Kolumne

Fianas Kolumne: Fotosession im Babybauch

Dass wir unsere Kinder bis zum Umfallen fotografieren, wenn sie erst mal das Licht der Welt erblickt haben, ist wahrscheinlich angeboren, vielleicht sogar tief in unserer DNS verankert. Doch mit „Fotosession“ meine ich in diesem Fall natürlich die Besuche beim Arzt, bei denen man die ersten Blicke auf den Nachwuchs erhaschen kann. Und auch wenn es nur ein 2D-Ultraschallgerät ist, ist es doch jedes Mal wieder faszinierend zu sehen, wie rasant sich die kleinen Würmchen entwickeln.

Wie es sich für Mamis in freudiger Erwartung gehört, habe ich immer brav die Ultraschallausdrucke meiner Kleinen abfotografiert und an die ganze Familie weitergeleitet. So können alle mitfiebern und sich freuen. Da ich Zwillinge erwarte, komme ich auch häufiger in den Genuss, meine Babys live zu erleben als andere werdende Mütter. Alle zwei Wochen gehe ich momentan zu meinem Frauenarzt und lasse das Innere meines Bauches durchleuchten. Diese häufigen Termine können zwar nervig sein, doch für mich sind sie immer wieder ein Erlebnis, denn in diesen Momenten vergesse ich all die Schwangerschaftsbeschwerden, die mich täglich begleiten und freue mich einfach riesig auf die zwei unglaublichen Geschöpfe, die in mir heranwachsen.

Abgesehen davon, wie aufregend es ist, die Entwicklung des Kindes zu sehen, sind diese Untersuchungen auch ungemein beruhigend. Ich weiß dann einfach, dass alles gut läuft und muss nicht bei jedem Ziepen im Bauch Panik schieben. Um noch mehr Sicherheit zu erlangen, dass es meinen Twins auch wirklich gut geht, stand in der 13. Schwangerschaftswoche dann die sogenannte Nackenfaltenmessung an. Diese Untersuchung ist zwar freiwillig und auch ein wenig kostspielig, doch wärmstens zu empfehlen! Und das nicht nur, weil dabei Trisomie 21, eventuelle Fehlbildungen etc. erkannt bzw. ausgeschlossen werden können, und das ganz ohne invasiven Eingriff.

Ich holte mir also einen Termin im Pränatalzentrum Hamburg und ließ mich überraschen. Als ich sah, dass ich 240 € für die Untersuchung berappen muss, klappte mir vorerst die Kinnlade runter. (An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis an alle werdenden Zwillingseltern: Man zahlt nicht das Doppelte! Für ein Kind zahlt man für diese Untersuchung bereits 178 €. Es gibt also Mengenrabatt. Und es lohnt sich!) Als ich dann auf der Liege lag und auf den riesigen Bildschirm an der Wand starrte, während der Arzt seine Untersuchung durchführte, wurde mir ganz heiß. Ultraschall ist eben nicht gleich Ultraschall!

Eine halbe Stunde lang konnte ich mir ansehen, wie meine Süßen in mit herumhüpften und sich so eng aneinander schmiegten, dass es zum Teil schwierig war, nur eins für die verschiedenen Messungen ins Bild zu bekommen. Der Arzt erklärte mir zwischendurch, dass man an Nackenfalte, Oberlippe, Nasenbein und Oberschenkelknochen etc. erkennen könnte, wenn eine Fehlbildung bestünde und dass alles sehr gut aussehe. Am Ende wurden all die Werte in den PC eingegeben und daraus die Wahrscheinlichkeit einer Fehlbildung errechnet, die zum Glück extrem gering ausfiel. Einfach großartig! Dafür hat sich das Geld allemal gelohnt! Und als Bonbon gab es noch einen USB-Stick mit Ultraschallbildern. So begeistert war ich von einem Arztbesuch noch nie und ich freue mich bereits auf die noch bevorstehenden Besuche im Pränatalzentrum.

 

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Redaktion ma-gazin

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