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Fahrradurlaub mit Kindern: So wird er zum echten Familienhighlight

Fahrradurlaub mit Kindern
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Fahrradträger ist nicht gleich Fahrradträger!

Euren Kindern ist die Vorfreude auf den bevorstehenden Fahrradurlaub bereits anzusehen und sie können es kaum erwarten, loszufahren? Dann gilt es jetzt, den Fahrradurlaub für die ganze Familie so sicher und komfortabel wie möglich zu machen!


Radurlaub mit Kindern wird immer beliebter

Fahrradfahren hält fit und gesund. Im Urlaub stehen allerdings keine Kilometerrekorde auf dem Plan, sondern Erholung und Vergnügen. Ihr solltet also geeignete und kindergerechte Strecken auswählen, die Konstitution der Kinder beachten und darauf, was es unterwegs Spannendes und Wissenswertes zu sehen gibt. Wo gibt es gute Übernachtungsmöglichkeiten? Was müsst ihr alles mitnehmen? Wohin mit Spielzeug, Büchern, Getränken und Proviant? Benötigen die Kinder ein Kuscheltier oder ein besonderes Schlafkissen?
Unterwegs solltet ihr regelmäßige Pausen einlegen, länger als anderthalb Stunden am Stück auf dem Rad sollte ein Streckenabschnitt nicht gewählt werden. Für Abwechslung sorgen attraktive Ziele, etwa ein Spielplatz, ein kleiner See mit Strand oder ein Wildtierpark.

Kindersitz oder doch lieber ein Fahrradanhänger?

Je nach Alter und Fahrraderfahrung der Kinder könnt ihr auf zwei Transportmöglichkeiten zurückgreifen:

Fahrradkindersitz

Da wäre beispielsweise der klassische Fahrradkindersitz. Er ist zwar nicht für allzu lange Strecken geeignet, bietet aber den Vorteil, dass ihr unterwegs mit dem Nachwuchs sprechen könnt und euer Kind in direkter Nähe habt.

Fahrradanhänger

Die zweite Möglichkeit ist ein Fahrradanhänger. Er bietet mehr Bewegungsfreiheit und Schutz vor Wind und Wetter. Ihr solltet auf eine regendichte Version des Anhängers achten, die Kinder warm anziehen und lieb gewonnenes Spielzeug oder etwas Proviant nicht vergessen.
Für das sichere und verkehrsgerechte Anbringen des Anhängers sind nur wenige Handgriffe nötig. Außerdem gibt es Modelle, die sich fix in ein transportables Cabrio verwandeln lassen. Wichtig ist eine vollgefederte Hinterachse, das Vorderrad sollte sich um 360 Grad drehen können, aber auch feststellbar sein. Der Sicherheit dient ein verstärkter Fußraum und besonders praktisch ist ein Staufach. Etwas Übung solltet ihr unbedingt mitbringen und wissen, wie sich das Fahrrad und der Anhänger in unvorhergesehenen Situationen auf Kurs halten lassen.
Möglich wäre die Mitnahme des Kindes auch mit einem sogenannten „halben“ Fahrrad. Bei diesem fehlt das Vorderrad, stattdessen wird es mit einer speziellen Vorrichtung am Fahrrad eines Elternteils befestigt. Dem Kind ist es damit möglich, in die Pedale zu treten, ohne sich auf den Weg konzentrieren zu müssen.

Fahrräder ab aufs Dach?

Für den Fahrradurlaub mit Kindern sollen deren eigene Fahrräder mitgenommen werden? Dann wird es Zeit für einen automobilen Fahrradträger. Die Unterschiede zwischen den Modellen könnten nicht größer sein. Folgende Grundmodelle stehen euch zur Wahl: Dachgepäckträger, Versionen zur Anbringung an der Anhängerkupplung oder Modelle für die Heckklappe, die meist sehr preisgünstig sind. Entscheidend beim Kauf sind vor allem die jeweiligen Sicherheitsfeatures und Details, die den Fahrradtransport praktikabel machen. Je nachdem, für welchen Typ Fahrradträger ihr euch entscheidet, ergeben sich jeweils entsprechende Vor- und Nachteile. Eine ausführliche Beratung ist in jedem Falle zu empfehlen.

Gute Nacht im Fahrradurlaub

Die Gepäckfrage zu beantworten hängt davon ab, wie lange euer Urlaub dauert. Soll die Bekleidung in den fahrradeigenen Gepäcktaschen transportiert werden, solltet ihr euch auf das Notwendigste beschränken. Grundsätzlich mitzunehmen sind aber wetterfeste Kleidung, Hygieneartikel, Erste-Hilfe-Utensilien und vor allem Werkzeug, um sich unterwegs bei einer Panne helfen zu können. Alternativ könntet ihr auch einen Gepäcktransportservice organisieren.

Campingplatz, Bauernhof oder Jugendherberge?

Bleibt die Frage, wo ihr und die Kinder die Urlaubsnächte verbringen möchtet. Ihr liebt die freie Natur auch am Abend und in der Nacht? Dann übernachtet auf Campingplätzen! Ohne Zelt und Zubehör lassen sich zum Beispiel Campingwagen oder kleine Hütten anmieten. Entlang der geplanten Fahrradroute gibt es bestimmt auch Bauernhöfe, die sich mit abenteuerlichen Erfahrungen für Kinder verbinden ließen. Möglich sind auch Übernachtungen in Pensionen oder Jugendherbergen, ihr müsst nur rechtzeitig buchen und an die entsprechenden Reservierungsbestätigungen denken. Natürlich könnt ihr euch auch für unterschiedliche Orte entscheiden. So kommt gewiss jedes Familienmitglied auf seine Kosten. 🙂

Ab zur Inspektion in eine Fahrradwerkstatt

Das gute Gefühl, im Fahrradurlaub auf einem sicheren und verkehrstüchtigen Gefährt zu sitzen, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. In den besten Händen sind die Bikes natürlich bei einem Fachmann, den ihr rechtzeitig vor Urlaubsbeginn mit einer Inspektion beauftragen solltet.

Ein Fahrradmechaniker kümmert sich um das Aufziehen neuer Reifen bei bedenklichen Profiltiefen und wechselt Schläuche gleich mit aus. Bei der Bremsanlage gibt es keine Kompromisse, sie muss in jedem Fall absolut sicher und wirkungsvoll sein. Ähnliches gilt auch für die Beleuchtungsanlage und eine leichtgängige, präzise geführte Schaltung sowie Kette und Lenker. Und selbst die Klingel muss einwandfrei funktionieren. Erst nach einer gründlichen Inspektion steht einem entspannten und abwechslungsreichen Fahrradurlaub nichts mehr im Wege.

Wir wünschen euch eine gute Fahrt und ganz viel Erholung!

Titelbild: © Syda Productions

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