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Erster Besuch beim Zahnarzt: Eltern gehen häufig zu spät

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Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Mit diesen fünf Tipps könnt ihr Karies verhindern!

Rund jedes fünfte Kind leidet an frühkindlicher Karies. Da kommen der Tag der Zahngesundheit am 25. September und eine aktuelle forsa-Umfrage gerade recht. Ziel war es, den Eltern auf den Zahn zu fühlen und zu erfahren, was bei der Zahnhygiene der Kleinsten bereits gut funktioniert und wobei Eltern noch Tipps und Unterstützung benötigen. Denn die Pflege der Milchzähnchen ist gar nicht so einfach!


Die forsa-Umfrage zum Thema “Mundhygiene und Zahngesundheit bei Kindern” wurde von der MAM Babyartikel GmbH in Auftrag gegeben. Insgesamt wurden 1.003 Eltern von 3- bis 8-jährigen Kindern aus ganz Deutschland befragt. 92 Prozent der Befragten fühlen sich bezüglich der Zahnhygiene gut bis sehr gut informiert und geben dem Nachwuchs wenig Zucker, putzen mit den Kleinen täglich die Zähne und achten auf regelmäßige Zahnarztbesuche. Dennoch besteht in einigen Bereichen Verbesserungspotenzial.

Was heißt frühzeitige Mundhygiene?

In jedem Fall müsst ihr bereits vor dem ersten Zähnchen den Mundraum eures Babys pflegen, denn auch zu diesem Zeitpunkt können sich bereits Bakterien ansiedeln und später zu Kariesbefall führen. 74 Prozent der Befragten plant den ersten Zahnarztbesuch um den ersten Geburtstag herum. 34 Prozent geht sogar erst, wenn das Kind um die zwei Jahre alt ist. Das Bundesministerium für Gesundheit empfiehlt den ersten Besuch beim Zahnarzt allerdings bereits nach den ersten sechs Lebensmonaten, der künftig Teil der U-Untersuchungen sein und Eltern vor gängigen Fehlern bewahren soll. So wusste zum Beispiel nur jeder zweite Befragte (49 Prozent), dass das Ablecken von Löffel und Schnuller Karies verursachen kann. Generell machen sich Eltern wenig Sorgen darüber, dass das eigene Kind Karies bekommen kann (77 Prozent) und sind sich nicht bewusst darüber, dass ein “harmloses” Loch zu vorzeitigem Milchzahnverlust, Zahndurchbruchsproblemen bis hin zu Fehlstellungen der bleibenden Zähne führen kann. Weiter kann dies zu einer gestörten oder verzögerten Sprachentwicklung und zu einem gestörten Kau- und Schluckvermögen führen.

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5 ultimative Zahnpflege-Tipps für Eltern

Damit die Zähnchen eurer Kleinen gesund bleiben, empfehlen wir euch Folgendes:

  1. Da euer Speichel nicht frei von Bakterien ist, vermeidet es, den Schnuller und das Löffelchen eures Kindes abzulecken.
  2. Statt süßer Obstsäfte solltet ihr lieber auf Wasser und Kräutertees zurückgreifen. Der Fruchtzucker und die Säure fördert die Bildung von Bakterien, die den Zahnschmelz eures Kindes angreifen. Genauso aufmerksam solltet ihr auch bei Lebensmitteln sein. Denn wo gesund drauf steht, ist vor allem für die Zähne nicht immer gesund drin.
  3. Beginnt bereits vor dem ersten Milchzahn mit der Mundhygiene. 73 Prozent der Befragten fängt erst damit an, wenn der erste Zahn bereits da ist.
  4. Verwendet nur fluoridhaltige Kinderzahnpasta (500 ppm) und gebt nur einen winzigen Klecks auf die Zahnbürste. Benutzt ihr zudem Fluoridtabletten, könnt ihr bei der Zahnpasta darauf verzichten. Denn auch zu viel Fluorid kann zum Beispiel zu einer frühzeitigen Verfärbung der Zähne führen.
  5. Informiert euch frühzeitig und aktiv. Laut Umfrage holen sich 83 Prozent wichtige Informationen über Zahnärzte und Kinderärzte (55 Prozent) ein. Doch ihr könnt bei Zahnthemen bereits eure Hebammen um Rat fragen, was bei den befragten Eltern nur ein kleinerer Teil von 21 Prozent gemacht hat.

Titelbild: © candy1812

 

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