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Familienbett oder Stubenwagen? Gruppenkuscheln ist hilfreicher als sein Ruf

Fran
Geschrieben von Fran

Frans ältere Tochter Alice war als Baby eine schlechte Schläferin, bis ihre Eltern sich für ein Familienbett entschieden. Fran erzählt von ihren Erfahrungen und blickt auf die 3,5 Jahre Co-Sleeping zurück.


 

Als Alice geboren wurde, hatten wir fest vor, sie so schnell wie möglich in ihrem eigenen Zimmer schlafen zu lassen. Die ersten paar Wochen sollte sie im Stubenwagen neben unserem Bett schlafen und dann, wenn die Nächte etwas ruhiger würden, in ihrem eigenen Zimmer.

Die Sache war nur die: Unsere Nächte wurden einfach nicht ruhiger. Alice war eine furchtbare Schläferin. Sie war fast jede Stunde wach. Und zwar nicht nur, um kurz zu stillen, sondern richtig wach. Oftmals dauerte es bis zu einer Stunde, ehe sie wieder eingeschlafen war – nur, um eine Stunde darauf wieder putzmunter zu sein.

Jedes Mal, wenn ich sie in ihrem Bettchen ablegen wollte, wachte sie wieder auf. Egal, wie langsam die Abwärtsbewegung war, egal ob gespuckt, oder nicht. Ich will nicht lügen, es war ein Albtraum.
Nach eingängiger Recherche wurde dann, nach zwei langen, schlaflosen Monaten endlich klar: Das Familienbett könnte unsere Rettung sein. Der Stubenwagen wurde verbannt, ein größeres Bett angeschafft und das Beste gehofft.

Und was soll ich sagen? Was als Notlösung begann, wurde recht schnell zur Überzeugung.
Ich schwöre auf das Familienbett. Das Kuscheln, die Geborgenheit und – nicht zu vergessen – die Bequemlichkeit!

Alice ist inzwischen fast 3,5 Jahre alt und wir haben sie niemals aufgefordert unser Bett zu verlassen. Wir glauben daran, dass eine Eigenständigkeit bezüglich des Schlafens von ganz alleine kommen wird.
Heute war es so weit. Ich war nicht darauf vorbereitet und habe vielleicht insgeheim darauf gehofft, dass dieser Tag noch länger auf sich gewartet hätte, aber heute Abend wollte das große Tochterkind zum ersten Mal ernsthaft in ihrem Bett schlafen. Sie kletterte ohne zu Zögern in ihr Bett und war tatsächlich innerhalb von wenigen Minuten eingeschlafen.

Natürlich freue ich mich. Das ist ein großer Schritt für sie und wir sind entsprechend stolz. Aber mein Mutterherz blutet ein wenig. Eine Ära geht zu Ende.

Mehr Blogbeiträge von Fran gibt es auf ihrem Mama-Blog, hier beim ma-gazin.

Titelbild und Bilder im Text: © Franziska Petersen

Über den Autor

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"Ein Kind zu bekommen, ist eine grosse Entscheidung, denn man entscheidet sich dafür, sein Herz für alle Zeit außerhalb seines Körpers zu tragen." Dieses Zitat ist so wahr, dass es fast schon weh tut. Ich habe durch meine Töchter gelernt, wie unfassbar das Leben durch ein Kinder bereichert wird und liebe jeden Tag mit ihnen. All die Anstrengungen, der Stress, einfach alles, ist es wert. Denn wenn sie mich nur einmal anlächeln, wird mir meine Mühe tausendfach zurückgezahlt.

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