Kolumne

Fianas Kolumne: Nicht ohne (m)einen Schaukelstuhl

Bis zum errechneten Geburtstermin am 15.06. 2013 sind es nur noch dreieinhalb Monate und so langsam fangen selbst wir leicht verplanten Individuen an, unsere Wohnung umzuräumen, Babymöbel anzuschaffen und die Augen nach einem geeigneten Kinderwagen offen zu halten. Doch so sehr ich mich auch auf den Augenblick gefreut habe, ein Babyzimmer zu gestalten, so schwer fällt es mir auch, Entscheidungen zu treffen. Es muss schließlich alles perfekt werden!

Das wichtigste Möbelstück in einem Kinderzimmer ist (für mich) der Schaukelstuhl. Mir war jedenfalls schon immer klar, dass ich einen haben muss, wenn ein Kind unterwegs ist. So stelle ich mir das Stillen und auch Kuscheln mit meinen Kleinen einfach am schönsten vor. Darüber hinaus es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass die Schaukelbewegung beruhigend wirkt – und das nicht nur auf Kinder. Und da ein Sitzmöbel in einem Babyzimmer ohnehin nicht fehlen darf, kann es doch auch gleich ein Schaukelstuhl sein. Meine Mutter hatte schließlich auch einen und den fand ich bereits als Baby unwiderstehlich.

Natürlich habe ich auch Sessel in Erwägung gezogen. Doch die meisten, in die ich mich in den letzten Wochen zum Probesitzen geworfen habe, waren zwar bequem, doch bei dem Versuch aufzustehen, fühlte ich mich meist wie ein Käfer in Rückenlage. Wie soll das erst sein, wenn ich ein bis zwei Babys auf dem Arm habe? Aber ein paar Monate habe ich ja noch, um mich nach der passenden Sitzgelegenheit umzusehen – schaukeln muss sie allerdings. Eine Komponente des Babyzimmers wäre also geklärt.

Gestern habe ich auch noch einen weiteren Meilenstein legen können, indem ich mich nicht nur für eine Wickelkommode entscheiden konnte, sondern diese sogar bestellt und bezahlt habe. Da die Lieferzeit 5-6 Wochen beträgt, wurde das auch höchste Zeit. Ein bestimmtes Bettchen haben wir auch schon länger im Auge (wir kaufen ein extra großes Bett, damit unsere Engel noch länger zusammen schlafen können) und sogar die Frage, ob ein Kleiderschrank oder ein Regal praktischer ist, ist geklärt. Das Regal hat das Rennen gemacht.

Im Grunde sind wir mit den groben Überlegungen also durch, denn auch das Thema für das Babyzimmer sowie die dazugehörige Wandfarbe und passende –tattoos sind bereits ausgewählt, wenn auch noch nicht bestellt. Jetzt müssen wir nur noch das Arbeitszimmer, also den Schreibtisch und ein Regal, in unser Wohnzimmer integrieren und schon sind wir mit den Umstrukturierungen fertig. Ein neuer, zusätzlicher Schrank, in dem wir Jacken, Werkzeug, Schuhe etc. aufbewahren, steht bereits seit einigen Wochen in unserem Schlafzimmer, so dass das alte Ding im zukünftigen Kinderzimmer endlich entsorgt werden kann. Läuft doch!

Jetzt muss nur noch alles in die Tat umgesetzt werden. Und da Zwillinge im Schnitt drei Wochen früher auf die Welt kommen, sollten wir uns ranhalten. Denn neben all diesen großen Anschaffungen muss auch noch eine Vielzahl an notwendigem Kleinkram besorgt werden. Babyflaschen, Schnuller, Bettwäsche, Mobile, Spieluhr usw. finden sich schließlich nicht von allein in unseren vier Wänden ein. Dann gilt es noch, eine Babyparty zu schmeißen, den Geburtsvorbereitungskurs zu überstehen, sich das Krankenhaus anzusehen und nebenbei noch auf Hochzeiten unserer Freunde zu tanzen. Der Wahnsinn nimmt kein Ende. Also, schnell her mit dem Schaukelstuhl, denn den werde ich wohl bei all der Aufregung schon vor der Ankunft der Twins zur Beruhigung benötigen. I love it!

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Redaktion ma-gazin

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