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Frühchen George überlebt fünf Mal den Tod und kämpft tapfer weiter

Frühchen
Saskia
Geschrieben von Saskia

Überlebenschance von eins zu einer Million!

George Bownes kam drei Monate zu früh auf die Welt und wog weniger als 700 Gramm. Seit seiner Geburt im Juli 2018 musste das Frühchen bereits zahlreiche Behandlungen über sich ergehen lassen. Obwohl den Eltern schon fünf Mal mitgeteilt wurde, dass Georges Gesundheitszustand zu schlecht sei, um zu überleben, kämpft sich der kleine Junge von einer Operation zur nächsten. Jetzt bitten die verzweifelten Eltern die Öffentlichkeit um finanzielle Unterstützung.


Bislang erhielt der kleine George über 20 Bluttransfusionen, hatte vier Blutvergiftungen, eine Hirnhautentzündung, leidet unter einer chronischen Erkrankung der Lunge sowie an einer beidseitigen Frühgeborenen-Retinopathie – einer Netzhauterkrankung, die zur Erblindung führen kann – war in drei Krankenhäusern und seine siebte Operation (am Herzen) steht nun bevor.

Von einer Schreckensbotschaft zur nächsten

Sechs Minuten nach der Geburt musste der Kleine an lebenserhaltende Geräte angeschlossen werden. Sechs Tage später litt das Frühchen bereits unter einer Nekrotisierenden Enterokolitis (NEC) – entzündliche Erkrankung der Darmschleimhäute und die erste Notoperation – von bislang vier Darmoperationen – folgte. Da ein Arzt während der OP versehentlich die Leber des Säuglings beschädigte, folgten mehrere Bluttransfusionen. Aufgrund seiner Unterentwicklung bekam George eine Blutvergiftung (Sepsis) und eine Hirnhautentzündung (Meningitis).

Gerade erst auf der Welt und gerade mal so groß wie eine Spritze prognostizierten die Ärzte den Eltern, dass sich der Zustand ihres Kindes in den nächsten Stunden weiter verschlechtern würde und das Frühchen keine Chance hätte, zu überleben. Seine Eltern Hanna und Daniel blieben unentwegt an seiner Seite.

Die Ärzte sagten uns, er hätte eine Überlebenschance von eins zu einer Million, so George’s Mutter, Hanna Rose (Quelle: Daily Star Sunday).

 

Womit die Ärzte zu diesem Zeitpunkt absolut nicht mehr rechneten? Dass sich Georges Zustand plötzlich besserte und stabilisierte. Laut Klinikpersonal grenze diese Entwicklung an ein Wunder.

Im Alter von vier Wochen konnten die Eltern ihren kleinen Kämpfer zum ersten Mal in die Arme schließen. Hier findet ihr weitere Informationen darüber, wieso das sogenannte Känguruhen für Frühgeburten essentiell ist. Mit zehn Wochen ereilte George eine weitere Blutvergiftung sowie eine Hirnblutung und er musste bis zu diesem Zeitpunkt bereits drei Operationen über sich ergehen lassen. Auch diese Hürden überwand er und durfte endlich das Krankenhaus verlassen. Mittlerweile hat der tapfere Junge ein Gewicht von rund drei Kilogramm und trotzdem kam er im Februar dieses Jahres erneut ins Krankenhaus.

Er verdient das alles nicht und es bricht mir das Herz, zu wissen, dass ich ihm nichts abnehmen kann und uns die Ärzte die Situation auch nicht gerade erleichtern, indem sie unentwegt anderer Meinung sind als wir, schreibt Mutter Rose auf Facebook.

 

Eltern starten Spendenkampagne

Doch Hanna und Daniel lassen sich von der Meinung der behandelnden Ärzte nicht entmutigen und glauben fest daran, dass George leben will und es schaffen wird, solange er die Hilfe bekommt, die er benötigt. Denn trotz Georges kämpferischer Ader und der Verbesserung seines Gesundheitszustandes hat der kleine Junge durch die Masse der Operationen Schäden am Gehirn davongetragen. Laut eines MRI-Scan wurden 75 Prozent seines Kleinhirns (verantwortlich für Gleichgewicht und Koordination) schwer beschädigt. Um eine intensive Behandlung finanzieren zu können, haben Hanna Rose und Daniel Bownes eine Spendenkampagne über gofundme gestartet. Damit wollen sie notwendige Therapiemaßnahmen wie eine intensive Physiotherapie und die Transplantation von Gehirnzellen sicherstellen.

Wir wünschen der Familie weiterhin ganz viel Kraft!

Titelbild: © Steve Lovegrove

Über den Autor

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Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von all dem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

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