Baby Gesundheit

Wie ein Profi: Zum ersten Mal beim Zahnarzt

erster Zahnarztbesuch
Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Mit unseren Tipps ist euer Kind für den ersten Besuch beim Zahnarzt gewappnet!

Spätestens nachdem die ersten Zähne eures Kindes ans Tageslicht getreten sind, steht auch der erste Zahnarztbesuch an. Im Idealfall macht ihr den ersten Termin zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat. Dazu stehen euch neben den bisherigen zahnärztlichen Vorsorgemaßnahmen weitere umfassende Leistungen durch eure Krankenkasse zur Verfügung. Lest hier, welche das sind und wie euer Sprössling seinen ersten Zahnarztbesuch so angstfrei wie möglich bewältigen kann.


Das Wichtigste vorweg: Geht nicht erst, wenn euer Kind bereits Beschwerden hat, denn dann kann der Zahn bereits stark angegriffen sein und vor allem behält euer Kind den ersten Zahnarztbesuch negativ in Erinnerung. Mehr Informationen zu Zahnschäden bei Kleinkindern und wie ihr diese vermeiden könnt, findet ihr hier und im BIG-Ratgeber.

Umfassendere zahnärztliche Vorsorge für Kleinkinder

Um frühkindliche Karies zu reduzieren, haben Kleinkinder unter drei Jahren seit Kurzem einen umfassenderen Anspruch auf zahnärztliche Vorsorgemaßnahmen.

Neu ist:

  • Zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen bereits ab dem sechsten Lebensmonat. (Vorher erst ab dem dritten Lebensjahr)
  • Zweimal je Kalenderhalbjahr zwischen dem sechsten und 34. Lebensmonat das Auftragen von Fluoridlack zur Zahnschmelzhärtung
  • Bei den neu eingeführten Untersuchungen soll der Zahnarzt die Eltern beraten und über die Ursachen von Erkrankungen im Mund aufklären.

Der erste Zahnarztbesuch

Mit diesen sechs Tipps nehmt ihr euren Kleinen die Aufregung:

  1. Steht der erste Zahnarztbesuch fest, könnt ihr eurer Kind auf spielerische Art und Weise damit vertraut machen, in dem ihr zum Beispiel mit dem Lieblingsstofftier eine Behandlung nachspielt.
  2. Verwendet beim Zähneputzen einen Zahnspiegel und schaut euch gemeinsam die Zähnchen an. So lernt euer Knirps schon mal, dass es nicht weh tut, wenn ein wenig im Mund “herumgewerkelt” wird.
  3. Erzählt eurem Kind keine Horrorgeschichten, wie zum Beispiel, dass manchmal die Zähne gezogen werden müssen oder wie es ist, eine Spritze zu bekommen. Das macht den Kleinen unnötig Angst. Es reicht, wenn ihr ihnen sagt, dass sie lediglich den Mund aufmachen müssen und die Untersuchung ein wenig kitzeln kann.
  4. Sorgt dafür, dass ihr genügend Zeit für den ersten Termin einplant. Zeitstress setzt euer Kind unter Druck und selbst wenn es beim ersten Besuch nicht den Mund aufmacht, habt Verständnis und vereinbart zur Not einen neuen Termin.
  5. Macht aus der Untersuchung keine zu große Sache. Geht mit in den Untersuchungsraum, aber haltet euch zurück und lasst die Fachleute jetzt einfach mal machen. Funkt ihr dazwischen, verunsichert das nicht nur das Zahnarztteam, sondern auch euren Sprössling.
  6. Habt ihr das Gefühl, dass der Zahnarzt nicht sensibel genug auf euer Kind eingeht, sucht euch einen neuen Zahnarzt. Ein guter Zahnarzt redet mit eurem Kind und hat einige Tricks und Methoden auf Lager, den Kleinsten die Untersuchung so angenehm wie möglich zu machen. Das alles natürlich ohne Zwang, Druck und Gemecker. Erkundigt euch dafür bei Freunden und Arbeitskollegen oder orientiert euch an guten bis sehr guten Online-Bewertungen. Natürlich sind gegenseitige Sympathien damit nicht gleich sicher, aber ihr seid einem angstfreien Zahnarztbesuch ein ganzes Stück näher gekommen.

Titelbild: © Miramiska

 

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