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Das mach ich mit links: Mein Kind ist Linkshänder

Redaktion ma-gazin
Geschrieben von Redaktion ma-gazin

Der Großteil der weltweiten Bevölkerung ist rechtshändig „gepolt“, aber eine kleine Gruppe Linkshänder hält sich hartnäckig. Ungefähr 5-30 Prozent der Menschen benutzen die linke Hand. Wie geht ihr aber nun damit um, wenn ihr bei eurem Kind feststellt, dass es lieber mit links greift und diese Hand auch bei anderen feinmotorischen Tätigkeiten häufiger benutzt, als das rechte Händchen? Vor allem, wenn ihr selbst noch gar keine Erfahrung damit habt? Klar solltet ihr dann einiges be- und  auch umdenken.


Wenn die winzigen Hände eurer Würmer beginnen, nach Dingen zu greifen oder am Daumen zu nuckeln, kann es sein, dass ihr daran schon bemerkt, ob sie in ein paar Monaten, beziehungsweise Jahren alles mit rechts oder aber eben mit links meistern. Genauso aber kann es auch noch ein wenig dauern, bis sich eine eindeutige Präferenz abzeichnet. Normalerweise zeigt sich aber bis zum Ende des achten Lebensmonats, welche Hand eher zum Einsatz kommt. Wichtig ist hierbei, dass ihr eurem Kind immer die Wahl lasst und es insofern immer beide Hände für wirklich alle Tätigkeiten verwenden darf. Bis zur Einschulung dürft ihr eurem Kind auch die Zeit geben, die es braucht. Dann sollte es sich entscheiden, um sich noch vor den ersten regelmäßigen Schreibversuchen, eine optimale Schreibhaltung anzueignen und damit ihr das passende Schreibutensil besorgen könnt.

Nicht ganz „normal“?

Wie schon erwähnt, gilt die Rechtshändigeit als Norm – und somit als Normal. Das bedeutet aber nicht, dass euer Kind als Linkshänder „unnormal“ ist. Bis in die 1970er-Jahre wurde leider noch alles versucht, einem Kind diesen „Fehler“ wieder abzutrainieren. In anderen Kulturkreisen ist das zum Teil immer noch der Fall. Eine offizielle Prozentzahl, wieviele Linkshänder es nun wirklich gibt, ist daher kaum genau festzulegen und liegt zwischen fünf und 30 Prozent. Viele Wissenschaftler vermuten, dass die „dominante“ Hand bereits von unseren Genen – und somit vor der Geburt – festgelegt wird. So liegt die prozentuale Wahrscheinlichkeit bei einem Linkshänder-Paar bei 50 und bei einem Rechtshänder-Paar bei nur zwei Prozent.

Einmal Linkshänder, immer Linkshänder!

Mittlerweile gibt es eine breit gefächerte Auswahl an Haushaltsgegenständen oder Schreibmaterialien, die perfekt auf Linkshänder abgestimmt sind. Dazu gehören unter anderem Füllfederhalter, Anspitzer und Schere. Aber nicht nur, weil man diese Dinge kaufen kann, solltet ihr gar nicht erst versuchen, euer Kind zu einem Rechtshänder umzuerziehen, selbst, wenn dieser besser in die „Norm“ passt. Versucht ihr es zwanghaft zu ändern, können damit unter anderem Gedächtnis-/und Sprachprobleme eintreten, da sich das Gehirn eures Kindes vollkommen umstellen muss. Die Mehrheit unserer Alltagsgegenstände sind noch immer auf die rechtshändige Mehrheit ausgelegt. Das bedeutet natürlich noch immer, dass ein Linkshänder viel häufiger umdenken und sich anpassen muss. Nicht so einfach, aber eben immer noch besser, als in der Kindheit zur Rechtshändigkeit umgepolt zu werden und damit erst recht eine Art der Zerrissenheit erfahren zu müssen.

Behilflich sein!

Sobald ihr wisst, dass euer Kind Linkshänder ist, solltet ihr ein paar zusätzliche Tipps beherzigen: Wenn ihr eurem Schatz zum Beispiel das Schleifebinden beibringt, wird es wahrscheinlich auch dabei einen Seitenwechsel geben. Auch, dass ein Linkshänder beim Essen oder Schreiben entweder ebenfalls neben einem Linkshänder, oder aber immer links von einem Rechtshänder sitzen sollte. Sonst kommen sich beide nur unnnötig in die Quere. Und das wollt ihr ja eben nicht!

Bei diesen Shops findet ihr all das, was ein Linkshänder-Herz begehrt. Und dazu gehören, neben Schreibuntensilien, eben auch Dinge für den restlichen Alltag. Vielleicht ist da auch etwas für euch dabei, wenn ihr auch zu diesem exklusiven, kleinen Linkshänder-Kreis gehört:

linkshaender.de

lieb-links.com

left-handers-world.com

Titelbild: ©Fontanis – Fotolia.com

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