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Gut vorbereitet: Wespenschutz bei Kindern

Wespenschutz bei Kindern
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Tipps und Tricks gegen Wespen, Mücken und Co.

Die heißen Temperaturen sind endlich wieder zurückgekehrt und dennoch lässt sich das Outdoor-Vergnügen derzeit nicht so unbeschwert genießen, wir ihr es euch wünscht. Schuld daran sind kleine fiese Plagegeister. Wir verraten euch einige Tipps und Tricks, für chemiefreien Wespenschutz bei Kindern. Und was ist Mücken und Bremsen?! 


Wespenschutz bei Kindern: Die größten Gefahrenquellen

Summ, summ, summ, Bienchen summe bitte um uns herum…

Wurden euch als Kind auch solche Ammenmärchen erzählt wie: Singe ein Lied, wenn dich eine Wespe ärgert oder sag „Sauer, sauer, sauer“, um sie zu vertreiben? Völliger Quatsch, denn neben dem Anpusten bringen auch Lieder oder Sprüche eben nicht den erwünschten „Hau ab“-Effekt, sondern ziehen Wespen sogar noch durch den Ausstoß von Kohlendioxid durch das Atmen an. Auch hektische Bewegungen sollten vermieden werden, denn dadurch geraten Wespen und Co. schnell in Panik und sie stechen eher zu. Versucht also euren Kindern ein Vorbild zu sein und bleibt möglichst ruhig, wenn ihr unbeliebten Besuch bekommt. Vorsicht geboten ist auch vor dem Barfußlaufen. Vor allem, auf Feldern und Wiesen auf denen Klee, Löwenzahn oder blühende Blumen wachsen. Auch Mülleimer sind „duftende“ Gefahrenquellen und sollten nicht direkt neben der Picknickdecke stehen. Auch das Totschlagen der nervenden Gesellen bringt nichts, da es lebende Wespen um so aggressiver macht. Auch Flüssigkeiten, um die kleinen Dinger zu ertränken, hat meist nur zur Folge, dass sie sich vom Pheromon der ertrinkenden Wespe zum Angriff angespornt fühlen und auch das süße Lockmittel lockt an sich schon weitere Plagegeister an.

Zu Hause schützt ihr die gesamte Familie am besten durch Fliegengitter an den Fenstern und/oder Moskitonetzen über dem Schlafbereich.

Lebensmittel und Getränke

Wespen und Bienen stehen übrigens nicht wie die meisten denken ausschließlich auf süße Lebensmittel, sondern lieben genauso Fleischgerüche. Damit ihr eure Kinder im Freien so gut wie eben möglich schützen könnt, deckt Getränke und Speisen immer ab, benutzt Strohhalme zum Trinken und bringt euren Kindern bei, vor jedem Bissen oder Schluck darauf zu achten, ob es sich die kleinen Brummer bereits auf der Speise oder sogar im Glas „bequem“ gemacht haben. Babys und Kinder kleckern gerne und haben schnell verschmierte „Zuckerschnuten“ und Klebehände 😉 Tragt also am besten immer Feuchttücher bei euch, um das Risiko zu mindern, dass sich stechende Plagegeister angelockt fühlen.

Wespenstich und jetzt?

Ob man auf den Stich einer Biene oder Wespe allergisch reagiert, weiß man leider erst, wenn es das erste Mal passiert ist. In jedem Fall ist es keine angenehme Sache und gerade für die Kleinsten schmerzhaft. Meist schwillt die Stelle recht schnell an. Mit Hilfe des Saftes einer Zwiebel kann man die Entzündung hemmen. Bei einem Bienenstich bleibt der Stachel stecken. Bitte nicht sofort herausziehen, sondern am besten eine Pinzette benutzen, um die Entzündung nicht noch schlimmer zu machen, da das Gift der Biene so meist noch mehr verteilt wird. Außerdem verschaffen Kühlpacks eine schnelle Schmerzlinderung. Dass eure Kinder oder auch ihr allergisch auf einen Stich reagiert, merkt ihr durch Atemnot, Schwindel und Übelkeit. Wenn ihr bei Babys auf Nummer sicher gehen wollt, sucht also am besten einen Arzt auf, sofern ihr das Gefühl habt, euer Kind schreit nicht nur aufgrund des Schocks. Auch Apis-Globuli sollen Kindern eine gute Linderung verschaffen.

Schutz vor Mücken, aber bitte ohne Chemie

Gerade bei Babys und Kleinkindern gilt es, auf den Einsatz von chemischen Substanzen gegen Mücken und Co. zu verzichten. Strips, Sprays, sogenannte Elektroverdampfer und sogar Repellents (zum Auftragen auf die Haut) enthalten Substanzen, die euren Sprösslingen schaden und sogar zu Nervenschäden führen können.

Unbedenkliche Alternativen sind:

Langärmelige, aber leichte Kleidung

Klebefallen (ohne Gift!)

Moskitonetze (können auch über das Gitterbettchen gelegt werden) und Fliegengitter (so könnt ihr immer noch ausreichend lüften)

Ätherische Öle wie Lavendel, Minze und Nelke (entweder in ein Schälchen neben das Bett oder den Tisch stellen)

Essig oder Zitrone, mit Wasser verdünnt (oder auch eine Zitronenhälfte, in die Nelkenstifte hineingesteckt werden)

Piepser, die Mücken vertreiben (für uns ist der hohe Dauerton nicht hörbar)

Natürlich könnt ihr euren Liebling nicht vollends gegen Stechmücken schützen. Plagt eure Kleinen der Juckreiz, achtet darauf, dass sie nicht zu sehr kratzen können. Das begünstigt eine Entzündung und macht den Juckreiz häufig nur noch schlimmer. Bevor ihr auf eigene Faust ein Gel oder eine Salbe kauft, lasst euch in der Apotheke kurz beraten, welches sich für Babys und Kleinkinder ganz besonders gut eignet.

Wir wünschen euch trotz der kleinen, gemeinen Brummer und Summer dennoch eine wundervolle restliche Sommerzeit und empfehlen euch auch noch mal unseren Beitrag „Wie viel sollten Kleinkinder trinken„! 🙂

Bild:  © Ingo Bartussek – Fotolia.com

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