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Glutenunverträglichkeit: Bye bye Brot

Glutenunverträglichkeit
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie ist eine der fiesesten Lebensmittelunverträglichkeiten: Denn Gluten ist in so vielen Nahrungsmitteln! Alles, was Getreide beinhaltet, beinhaltet eben auch Gluten, also Brot, Nudeln und viele Fertigprodukte. Bei Kleinkindern wird die Unverträglichkeit allerdings oft erst spät erkannt, was schwerwiegende Folgen haben kann. Deswegen solltet ihr wissen, was eine Zöliakie genau ist, wie man sie auch bei Säuglingen erkennt und was dann zu tun ist!


Bei einigen Personen entwickelt der Körper eine Allergie gegen das Eiweiß Gluten, das in Weizen und weizenhaltigen Produkten enthalten ist. Erreicht das Gluten bei einem Unverträglichen den Dünndarm, entzünden sich die Darmzotten. Das sind kleine Erhebungen der Dünndarmschleimhaut, durch die eigentlich Nährstoffe aufgenommen werden. Durch die Entzündung sterben die Darmzotten ab und die Schleimhaut im Dünndarm wird glatt. Das wiederum kann dazu führen, dass wichtige Vitamine und Mineralstoffe nicht mehr aufgenommen werden. Gefährlich für alle, aber besonders problematisch für Kinder, ist die Mangelerscheinung, die dadurch auf die Dauer entsteht. Die schränkt nämlich nicht nur das Wachstum ein. Die ständige Entzündung der Darmzotten steigert sogar das Darmkrebsrisiko.

Symptome

Wieso der Körper das Gluten abstößt, ist nicht bekannt. Offensichtlich ist es aber so, dass sich Glutenunverträglichkeit vererben lässt: Hat einer der Elternteile Zöliakie, ist die Gefahr höher, dass das Kind ebenfalls kein Gluten verträgt.  Habt ihr oder euer Partner also ein Problem mit Gluten, solltet ihr besonders aufmerksam sein.
Bei Kleinkindern ist Zöliakie – wie bei Erwachsenen – nicht leicht zu erkennen. Durch die verminderte Aufnahme von Nährstoffen kann es allerdings zu einer verlangsamten Entwicklung kommen. Wenn ein Kind also sehr langsam wächst oder sich die Zähne nicht richtig entwickelt, kann das an einer Glutenunverträglichkeit liegen. Wenn euer Kind nicht richtig wächst, geht ihr natürlich ohnehin zum Arzt.

Die starke Abwehrreaktion des Körpers gegen Gluten führt in der Regel zu starken Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Besonders auffällig ist das bei der Umstellung von Muttermilch zu glutenhaltigen Lebensmitteln: Hat euer Baby dann plötzlich eines oder mehrere der oben genannten Symptome oder einen Blähbauch, solltet ihr ebenfalls zum Arzt.

Untersuchung

Wie bei jeder Allergie reagiert der Körper auf die Unverträglichkeit mit der Produktion von Antikörpern zum Gluten. Die Antikörper lassen sich im Blut nachweisen. Besteht also Verdacht auf eine Glutenunverträglichkeit, wird der Arzt zunächst einen Bluttest machen. Falls diese Abwehrstoffe im Blut vorhanden sind, wird auch die Dünndarmschleimhaut untersucht, um sicherzustellen, dass es sich um eine Zöliakie handelt.

Hilfe

Vorbeugend hat sich gezeigt, dass das Wundermittel Muttermilch auch bei Zöliakie hilft. Um dem Ausbruch der Unverträglichkeit vorzubeugen, kann es helfen, das Kind die ersten sechs Monate zu stillen. Ist jedoch eine Zöliakie festgestellt, hilft leider nur eines: Finger weg von Gluten – und zwar lebenslang! Das ist natürlich leicht gesagt, aber schwierig umzusetzen. Gluten ist in sehr vielen Lebensmitteln enthalten. Da eine Glutenunverträglichkeit keine Seltenheit ist, gibt es heutzutage bereits glutenfreies Brot, Mehl und viele weitere glutenfreie Produkte – auch in den Standard-Supermärkten.

Weitere Infos:

wo Gluten überall drin ist: glutenfreie-nahrung.de
zur glutenfreien Ernährung: glutenfrei-kochen.de
rund um Gluten: dzg-online.de

Titelbild: ©Grecaud Paul – Fotolia.com

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