Gesund

Hilfe, mein Baby zahnt: Tipps für besorgte Eltern

Hilfe, mein Baby zahnt – Tipps für besorgte Eltern
Saskia
Geschrieben von Saskia

Was hilft gegen Fieber, Durchfall und schlaflose Nächte?

Letzte Woche haben wir euch erläutert, woran ihr erkennt, dass euer Baby die ersten Zähnchen bekommt. Diese bahnen sich oft ganz fies und heimtückisch ihren Weg ans Tageslicht eures kleinen Schatzes. Um euren Kindern das Zahnen zu erleichtern, haben wir heute hilfreiche Tipps.


Fieber und Durchfall

Schon im ersten Beitrag haben wir angedeutet, dass Babys während des Zahnens häufig unter Durchfall und Fieber leiden. Meist liegt es an dem geschwächten Immunsystem, denn der kleine Körper ist gerade ganz intensivst mit dem Zahnen beschäftigt und das verlangt höchste Aufmerksamkeit. Erst, wenn das Fieber zu sehr steigt, solltet ihr in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Genauso solltet ihr beim Durchfall vorgehen. Dieser kann auch mit der sich verändernden Kost zusammenhängen, da die Nahrung natürlich auch fester wird, wenn euer Baby zahnt und sich der Magen-Darm-Trakt erst darauf einstellen muss.

Wie ihr helfen könnt

Natürlich mit speziellen Beißringen und Co., die man auch ins Kühlfach legen kann. Achtet beim Kauf darauf, dass sie aus Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE) sind und keine gefährlichen Weichmacher (wie Phtalat) oder PVC enthalten.

Massiert den Kiefer und die Mundhöhle mit speziellen Fingerlingen aus Silikon (bekommt ihr in der Apotheke), die ihr später auch für die Zahnpflege verwenden könnt. Achtet dabei bitte darauf, dass eure Finger und die Silikonhülle wirklich sauber sind.

Lasst euren Schatz kauen. Egal ob auf einer Karotte, auf einem kindgerechten Plastiklöffel oder einer Brotkrumme. Es wirkt ebenfalls wie eine Massage, verschafft eine Linderung des Schmerzes und kann Entzündungen hemmen. Setzt euch am besten daneben, damit sich euer Baby nicht verschluckt.

Der vermehrte Speichelfluss bedeutet, dass ihr immer Wechselkleidung und vor allem reichlich Spucktücher und Lätzchen bei euch haben solltet. Ansonsten verkühlt sich euer Kind vielleicht. Auch eine spezielle Pflegecreme für den Mundbereich schadet in dieser Zeit nicht, damit die Mundwinkel sich nicht entzünden.

Vanilleessenz enthält Substanzen, die auf natürliche Weise beruhigend wirken. Tragt die Essenz einfach mit leichtem Druck auf das Zahnfleisch auf und verbindet es mit einer Massage der Mundhöhle.

Gegen Fieber sollen homöopathische Mittel mit Tollkirsche Wunder bewirken. Ansonsten greifen Ärzte eher auf Globuli, die Kamille enthalten, zurück.

Auch getrocknete Nelkenknospen sollen gut gegen Zahnschmerzen wirken. Falls ihr Nelkenöl ausprobieren wollt, müsst ihr es vor dem Einmassieren ins Zahnfleisch UNBEDINGT mit einem Trägeröl wie Olivenöl verdünnen, da es sonst zu stark ist.

Sofern es euch möglich ist, stillt eure Babys in dieser Zeit regelmäßig und tragt euer Kleines viel herum. Bei all dem Schmerz und dem Unwohlsein, benötigt es noch mehr Zuneigung und Körperwärme von euch.

Mit Bachblüten könnt ihr euer Baby auch noch mal emotional unterstützen. Entweder, in dem ihr spezielle Präparate (bitte in der Apotheke oder von einem Arzt beraten lassen!) direkt bei eurem Kind anwendet oder durch eigene Einnahme, sofern ihr euer Baby in dieser Phase noch stillt.

Weitere Tipps zu Bernsteinketten und Co. erfahrt ihr hier.

Titelbild: © Dmitry Naumov – Fotolia.com

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

Hinterlasse ein Kommentar