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Endlich zu Hause – Der Alltag mit einem Frühchen

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Frühchen brauchen ganz besondere Fürsorge, nicht nur auf der Frühchen-Station, sondern auch zu Hause ist es wichtig den speziellen Bedürfnissen eures empfindlichen Babys gerecht zu werden. Nach Wochen der Rundumversorgung und –überwachung der Ärzte, sind die ersten Schritte gar nicht so leicht, aber vor allem Gelassenheit hilft euch den „neuen Alltag“ zu bewältigen.

Es ist soweit

Wenn ihr mit eurem Kleinen endlich das Krankenhaus verlassen dürft, muss der Alltag erst einmal ganz neu organisiert werden. Die letzten Wochen habt ihr in der schützenden Umgebung der Klinik verbracht und viel über den Umgang mit eurem Frühchen gelernt. Doch auch zu Hause braucht ihr Unterstützung und Ansprechpartner, denen ihr vollkommen vertrauen könnt, wie dem Kinderarzt, eurer Hebamme oder auch dem Physiotherapeuten eures Babys. Auch Elternvereine oder Frühchen-Foren im Internet können euch beim Erfahrungsaustausch und mit Rat zur Seite stehen, besonders der Bundesverband Das frühgeborene Kind e.V. bietet hilfreiche Informationen zu Entwicklung und Ernährung von Frühchen.

Vorbereitung auf den Alltag

Die ersten Tage zu Hause und die Eingewöhnung können ganz schön anstrengend werden und beanspruchen eure volle Aufmerksamkeit. Deswegen ist es besonders wichtig, dass Ihr das Wichtigste schon im Vorfeld plant.
Dazu gehören folgende Schritte:

  • am besten ihr füllt Kühlschrank und Gefrierfach auf, damit ihr die ersten Tage mit eurem Würmchen nicht  noch einkaufen fahren müsst
  • optimal wäre auch eine Abstimmung der Arbeitsplanung im Haushalt, so könnt ihr euch und eurem Baby viel Stress ersparen; holt euch Unterstützung von Freunden und Familie
  • Fläschchen, Schnuller und Windeln sollten ebenfalls in einem großen Vorrat vorhanden sein, genauso wie Babypflege (z.B. Wundschutzcreme) und Kleidung, so könnt ihr unnötige Autofahrten und andere Anstrengungen weiter hinaus schieben
  • ganz wichtig ist natürlich eine Liste an Kühlschrank oder Pinnwand mit allen relevanten Telefonnummern

Umgewöhnung

Die neue Umgebung bedeutet für euer Frühchen eine Vielzahl an ungewohnten Reizen, welche sehr verwirrend auf euer empfindliches Baby wirken. So kann es passieren, dass es sich deutlich anders verhält als auf der Frühchen-Station. Jetzt ist besonders wichtig, dass ihr die ersten Wochen möglichst ruhig gestaltet, damit euer Kleines seine Zeit bekommt, um sich an die neuen Bedingungen anzupassen und seinen Rhythmus zu finden. Je entspannter ihr seid, desto ruhiger wird auch euer Baby sein und kann eher mit der neuen Umwelt umgehen.

Auch zu viel Besuch solltet ihr vermeiden, denn dieser bedeutet jede Menge Stress für zu früh geborene Babys. Und da euer Frühchen noch sehr anfällig für Infekte und Viren ist, solltet ihr unbedingt darauf achten, dass nicht unbedingt Besucher mit einer ausgeprägten Erkältung zu Besuch kommen. Weitere Tipps für eine leichtere Tagesroutine sind beispielsweise das sogenannte Baby-Wrapping, bei dem ihr euer Baby sanft aber fest in ein weiches Tuch einpackt und ihm somit eine Hülle für Sicherheit und Geborgenheit schafft. Allgemein ist ein geregelter Wärmehaushalt für Frühchen sehr wichtig. Den könnt ihr zum Beispiel durch eine Wärmelampe über dem Wickelplatz gewährleisten, sowie durch dicke Söckchen und eine Mütze, die es vor allem beim Schlafen tragen sollte. Darüber hinaus sind Rituale für einen geregelten Tagesablauf essenziell. Füttern, schlafen und auch Zeit für Zärtlichkeit sollten deswegen, wenn möglich, immer zu gleichen Zeiten und in der gleichen Umgebung stattfinden.

So schafft ihr es, eurem Baby einen festen Rhythmus zu schaffen und erleichtert ihm das Eingewöhnen in euer Zuhause.

Titelbild: ©S.Kobold – Fotolia.com

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