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Die 7 größten Keimschleudern im Haushalt

Keimschleudern im Haushalt
Saskia
Geschrieben von Saskia

Jetzt wird’s richtig ekelig!

Als Familie putzt ihr gewiss ständig. In Zeiten von Corona und häuslicher Isolation ist der Hausputz allerdings noch wichtiger als sonst. Doch wenn ihr denkt, ihr habt zumindest für einige Stunden alles sauber, verbergen sich auf zahlreichen Gegenständen und Oberflächen immer noch krankmachende Keime! Glaubt ihr nicht? Dann verraten wir euch jetzt die sieben größten Keimschleudern im Haushalt!


Natürlich geht es nicht darum, eure Wohnung zu 100 Prozent von Bakterien, Viren und Pilzsporen zu befreien. Erstens ist das gar nicht möglich und zweitens dienen Keime auch dazu, unser Immunsystem zu trainieren. Nehmen sie allerdings Überhand, können sie der Gesundheit schaden. Speziell Neugeborene, Schwangere, Asthmatiker, Pflegebedürftige und immunschwache Personen sind gefährdet, sich mit potenziell krankmachenden Keimen zu infizieren. Und wo genau lauern sie nun?

Das sind die 7 größten Keimschleudern im Haushalt:

1. Waschmaschine

Wascht ihr nicht gerade bei 60 bis 95 Grad, lauern durch kontaminierte Textilien und ein feuchtnasses Klima in der Waschmaschine viele krankmachende Keime. Lasst die leere Waschmaschine mindestens einmal im Monat und im Idealfall alle Zwei Wochen bei 60 bis 95 Grad mit einem Vollwaschmittel durchlaufen. Das Bleichmittel im Waschmittel sorgt zusätzlich dafür, dass Keime abgetötet werden. Achtet zudem darauf, dass ihr die Waschmaschinentüre und das Waschmittelfach zwischen den Wäschen zum Trocknen immer offenstehen lasst und Wasserreste regelmäßig entfernt. Reinigt auch das Flusensieb und die Gummidichtung regelmäßig. Da neben Feuchtigkeit auch Kalk der ideale Nährboden für Bakterien ist, entkalkt die Waschmaschine regelmäßig. Kinderwäsche richtig zu säubern, ist ebenfalls keine Hexerei! 😉

2. Küchenschwamm und Spüllappen

Die besten Freunde des Küchenschwamms? Acinetobacter johnsonii, Moraxella osoloensis und Chryseobacterium hominis! Drei Bakterienarten, die krankmachen können und somit zu den pathogenen Bakterien zählen. Dennoch werden Spülschwämme viel zu selten ausgewechselt. Auch das Ausspülen oder Trocknen in der Mikrowelle tötet Keime, die sich durchs Anfassen, durch Essensreste und Feuchtigkeit bilden, nicht ab. Eine Studie der Justus Liebig Universität Gießen und dem „Helmholtz Zentrum München“ hat ergeben, dass diese Reinigungsmaßnahmen sogar zu einer Vermehrung der Keime führen. Insgesamt fanden sie auf den getesteten Küchenschwämmen 362 verschiedene Bakterien und andere Keime. Ein Küchenschwamm sollte daher einmal pro Woche ausgewechselt werden. Gleiches gilt für Spüllappen. Statt eines normalen Küchenschwamms könnt ihr auch in einen antibakteriellen und lebensmittelechten (= FDA-konformen) Silikonschwamm investieren. Dieser ist zwar teurer, dafür aber langlebiger, da er hohen Temperaturen in der Waschmaschine oder Spülmaschine standhält.

3. Kühlschrank

Kaum zu glauben aber wahr: 11,4 Millionen Keime fanden Wissenschaftler der University of California auf einem Quadratzentimeter in einem Kühlschrank. Wir hoffen zwar, dass dies nicht die Regel ist, aber Fakt ist, dass sich in jedem zweiten Familienkühlschrank zu viele Bakterien wie Salmonellen und Pilzsporen tummeln. So haltet ihr den Kühlschrank sauber: Die Temperatur darf höchstens sieben Grad Celsius betragen. Entfernt sofort Reste, wenn etwas danebengegangen ist oder ein Lebensmittel geschimmelt hat und reinigt den Kühlschrank einmal pro Monat mit Essigwasser, Bio-Alkohol oder einem Allzweckreiniger.

4. Smartphone und Tablet

Das Badezimmer beziehungsweise der Gang zu Toilette ist für Eltern die Gelegenheit, kurz durchzuatmen und ein kurzes Date mit dem Smartphone zu genießen. Eine Studie hat ergeben, dass rund jeder sechste Handynutzer (17,5 Prozent) auf der Toilette Anrufe entgegennimmt. Kein Wunder, dass auf jedem sechsten Smartphone Fäkalienspuren gefunden wurden. Und das stille Örtchen ist natürlich nicht der einzige Ort, an dem das Handy benutzt wird. Übrigens können viele Keime auf Smartphones und Tablets bei normaler Zimmertemperatur mehrere Tage und Pilzsporen sogar mehre Wochen überleben. So haltet ihr Smartphone und Tablet sauber: Wascht regelmäßig eure Hände, benutzt Displayschutzfolien und wechselt diese regelmäßig aus, reinigt die Geräte regelmäßig mit einem Hygienespray (kein Alkohol oder Spülmittel!) und einem sauberen Tuch und säubert Ritzen und Öffnungen mit Zahnstochern und Wattestäbchen.

5. Kuscheltiere

Ein Kuscheltier ist manchmal über Jahre bis Jahrzehnte ein treuer Begleiter für eure Kinder. Es wird überall mit hingenommen, fällt auf den Boden, wird gedrückt, in den Mund genommen und liegt mit im Bett – kurzum: Es ist die ideale Brutstätte für Bakterien, Pilzsporen und Hausstaubmilben! Da Stofftiere meist nicht bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine waschbar sind, gehören sie regelmäßig und für mindestens 24 Stunden in einem Gefrierbeutel verpackt in die Tiefkühltruhe. Danach empfiehlt es sich, sie noch mal bei 30 Grad in einem Wäschebeutel in der Waschmaschine zu reinigen. Dieses Prozedere wirkt auch gegen Kopfläuse.

6. Knöpfe und Griffe

Unsere Hände zählen zu den größten Keimüberträgern. Dadurch verunreinigen wir selbst  Spülknöpfe, Türklinken, Lichtschalter, Schrankgriffe und Regler von Wasser- und Backöfen zum Beispiel mit Darmbakterien, Erkältungskeimen und Grippeviren. Auch im und um das Waschbecken (zum Beispiel an den Fliesen und in den Fugen) lauern mehr Keime als auf der Toilettenbrille. Wascht daher eure Hände mehrmals am Tag gründlich und reinigt und desinfiziert alle Knöpfe und Griffe regelmäßig! Lest hier, wie ihr euren Kindern eine gute Toilettenhygiene beibringt.

7. Computertastatur, Computermaus und Fernbedienung

Im Vergleich zu einer regelmäßig gereinigten, öffentlichen Toilette befinden sich auf Computertastaturen und Mäusen 400-mal so viele Keime. Das liegt nicht nur an der eigentlichen Nutzung, sondern auch daran, dass wir zwischendurch gerne auch mal in die Snackschale greifen und die Hände zum Mund führen. So haltet ihr Computertastaturen, Mäuse und Fernbedienungen sauber: Reinigt und desinfiziert sie wie eure Smartphones und Tablets regelmäßig. Für eine schnelle Reinigung zwischendurch, könnt ihr auch feuchte Brillenputztücher verwenden. Dreht außerdem die Computertastatur auf den Kopf, um Essenskrümel, Staub, Hautschuppen und Haare auszuklopfen.

Weitere Keimschleudern:

  • Schneidebretter
  • Handtücher
  • Bettwäsche
  • Fußböden
  • Fugen
  • Teppiche (besonders in Verbindung mit Haustieren!)

Titelbild: © BullRun

Über den Autor

Saskia

Saskia

Ganz egal, ob wir selbst Eltern sind oder nicht - Kinder sind das Wertvollste, das uns das Leben bescheren kann. Und genau so möchte ich und sollten wir alle sie behandeln. Als gutes Vorbild vorangehen, ihnen Liebe und Aufmerksamkeit schenken und genug Raum zur freien Entfaltung geben. Das klingt nach einem schwierigen Unterfangen? Keine Sorge! Alle Einzelheiten klären wir schließlich auf ma-gazin.de! :)

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