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Familienfeiern: Rat mal, wer zum Essen kommt?!

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Es ist laut. So laut, dass deine Ohren schmerzen. Die stickige Luft schnürt dir den Atem ab. Es ertönt schallendes Gelächter. Ein grausames gemeines Lachen, das allein dir gilt. Grinsende Gesichter verziehen sich zu grotesken Grimassen…ein Albtraum? Nein, deprimierende Realität. Zumindest ein oder zwei mal im Jahr, wenn die gesamte Familie zu Besuch ist. Sind Familienfeiern tatsächlich so schlimm wie ihr Ruf?


1. Traumszenario

In diesem Fall läuft eure Familienfeier so gut, dass sie eine Vorlage für Disneyfilme werden könnte: Das Essen gelingt einwandfrei, kein Familienmitglied kommt überpünktlich und auch nicht erst dann, wenn des Menu schon seit fünf Stunden auf dem Tisch steht. Alle haben gute Laune und freuen sich, einander zu sehen. Am Essstisch wird geplaudert und gelacht, Komplimente für das Essen werden verteilt – den Braten mag sogar die Schwiegermutter. Die Kinder bedanken sich nach dem Essen und spielen friedlich im oberen Stock, während alle Familienmitglieder beim Abwasch helfen. Die Kinder gehen zu Bett und die Erwachsenen lassen den Abend bei einer Flasche Wein ausklingen. The End. Das Märchen ist vorbei.

2. Worst-Case-Szenario

3. Reales Szenario

Drei Tage vor der Familienfeier seid ihr gestresst. Fragen wie „Was muss ich noch vorbereiten?“, „Hatte Tante Beate eine Haselnuss- oder Walnussallergie?“ und „Wie halte ich die Kinder beschäftigt?“ schwirren in eurem Kopf herum. Der Tag ist gekommen: Ihr habt alles so gut es ging vorbereitet (Hoffentlich öffnet niemand ohne zu fragen den Wandschrank), und erwartet eure Gäste. Angst, aber auch Vorfreude beherrschen eure Gefühlswelt. Die verstummen in den nächsten Stunden und weichen dem Stress und dem Lärm, der folgt. Die Kinder schreien, der schwerhörige Opa auch. Das Essen findet nur verhaltenen Anklang – und dafür habt ihr 10 Stunden in der Küche gestanden.

Nachdem ihr die Kinder endlich ins Bett bekommen habt – ok, hin und wieder hört man noch ein leises Poltern – könnt ihr euch mit euren angetrunkenen Schwestern, Tanten und Onkeln unterhalten. Der Wein ist leer. Ihr seid fertig und schmeißt euren Besuch hinaus. Puh, endlich durchatmen. Am nächsten Tag guckt ihr euch mit euren Kindern die Bilder an, die während der Feier entstanden sind…und müsst lächeln. Irgendwie mag man die Baggage ja doch!

Titelbild: by [ab.plan.alp] photography

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