Baby Gesundheit

Das Zahnen erleichtern – Tipps und Tricks

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Das Zahnen kann eine schwere und auch leidensvolle Zeit für euer Baby sein. Wir geben euch ein paar Tipps und Tricks, wie ihr eurem Kleinen helfen und ihm die Zeit etwas angenehmer machen könnt.


Wenn ihr eines Tages aufwacht und beim Frühstück plötzlich ganz ohne Vorwarnung den ersten kleinen Milchzahn im Mund eure Sprösslings entdeckt, gehört ihr zu den Glücklichen (und euer Baby auch), bei denen das Zahnen ohne Probleme und Schmerzen abläuft. Doch leider ist das in den seltensten Fällen so. Die meisten Babys leiden darunter, wenn sich um den fünften und sechsten Lebensmonat herum die ersten kleinen Zähnchen den Weg an die Oberfläche erkämpfen. Zahnfleisch und Kiefer tun weh und es raubt ihnen (und somit auch euch) den Schlaf.

Dass euer Baby gerade zahnt, könnt ihr an ein paar einfachen Symptomen festmachen, auch wenn diese natürlich bei jedem Säugling ganz unterschiedlich stark ausgeprägt sein können.

Typisch sind:

  •  starkes Sabbern
  • gerötete und heiße Wangen
  • geschwollenes und gerötetes Zahnfleisch, vielleicht ist schon eine kleine weiße Kuppe zu erkennen
  • euer Baby steckt alles im Umfeld in den Mund, ganz besonders oft die eigenen Finger, und kaut darauf herum
  • euer Baby ist deutlich quengeliger als sonst, weint viel und kann schlecht schlafen
  • euer Baby hat weniger Appetit
  • auch erhöhte Temperatur kann sein

Wer zahnt, will kauen

Das ist sowohl bei Tieren als auch bei uns Menschen so. Um eurem Liebling Linderung zu verschaffen, eignen sich deswegen am besten Beißringe, mit denen sie sich beschäftigen können. Diese gibt es in den verschiedensten Ausführungen: Ringe mit Noppen massieren zum Beispiel das Zahnfleisch und den Kiefer, andere beinhalten ein Gel oder eine Flüssigkeit und ihr könnt sie in den Kühlschrank (bitte nicht in die Kühltruhe, da der Ring sonst an den Lippen oder dem Kiefer eures Babys festfrieren kann) legen.

Manche Seiten empfehlen auch, Brot, Äpfel oder Kohlrabi vorzukühlen und als Beißmaterial anzubieten, aber wir raten dringend davon ab! Denn die Gefahr, dass euer Schatz sich daran verschluckt, ist viel zu hoch.

Zur Beruhigung und Entspannung des gereizten Zahnfleisches eignen sich auch bestimmte Schnuller, die aus Netzstoff bestehen und in die man kleine Eiswürfel tun kann. Lutscht euer Kleines dann an dem Stoff, verteilt sich das angenehm kühle Wasser und hilft gegen die Schwellung und die Schmerzen.

Ketten aus Bernstein

Es gibt auch spezielle Zahnketten, die eine beruhigende Wirkung auf euer armes Würmchen haben. Bernstein besteht aus jahrtausendealtem, fossilem Baumharz – und gibt seine Bernsteinsäure in ganz minimalen Mengen an die Haut ab, wenn man die Steine als Kette trägt. Bereits seit Ewigkeiten schwören Hebammen und Mütter auf die Wirkung von Bernsteinen, denn sie beschleunigen nicht nur die Wundheilung, sondern lindern Muskelschmerzen, bekämpfen Halsentzündungen sowie Infektionen in Ohr und Magen und reduzieren sogar Symptome von Koliken und Atemwegserkrankungen.

Pflanzliche und homöopathische Hilfe

Wusstet ihr, dass auch Vanille eurem Baby beim Zahnen helfen kann? Denn sie enthält einige Substanzen, die ebenfalls beruhigend wirken. Am besten wendet ihr die Essenz direkt an, indem ihr sie leicht in das Zahnfleisch eures Kleinen einmassiert.

Aber es gibt auch Hilfe in der Homöopathie, denn viele der Mittelchen aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers. Besonders Kamille wird häufig beim Zahnen von Babys angewendet, weil diese entzündungshemmend und beruhigend wirkt. Nicht nur in Form von Globuli, sondern auch als Tee (Trinken, Spülen und Tupfen) eignet sich Kamille, genauso gut hilft auch Salbeitee.

Schüßler-Salze können ebenso helfen, euren Sprössling durch die Zahnungsphase zu bringen. Am leichtesten könnt ihr sie eurem Schatz geben, indem ihr dreimal täglich eine Tablette mit etwas warmem Wasser auflöst und dieses dann unter den Brei mischt.

Calcium phosphoricum D6 (Biochemie Nr. 2): lindert Schmerzen und unterstützt das Zahnen, weil es beim Aufbau der Zahnmasse hilft

Calcium fluoratum D12 (Biochemie Nr. 1): hilft bei verspäteter oder zu langsamer Zahnung, weil es die Elastitzität des Gewebes verbessert und so die Zähnchen leichter durchstoßen können

Ferrum phosphoricum D12 (Biochemie Nr. 3): hilft gegen die Begleiterscheinungen wie Fieber, Durchfall und Verstopfung

Kalium phosphoricum D6 (Biochemie Nr. 5): wirkt beruhigend und entspannend

Beitragsbild: © ia_64 – Fotolia.com

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