern gegen Rechte verstößt und schlichtweg gemein und, unter Umständen, sogar grausam ist. Und auch wenn es hart klingt: Wenn ihr vermutet, dass euer Kind sich nicht an die Abmachungen hält, dürft ihr als Eltern durchaus überprüfen, was für Inhalte auf dem Handy gespeichert sind, und dementsprechend handeln. Vielleicht mit einem Tag Handyverbot. Das Wichtigste ist, dass euer Kind weiß, dass es mit dem Handy verantwortungsvoll umgehen muss.

Titelbild: © Belinda Pretorius – Fotolia.com

Über den Autor

Redaktion ma-gazin

Redaktion ma-gazin

1 Kommentar

Hinterlasse ein Kommentar