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So klappt die Suche nach dem perfekten Schulranzen!

Saskia
Geschrieben von Saskia

„Der ist aber hässlich, den will ich nicht!“

Wenn eure Kleinen im Sommer eingeschult werden, dann seid ihr derzeit sicher längst auf der Suche nach dem richtigen Schulranzen. Ganz klar haben eure Zwerge diesbezüglich schon ihre ganz eigenen Vorstellungen und vor allem die Qual der Wahl.


Im Rheinland werden Erstklässler übrigens „i-Dötzchen“ genannt und sie alle sind natürlich stolz wie Oskar, wenn sie endlich zu den „Großen“ gehören und das Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. Der ganze Stolz gilt aber bereits vor dem ersten Schultag dem großen Ranzen auf dem Rücken und natürlich auch der Schultüte, für die wir sogar auch eine Bastelanleitung parat haben.

Bei der Anzahl an möglichen Tornistern gibt es natürlich viele gute, aber leider auch ebenso viele ungeeignete Produkte. Damit ihr wisst, worauf es ankommt, und wo ihr zum Beispiel die passenden Ranzen für eure Kids findet, haben wir uns mal durch den Angebots-Dschungel gekämpft und geben euch ein paar Tipps, woran ihr die beste Ausstattung für eure Kinder erkennt.

Bunte Farben reichen nicht!

Besonders bunte und lustige Motive, wie Dinos, Elfen oder Autos, sind bei den meisten Kindern beliebt, doch leider sind viele von den bunten Ranzen nicht sicher genug. Zwar sind sie mit Reflexstreifen ausgerüstet, was auf den ersten Blick positiv scheint, allerdings werden eure Kinder nur dann besser gesehen, wenn die Autos im Verkehr mit Licht fahren.

Wichtig ist, dass die Schulranzen große und fluoreszierende Signalflächen in grellen Farben besitzen, beispielsweise in hellgelb oder einem auffälligen Orangeton. Damit die Sicherheit eurer Kinder gewährleistet ist, solltet ihr also darauf achten, dass der Tornister eurer Wahl der „Norm DIN 58124“ entspricht. Diese legt nämlich fest, dass nicht nur zehn Prozent der Flächen retroreflektierend sind – also wie der Katzenaugeneffekt funktionieren – sondern auch mindestens weitere 20 Prozent fluoreszieren. Dadurch leuchten die Ranzen und wirken zu jeder Tageszeit wie eine Warnweste.

Bezieht euren stolzen Sprössling mit ein!

Natürlich ist es wichtig, dass eurem Schatz der Ranzen gefällt, deswegen solltet ihr das Modell nicht ohne den eigentlichen Besitzer aussuchen. Darüber hinaus gibt es weitere wichtige Kriterien, die ihr bei der Auswahl beachten solltet:

Anprobe – Der ausgewählte Ranzen wird am besten einmal mit dicker Jacke und einmal nur mit einem dünnen T-Shirt anprobiert. Er sollte immer gut sitzen und nicht über die Schultern hinausragen. Die Schultergurte sind am besten gut gepolstert und mindestens 4 cm breit. Wichtig ist auch, dass er sich leicht verstellen lässt und euer Kind genügend Bewegungsfreiheit hat. Gleichzeitig soll die Rückenform körpergerecht geformt und gut gepolstert sein.

Stabilität – Der Deckel muss mit einem leicht zu öffnendem Verschluss versehen und stabil sein, damit er sich weit öffnen lassen kann und nicht von alleine zuklappt. Genauso wichtig ist, dass der Ranzen nicht umkippt – egal ob in leerem oder vollgepacktem Zustand. Deswegen sollte auf jeden Fall eine stabile Trennwand vorhanden sein, damit beispielsweise schwere Bücher direkt am Rücken gelagert werden können.

Taschen, Riemen, Tragegriff – Seitentaschen sollten gut verschließbar sein und genügend Platz für Trinkflaschen oder Brotdosen bieten. Achtet bei den verstellbaren Riemen darauf, dass sie nicht zu lang sind, sonst könnten eure Kinder leicht darüber Stolpern, wenn sie den Ranzen am Tragegriff halten. Dieser sollte weich gepolstert und gleichzeitig griffig sein.

Das sind viele Aspekte, die ihr bei der Auswahl zu berücksichtigen habt, aber auf diese Weise bekommt ihr am Ende ein sicheres Produkt für eure Kinder – und das ist doch das Wichtigste.

Eine große und detaillierte Übersicht verschiedenster Marken und Modelle für jedes Alter – vom Erstklässler bis zum Schulabsolventen – findet ihr bei Schulranzen.net. Die Suchfunktion bietet nicht nur Filter für Farbe, Gewicht oder Geschlecht, sondern vor allem auch das wichtige Kriterium der vorhin beschriebenen DIN-Norm für fluoreszierende Ranzen.

Zu guter Letzt solltet ihr euch im besten Falle auch immer noch mal durch Testberichte schlau machen, welcher Ranzen überhaupt empfehlenswert ist und somit für eure baldigen i-Dötzchen eine Vorauswahl treffen. Danach kann dann neben der Form des Modells in Ruhe entschieden, ob es nun das Modell Dino oder aber doch der Wikinger-Aufdruck werden soll. Die Marke Scout hat mit seinem Modell „Buddy“ übrigens bei Stiftung Warentest (in der Ausgabe 03/2013 ) mit der Note „gut“ abgeschnitten. Hier findet ihr zum Beispiel tolle Ausführungen für süße Prinzessinnen oder Cowgirls sowie für eure kleinen Supermänner – natürlich alles gleich passend als Set, inklusive Etui, Sporttasche und Co.

Viel Spaß beim Stöbern wünschen wir euch!

Titelbild: © Fotofreundin

Über den Autor

Saskia

Saskia

Noch keine eigenen Kinder, aber immerhin vierfache Tante. Mein Vorteil? Ich wickel, kuschel, darf (hin und wieder) erziehen, spielen, rumalbern und die Knirpse wieder den Eltern übergeben, wenn ich eine Pause von alldem benötige. Das klingt natürlich gemein, aber wenn der eigene Nachwuchs irgendwann da ist, werde ich den Vollzeitjob als Mama ganz sicher auch nicht mehr missen wollen. Meistens jedenfalls ...

4 Kommentare

  • Hallo Leslie,

    schöner Artikel der – vor allen in Punkto Sicherheit – einige sehr wichtige Denkanstöße gibt. Oft lohnt es sich auch mit dem Nachwachs zum Händler vor Ort zu gehen und unterschiedliche Modelle anzuprobieren. Wer danach noch Preise online vergleichen und sich weiter informieren will, der hat so zumindest schon mal eine gute Ausgangslage.

    Liebe Grüße,
    Maria

  • Ich finde auch, daß es ein schöner Artikel ist. Wir haben für unsere beiden Kinder jeweils einen Ergobag Satch gekauft. Nach über 3 Jahren sind wir und vor allem die Kinder immer noch sehr zufrieden mit dem Schulrucksack. Man sieht noch fast keine Abnutzungserscheinung und der Tragekomfort wird von beiden Kindern als sehr gut bezeichnet. Wir haben damals beide Kinder auch mit in die Entscheidung einbezogen.

    Wir haben die beiden Schulrucksäcke damals bei einer Ranzenparty gekauft. Dort hatten wir viele verschiedene Hersteller auf einem Platz zusammen und konnten jedes Modell gleich anprobieren und uns erklären lassen. Ich würde jedem empfehlen mit den Kindern solche Ranzenpartys zu besuchen. Dann findet Ihr bestimmt den passenden Ranzen und lernt auch noch, wie Ihr die einzelnen Einstellungen vornehmt.

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