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Frühgeburten: Mögliche Ursachen

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Acht bis zehn Prozent der Neugeborenen kommen als Frühchen zur Welt. Frühgeburten können verschiedenste Gründe haben, und nicht alle sind bisher erforscht und bekannt. Doch die häufigsten und bekanntesten Ursachen wollen wir euch heute hier vorstellen. Aber keine Angst – nicht jede kleine Infektion oder eine kleine Genuss-Sünde lösen gleich eine Frühgeburt aus und wenn ihr euch während der Schwangerschaft regelmäßig von eurem betreuenden Frauenarzt untersuchen lasst, haltet ihr das Risiko gering und seid auch auf ein Frühchen bestens vorbereitet.

Infektionen in der Schwangerschaft

Eine nicht seltene Ursache für Frühgeburten sind Infektionen in der Schwangerschaft. Am gefährlichsten sind dabei vaginale Infektionen: Wandern bestimmte Keime den Geburtskanal der Schwangeren hinauf, können sie sogenannte „Prostaglandine“ produzieren. Diese bildet der weibliche Körper üblicherweise erst, wenn die Geburt nach der 40. Schwangerschaftswoche eingeleitet werden soll. Ist die Schwangere von einer vaginalen Infektion betroffen, wird dem Körper sozusagen vorgespielt, dass die Schwangerschaft nun vollendet ist.

Auch Harnwegsinfektionen sollten von der werdenden Mutter nicht vernachlässigt werden. Sie sind zwar nichts Ungewöhnliches und viele Schwangere werden von Brennen beim Urinieren oder starkem und häufigem Harndrang geplagt, doch auch Harnwegsinfektionen sollten vom behandelnden Frauenarzt untersucht und behandelt werden. Da sich nicht alle Infektionen durch Schmerzen bemerkbar machen, sollte der Arzt im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung auch immer Urinuntersuchungen vornehmen.

Übrigens können auch Infektionskrankheiten wie Masern oder Röteln von der Mutter auf das ungeborene Kind übertragen werden und nicht nur zu Früh- oder Fehlgeburten, sondern auch zu einer schwerwiegenden Schädigung führen.

Alkohol, Nikotin und Drogen

Eigentlich sollte jede (werdende) Mutter es wissen: Rauchen, trinken oder die Einnahme von Drogen während der Schwangerschaft kann beim Kind zu schwerwiegenden Schädigungen, Fehl- und Frühgeburten führen.

Stress, physische und psychische Belastungen

Mediziner vermuten, dass bei mehr als 50 Prozent der Frauen psychosoziale Gründe der Auslöser für zu frühe Wehen sind. Starke körperliche sowie psychische Belastungen erhöhen das Risiko einer Frühgeburt drastisch und die daraus resultierende Schwächung des Immunsystems erhöht gleichzeitig das Risiko für Infektionen. Auch bestimmte Hormone, die bei großem Stress ausgeschüttet werden, können eine vorzeitige Geburt auslösen.

Diabetes

Wird Diabetes ärztlich behandelt, besteht kaum ein Grund zur Sorge. Wird die Zuckerkrankheit jedoch missachtet, kann sie ebenfalls zu Früh- und Fehlgeburten oder einer dauerhaften Schädigung führen.

Übergewicht und Alter

Nicht nur Krankheiten, Stress oder Infektionen können zu einer Frühgeburt führen – auch starkes Unter- oder Übergewicht sind mögliche Faktoren für ein Frühchen. Auch für Frauen, die jünger als 18 oder älter als 35 Jahre sind, ist das Risiko einer verfrühten Geburt höher. Nimmt die Schwangere während der Schwangerschaft extrem an Gewicht zu oder entwickelt sogar sogenannten „Schwangerschaftsdiabetes“, sollte sie unbedingt mit dem Arzt ihres Vertrauens sprechen.

Gebärmutterblutungen & Uterusausdehnung

Löst sich die Plazenta vorzeitig im Körper, kann es zu Blutungen aus der Gebärmutter kommen. Hier sollte vor allem Vorsicht geboten sein, wenn die Schwangere schwere Dinge hebt oder schnelle, heftige Bewegungen macht. So kann die Plazenta einreißen und zu vorzeitigen Wehen oder einem Blasensprung führen. Auch zu viel Fruchtwasser kann zu einer Frühgeburt führen: Dehnt sich der Uterus zu stark aus, werden vermehrt Hormone wie Oxytocin ausgeschüttet, die vorzeitige Wehen auslösen können. Dieses Risiko ist bei Mehrlingsschwangerschaften noch größer. Übrigens steigt das Risiko einer Frühgeburt bei Mehrlingsschwangerschaften sowieso an: Mediziner sagen, je mehr Kinder die Schwangere erwartet, desto höher wird auch die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt.

 

Beitragsbild: © Marla – Fotolia.com

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